Testbericht

Samsung D75

Mit 120 Euro ist die Samsung sehr günstig, doch bleibt die Bildqualität deutlich unter unseren Erwartungen.

  1. Samsung D75
  2. Datenblatt
Samsung D75 Vorderseite

© Archiv

Samsung D75 Vorderseite

Samsungs 7-Megapixel-Modell kostet nur 120 Euro, das lockt. Für diese Preisklasse bietet sie sogar viele Einstellmöglichkeiten. Der Fotograf kann zwischen mittenbetonter, Spot- und Matrix-Belichtungsmessung wählen, Kontrast, Schärfe und Farbsättigung steuern und auf einen manuellen Modus zurückgreifen. In dem stehen allerdings nur zwei Blenden, 2,8 und 7,1, zur Verfügung. Eine Histogramm-Anzeige fehlt ebenso wie eine Blitzlichtkorrektur. Die Verwacklungswarnung erscheint sinnvoll ab einer Belichtungszeit von unter 1/45.

Samsung D75 Rückseite/ Display

© Archiv

Das übersichtliche Menü der D75 verzichtet auf lange Scroll-Listen. Unser günstigster Testkandidat landet trotzdem in der Gesamtwertung auf dem letzten Platz - unter anderem wegen der mäßigen Bildqualität.

Zwei AA-Batterien liefern den Strom. Das schlechte 2,5-Zoll-Display kostet allerdings Punkte: Es rauscht stärker als alle anderen Exemplare in diesem Test. Bei schlechten Lichtverhältnissen lässt sich das Bild kaum noch beurteilen, und die Vorschau ist wesentlich dunkler als das tatsächliche Foto. Bei schwachem Licht stößt der Fotograf auf ein noch schwerwiegenderes Problem. Oft leuchtet dann nämlich das Autofokusfeld auf und signalisiert damit, dass das automatische Scharfstellen nicht mehr funktioniert. Ohne manuellen Fokus kann der Anwender auch nicht nachhelfen. Die Linsen durchfahren den Brennweitenbereich eine Spur zu laut, und die sieben Zoomstufen erlauben keine präzise Bildeinstellung. Das Menü teilt sich recht übersichtlich in drei Bereiche, die sich über separate Tasten abrufen lassen: eine Schnellzugriffsebene mit wichtigen Optionen wie Auflösung, Kompression und Empfindlichkeit, ein Effekt- und ein Standardmenü.Die Bildqualität der D75 konnte uns nicht überzeugen: Mit 3,7 VN (ISO 100) beziehungsweise 12,4 VN (ISO 400) rauschen die Bilder zu stark. Die Auflösung ist in der Bildmitte, bei ISO 100 und im Weitwinkelbereich durchschnittlich, fällt aber zu den Rändern zu stark auf bis zu 615 Linienpaare in der Diagonalen ab (Tele ISO 400) - das schlechteste Ergebnis in diesem Test. Samsung arbeitet zudem offenbar mit einer starken Scharfzeichnung und anderen digitalen Korrekturverfahren, die im Detail deutliche Bildfehler verursachen. Beispielsweise bleiben helle Linien und Flecken zurück, vor allem an Kanten mit starken Kontrasten. Bei hoher Empfindlichkeit liegen zwischen hellstem und dunkelstem dargestellten Bereich nur noch 5,5 Blenden, was zu Lichtern und Schatten ohne Detailzeichnung führt. Wegen der hohen chromatischen Aberration sind im Telebereich außerdem Farbsäume zu sehen. Die D75 benötigt 2,2 s, bis sie nach dem Einschalten startklar ist, und 0,66 bis 0,85 s zum Fokussieren und Auslösen.

Auflösungsdiagramm Samsung D75

© Archiv

Samsung D75

HerstellerSamsung
Preis120.00 €
Wertung44.5 Punkte
Testverfahren1.4

Mehr zum Thema

Samsung WB800F Test
Kompaktkamera

Die Samsung WB800F kommt mit 21-fach optischem Zoom, WLAN und Touch-Display. Im Test punktet die Kompaktkamera bei Verarbeitung und Ausstattung.
Samsung ST150F Test
Kompaktkamera

Die Samsung ST150F ist eine kleine, elegante "Smart Camera" inklusive WLAN-Modul. Im Test stellen wir sie auf den Prüfstand.
Samsung WB30F Test
Kompaktkamera

Die Samsung WB30F kommt als Smart Camera mit WLAN und App-Fernbedienung. Doch welche Bildqualität bietet die Digitalkamera im Test?
Samsung,Kamera,S4 Zoom
Kamera-Smartphone

Halb Smartphone, halb Kompaktkamera: Das Samsung Galaxy S4 Zoom versucht beide Welten zu vereinen. Geht das gut? Wir machen den Test.
Samsung WB2200f
Bridgekamera

Samsung goes Megazoom - die WB 2200f ist eine eigenwillig designte Bridgekamera mit 60-fach Zoom zu einem attraktiven Preis. Stimmt die Qualität?