Lesertest

Rollei Actioncam S-30 im Lesertest

Wir hatten unsere Leser aufgerufen, die Rollei Actioncam S-30 auf Herz und Nieren zu testen. Das Feedback war groß. Zehn Leser kamen in den Genuss, mit der Rollei auf Tour zu gehen, und gaben ihr Urteil ab.

Rollei Actioncam S-30

© Rollei

Rollei Actioncam S-30

"Auf den Drahtesel, fertig, los!" Ganz so einfach ist leider selten ein Test, denn vor dem Start müssen noch einige Hürden genommen werden: Nach dem Auspacken eines Testgeräts folgt meist erst der Zusammenbau, oftmals noch das Laden des Akkus und das Lesen der Bedienungsanleitung. Viele kleine Schritte sind notwendig, um anschließend in den Genuss eines Testgeräts zu kommen. Dieses Prozedere trifft auch auf die Actioncam S-30 von Rollei zu, doch dieses Mal erledigten die Leser der video diese Aufgabe. Denn anlässlich des Praxistests durften sich interessierte Leser bei der video-Redaktion bewerben, um ein Set von Rollei, bestehend aus der S-30 WiFi Actioncam sowie dem hochwertigen Rollei Bike PROmount zu erhalten.

Rollei

© Archiv

Alle Tester waren sich einig, dass der Umfang des Action-Kits von Rollei fast keine Wünsche offen ließ. Einziges Manko: die fehlende Speicherkarte.

Vorgaben für den Test

Die Aufgabe bestand darin, die Ausrüstung einen Monat ausführlich zu testen, einen Erfahrungsbericht und Videos an die Redaktion zu senden und vor allem viel Spaß mit der Actioncam selbst zu haben. So gingen mehrere Videos und Testurteile in unserer Redaktion ein. Hier wird dann auch schnell klar, dass Testen eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Unsere Leser hatten mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen: ob Bedienungsanleitung, Aufbau oder auch die fehlende WLAN-Verbindung.

Christoph Neumann: Robustes Gehäuse

Schnappschuss

© Christoph Neumann

"Die beiliegende Beschreibung ist deutlich verbesserungswürdig. Man findet kaum Infos für den Zusammenbau und die sinnvolle Nutzung der Befestigungsteile, etwa wie genau die Helmbefestigung anzubringen ist. Einzig die Gehäuseumklammerung und das Unterwassergehäuse sind selbsterklärend. Statt der vielen zum Basteln anregenden

Einzelteile, die der Kamera beiliegen, lässt sich die ProMount-Befestigung mit Schnellverschlusshebel sofort und nicht nur am Fahrradrahmen einsetzen, sondern auch auf Booten oder in Flugzeugen.

Die Aufnahmen im Videomodus sind okay und über einen weiten Entfernungsbereich scharf (fester Weitwinkel), jene im Fotomodus (zwei Megapixel) kann man sich nach heutigen Qualitätsansprüchen sparen. Bei Sonneneinstrahlung ist auf dem Display kaum etwas zu erkennen. Dafür ist die Einknopfbedienung zum Ein-/Ausschalten und für Start/Stop da."

Anette Weih: Intuitive Bedienung

Schnappschuss

© Anette Weih

"Das Menü ist selbsterklärend und wesentliche Fragen werden durch die beiliegende Bedienungsanleitung kurz und prägnant geklärt. Die Bedienknöpfe sind so angeordnet, dass sie auch mit großen Fingern gut zu bedienen sein müssten. Leider ist keine microSD im Lieferumfang enthalten. Diese lässt sich nur mit kleinen Händen und Geschick einlegen.

Die Videoclips im AVI-Format sehen auch am großen Monitor ansprechend aus. An die wechselnden Lichtverhältnisse im Wald passt sich die Cam recht schnell an. Wesentlich besser funktioniert der Wechsel von dunkel nach hell. Umgekehrt wird der Schattenbereich zunächst deutlich überbelichtet. Auch Gegenlicht-Aufnahmen gelingen."

Markus Zellmann: Kurze Ladezeiten

Schnappschuss

© Markus Zellmann

"Positiv fällt auf, dass die Erstaufladung des Akkus nicht acht bis zehn Stunden (wie in der Bedienungsanleitung beschrieben), sondern nur ca. vier Stunden in Anspruch nimmt. Die Kamera macht gute Bilder und Videoaufnahmen. Das Display ist klein, aber ausreichend für die Justierung der Kamera und um einen kurzen Überblick über die Fotos zu erhalten. Dagegen reicht die Qualität nicht aus, um sich ein Video anzuschauen.

Leider konnte die Kamera nicht mit dem WLAN verbunden werden, da weder der Name der Kamera noch das Passwort in der Bedienungsanleitung korrekt bezeichnet sind. In diversen Foren wird auf ein Software-Update hingewiesen, das man sich auf der Herstellerseite herunterladen können soll, um die WLAN-Problematik zu lösen. Das war leider beim Test nicht möglich."

Patrick Engl: Für den Einsteiger

Schnappschuss

© Patrick Engl

"Die Rollei S-30 hat viel Zubehör im Lieferumfang, was positiv auffällt. Zum einen natürlich die Kamera selbst samt Ladekabel. Außerdem liegen noch ein Gehäuse mit M6-Stativanschluss und ein wasserdichtes (bis zehn Meter Tiefe) Gehäuse bei. Zusätzlich findet sich im Test-Equipment noch ein sehr schöner und praktischer Koffer mit einer sehr hochwertigen Schnellwechselbefestigung aus Aluminium, Werkzeug zum Montieren und genug Platz für Kamera und Hülle.

Die S-30 ist gut verarbeitet und fühlt sich wertig an. Die Knöpfe lassen sich leicht bedienen und sprechen gut an. Der Monitor ist sehr klein geraten, aber er besitzt eine gute Auflösung, sodass man gut einen ersten Blick auf das Bildmaterial werfen kann."

Mehr zum Thema

GoPro Hero 3 Black Edition
Actioncams

GoPro hat in San Francisco die neuen Actioncams der Hero-3-Serie vorgestellt. Mit dem Topmodell Black Edition sind nun sogar Videoaufnahmen in 4K…
Panasonic HC-X929
Camcorder

Mit der Kraft der drei Chips geht der Panasonic-Camcorder ins Rennen. Kann der Nachfolger des erfolgreichen 909-Modells nochmal zulegen? Unser Test…
Sony HDR-TD30
3D-Camcorder

Ab in die dritte Dimension. Gemeint ist nicht nur die 3D-Aufnahmetechnik, sondern auch die dritte Version des Sony-Camcorders. Was hat sich…
Fotos,Kameras,Garmin
Actioncams

Garmin kommt mit den beiden Actioncams Virb und Virb Elite auf den Markt. Beide Kameras filmen in 1080p mit 30 Bildern und machen Fotos mit bis zu 16…
Sony FDR-AX 1
4K-Camcorder

Während die Sender noch auf 4K-Material warten, könnten Sie schon ihre eigenen Ultra-HD-Filme zeigen: Den geeigneten Camcorder dafür haben wir…