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Samsung Frame im Test: Entspiegelter Entertaine

  1. Samsung Frame im Test: Ein Bild von einem Fernseher
  2. Samsung Frame im Test: Entspiegelter Entertaine
The frame - Samsung TV

© Samsung

Ob mit Malkunst, oder privaten Urlaubsbildern: The Frame macht an nahezu jeder Wand eine gute Figur.

Bei aller Freude über Design und Optik: Auch The Frame braucht Strom sowie weitere Programmquellen abseits des internen Smart-TV-Portals. Um Zuspieler zu erreichen, ist das mittlerweile bekannte, Samsung-eigene, hauchdünne Lichtleiterkabel beigelegt, das auf dem Weg zur ebenso etablierten One-Connect-Box mit allen nötigen Anschlüssen bis zu fünf Meter überbrückt. Als Zubehör ist auch eine 15-Meter-Variante erhältlich. 

Für die Stromversorgung gibt es dagegen noch keinen unsichtbaren Weg. Wer eine saubere Lösung präferiert, sollte lieber direkt hinterm TV eine Dose in die Wand einlassen. Apropos TV: Keine Sorge, The Frame ist natürlich auch ein ganz klassischer, zeitgemäßer LCD-Fernseher mit allem, was dazu gehört. Keiner aus der High-End-Klasse der QLED-Liga, aber dennoch ein mehr als achtbarer Ultra-HD-Vertreter, der auch HDR-Signale verarbeitet. 

Das realistischste Bild liefert der manuell einstellbare Filmmodus. 3D ist, wie bei allen Samsung-Fernsehern der Generation 2017, kein Thema mehr. Doch seine Stärken spielt The Frame erwartungsgemäß ohnehin an anderen Stellen aus. So ist etwa das Display stark entspiegelt, was eine gute Draufsicht auch aus unterschiedlichen Ecken des Wohnraums ermöglicht. Ein wichtiger Vorteil, da The Frame als Bilderrahmen nicht zwingend an einem üblichen TV-Standplatz vor Sitzgruppe oder Couch Platz findet und daher auch aus der Ferne oder ungünstigeren Blickwinkeln einsehbar sein muss.

„Starte Netflix!“ 

Für die Steuerung der Inhalte hat Samsung nebst Quad-Core-Prozessor seine beste, verfügbare Bedienoberfläche integriert. Über den neuesten SmartHub lassen sich Zuspieler wie UHD-Blu-ray-Player, NAS-Server und USB-Sticks, aber auch die bekannten Mediatheken und Streamingdienste schnell und einfach auswählen und im Hauptmenü individuell sortieren.

Von Netflix, Amazon, maxdome und YouTube bis hin zu DAZN Telekom Sport sind alle Großen an Bord, oder können nachgeladen werden. Auch die HDR-Inhalte der Services spielt der Frame in unserem Test problemlos ab. Wer nach mehr 4K- und HDR- Auswahl sucht, findet in Samsungs hauseigenem Angebot TV Plus eine wachsende Auswahl an Spielfilmen und Themenkanälen. 

Die Video-on-Demand-Plattform betreiben die Koreaner in Kooperation mit Anbieter Rakuten TV. Bei der Programmauswahl behilflich ist die via Fernbedienung oder per App einsetzbare Sprachsteuerung. Sie erkennt Begriffe erfreulich schnell und zuverlässig, seien es Sendernamen wie ZDF und RTL, oder Befehle wie „Starte Netflix!“. Es scheint, als seien unsere Hinweise von vor ein paar Jahren, Samsung möge sich bitte in Sachen Handling und Voice Control ein Beispiel an Amazons Fire-TV nehmen, auf fruchtbaren Boden gefallen. 

Heute ist Samsung sogar besser. Fehlt nur noch die Anbindung an die derzeit so populären Sprachassistenten Amazon Alexa oder Google Home. Doch deren Funktion lässt sich wiederum mithilfe der Smart-View-App nachahmen. Sofern sich Smartphone und TV im selben WLAN-Netz befinden, kann der Nutzer den Fernseher innerhalb der gesamten WLAN-Reichweite mit seiner Stimme befehligen.

The frame - Samsung TV Rahmen

© Samsung

Die Wechselrahmen in Beige, Weiß und Walnuss sind als Zubehör separat erhältlich und kosten jeweils etwa 300 Euro.

Flexibler Entertainer 

Auch sonst hat der unterhaltsame Bilderrahmen beinahe alles, was man von einem 2017er TV der Topklasse erwarten darf: Via DLNA oder USB verarbeitet der Frame alle erdenklichen Bild-, Tonformate und Codecs, sowie den Bildschirminhalt eines Smartphones. Und auch der umgekehrte Weg ist möglich: Der Fernseher beamt die aktuelle Sendung aufs Mobiltelefon. Praktisch, wenn man gerade nicht vor dem Gerät sitzen kann und laufende Programme dennoch weiterverfolgen will. 

Klanglich übrigens hält sich das Angebot sprichtwörtlich eher im Rahmen. Doch über HDMI mit Audiorückkanal, oder den optischen Ausgang an der One-Connect-Box lassen sich Lautsprechersysteme problemlos anschließen. Sinnvoll auch, dass der Hersteller die Multiroomfähigkeit bedacht hat. Ein Bilderrahmen, der nicht zwingend im Wohnzimmermittelpunkt platziert ist, muss schließlich seinen Ton womöglich an mehrere Ecken im Haus verteilen können.

Fazit 

Was bei der ersten Präsentation zu Jahresbeginn noch nach wenig marktreifer Designstudie aussah, entwickelte Samsung kurzerhand zum zukunftsträchtigen TV-Konzept. The Frame könnte bald Vorbild sein für eine neue Flexibilität, um Fernseher als Kunstobjekt oder elegantes Designmöbelstück in die Wohnlandschaft zu integrieren. 

Drin steckt immerhin ein beachtlich guter, voll funktionfähiger Fernseher. Warum also künftig nicht auch andere TV-Modelle modular mit Wechselrahmen, Standfüßen oder weiteren Designelementen ausstatten? Die Rahmenbedingungen dafür hat Samsung eindrucksvoll geschaffen.

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