Testbericht

Samsung L210

Eine üppige Ausstattung mit optischem Bildstabilisator und manuellen Einstellmöglichkeiten, ein vergleichsweise schwaches Rauschen und eine gute Auflösung für 170 Euro - Samsungs L210 hätte das Zeug zum Preis-Leistungssieger, wären da nicht die unerwünschten Auffälligkeiten, die den Bildeindruck stören.

  1. Samsung L210
  2. Datenblatt
Samsung L210 Front

© Archiv

Samsung L210 Front

Samsung stattet die L210 mit einem 1/2,3 Zoll großen 10-Megapixel-Sensor und einem optischen Bildstabilisator aus - keine Selbstverständlichkeit in der 170-Euro-Liga. Außerdem gehört sie zu den kleinsten und leichtesten Kandidatinnen dieses Monats und verfügt über eine manuelle Belichtungszeit- und Blendensteuerung sowie diverse andere Einstellmöglichkeiten, etwa die der Schärfe, des Kontrasts und der Farbsättigung. Daher erhält sie passable 5 Ausstattungspunkte, obwohl sie weder ein Aufnahmehistogramm noch Gitterlinien anzeigt. In der Disziplin Handhabung belegt sie nur den letzten Platz des Testfelds. Das hat sie unter anderem dem Autofokus zuzuschreiben, der sich nicht nur durch laute Betriebsgeräusche bemerkbar macht, sondern bei schwachem Licht auch häufig die richtige Einstellung verfehlt. Samsung teilt die verschiedenen Funktionen übersichtlich auf drei Menüs auf, die sich mit einem Tastendruck öffnen lassen: ein Funktionsmenü, das am Bildschirmrand einblendet, ein Effekt- und ein Hauptmenü mit den Grundeinstellungen. Schnellzugriffstasten etwa für Belichtungskorrektur oder Empfindlichkeit gibt es nicht.

Samsung L210 Rückseite

© Archiv

Die Samsung L210 tut sich mit einer guten Auflösung und schwachem Rauschen hervor. Da die Fotos einige unerwünschte Auffälligkeiten zeigen, vergeben wir trotzdem keinen Kauftipp.

Die L210 spielt mit ihrer Auflösung und dem schwachen Visual Noise bei geringer als auch bei hoher Empfindlichkeit ganz vorne mit: Sie stellt in der Bildmitte bis zu 1220 Linienpaare pro Bildhöhe und an den Rändern mindestens 803 LP/BH dar. Dazu kommt ein für Kompakte gutes Rauschverhalten, wir maßen 1,3 (ISO 100) bzw. 2,1 VN (ISO 400). Dennoch überzeugt uns die Bildqualität nicht ganz: Bei hoher Empfindlichkeit waren auffallende dunkle Flecken erkennbar, welche durch ein ungünstiges Zusammenspiel von interner Rauschunterdrückung und Schärfung entstanden sein könnten. Außerdem scheinen die Korrekturalgorithmen feine Strukturen, die sie fälschlich als Bildrauschen interpretieren, zu eliminieren. Auch das fällt bei hoher Empfindlichkeit stärker auf, was wiederum mit der Kantenaufsteilung zusammenhängen dürfte. Außerdem arbeitet die Samsung beim Fokussieren und Auslösen relativ träge.

Auflösungsdiagramm Samsung L210

© Archiv

Samsung L210

HerstellerSamsung
Preis130.00 €
Wertung63.5 Punkte
Testverfahren1.4

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