Testbericht

Rollei Flexline 250

Die technischen Daten der Rollei Flexline 250 machen etwas her und stehen in einem guten Verhätlnis zum Preis. Doch wie steht es um die Bildqualität?

  1. Rollei Flexline 250
  2. Datenblatt
Rollei Flexline 250, Frontansicht

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Rollei Flexline 250, Frontansicht

Eckdaten zu Sensor, Objektiv, Display und Funktionsumfang lassen sich gegenüber potentiellen Käufern leicht kommunizieren. Kein Geheimnis, dass beispielsweise die Pixelzahl des Sensors noch immer eine der meist beachteten Größen beim Kauf einer Digitalkamera ist - obwohl eine hohe theoretische Auflösung keineswegs zu einer guten Bildqualität führen muss. Kein Wunder auch, dass Hersteller vor allem darauf achten, dass die technischen Daten etwas hermachen und in einem guten Verhältnis zum Preis stehen. Ein Paradebeispiel dafür ist Rollei und die Flexline 250: Für 150 Euro bekommt der Fotograf hier einen zweiten Lithium-Ionen-Akku, den er als Reserve auf seine Fototouren mitnehmen kann, und einen mechanischen Bildstabilisator, der durch Sensorbewegungen das Zittern der Hand ausgleichen soll. 12 Megapixel, ein 5-fach-Zoom (34 bis 170 mm äquivalent Kleinbild), ein großer 3-Zoll-Monitor mit 76 667 RGB-Pixeln, ein Funktionsumfang mit individuellem Weißabgleich, Histogramm und Reglern für Schärfe, Kontrast sowie Farbsättigung - das Datenblatt der Flexline 250 liest sich wie das einer gehobenen Kamera. Insgesamt sammelt sie ganze 7,5 Ausstattungspunkte, damit stellt sie sogar so manche Luxuskompakte in den Schatten.

Im Praxistest kann die Rollei dann allerdings nicht mehr mithalten: Zu den Kritikpunkten gehört die Vorschau, die bei etwas hellerem Tages- wie bei Schwachlicht kaum zu erkennen ist. Außerdem zeigte der Monitor bei uns im abgedunkelten Raum ein beinahe schwarzes Bild, wohingegen das Foto dann überbelichtet war. Der Autofokus fand in schwierigen Situationen des Öfteren nicht die richtig Schärfe und brauchte im Tele pro Bild etwa eine Sekunde.

Das Bedienkonzept der Rollei Flexline 250 geht in Ordnung: Über die Modustaste links neben dem Auslöser kann der Fotograf zwischen der Programmautomatik und Szenenprogrammen wählen. Mit einem großen, schwarzen Button öffnet man das relativ übersichtliche Menü. Das Vierrichtungsrad ist zum Navigieren und für den Schnellzugriff etwa auf die Belichtungskorrektur und die Blitzeinstellungen zuständig. Dass jedoch alle Eingaben mit einer separaten, unter dem Rad positionierten SET-Taste bestätigt werden müssen, empfanden die Tester als unpraktisch.

Bildqualität: Das Messlabor stellt einen im Klassenvergleich schwachen Texturverlust bei ISO 400 fest, was für einen schonenden Rauschfilter und eine ordentliche Detaildarstellung spricht. Allerdings ist die gemessene Auflösung für eine 12-Megapixel-Kamera schwach: Die Flexline 250 schafft im Weitwinkel bei ISO 100 zwischen 940 (Ecken) und 1079 Linienpaare pro Bildhöhe (Mitte). Im ISO-400-Test sanken die Werte auf 733 (Ecken) bis 864 LP/BH (Mitte). Das Bildrauschen ist mit 2,0 (ISO 100) und 2,8 VN (ISO 400) etwas stärker als in der aktuellen Kompaktkamerageneration üblich. Der Weißabgleich arbeitet mit 17 DeltaRGB auffallend unpräzise, und mit den Farben nimmt es die Rollei Flexline 250 ebenfalls nicht allzu genau. Der Objektkontrast sinkt von guten 8,7 Blenden bei ISO 100 auf mäßige 7 Blenden bei ISO 400. Zudem verzeichnet die Rollei im Weitwinkel um 1,5 Prozent.

Fazit: Die Rollei Flexline 250 bringt für 150 Euro eine geradezu bemerkenswert üppige Ausstattung inklusive Zweitakku mit. Bei der Bildqualität bleibt die Rollei allerdings unter dem Durchschnitt.

Rollei Flexline 250

HerstellerRollei
Preis150.00 €
Wertung46.5 Punkte
Testverfahren1.5

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