Testbericht

Ricoh CX2

Ricoh stellt die 310 Euro teure, 31 mm flache 10,7-fach-Zoomkamera als "leicht bedienbare Immer-dabei-Kamera" vor. Immer dabei - darüber lässt sich bei einem Gewicht von 204 g streiten. Aber "leicht bedienbar", da geben wir Ricoh uneingeschränkt Recht.

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Ricoh stellt die 310 Euro teure, 31 mm flache 10,7-fach-Zoomkamera als "leicht bedienbare Immer-dabei-Kamera" vor. Immer dabei - darüber lässt sich bei einem Gewicht von 204 g streiten. Aber "leicht bedienbar", da geben wir Ricoh uneingeschränkt Recht. Das Bedienkonzept ist ebenso schlicht wie durchdacht, übersichtlich und gelungen.

Wer will, kann zwei Aufnahmeprofile speichern und eine Funktionstaste mit einem häufig benötigten Parameter belegen. Auch der große, hochauflösende 3- Zoll-Monitor mit 306 667 Pixeln überzeugt. Der CMOS-Sensor ist für die Bildstabilisierung zuständig und schafft die Basis für eine schnelle Serienbildfunktion (5 B/s bei höchstmöglicher Auflösung). Wir hätten zwar mehr manuelle Einstellmöglichkeiten erwartet, stattdessen hat die Ricoh CX2 aber andere Vorzüge. So kann sie beispielsweise zwei unterschiedlich belichtete Bilder aufnehmen und zu einem Foto mit mehr Dynamik zusammensetzen.

Ein Interpolations-Algorithmus für die Pixelausgabe hat die Aufgabe, das Ausfressen von Lichtern einzuschränken. Und die "Multi-Pattern-Weißabgleich- automatik" passt den Weißabgleich bereichsweise an - nützlich vor allem in Mischlichtsituationen. Außerdem beherrscht die CX2 unter anderem ein quadratisches Aufnahmeformat und blendet auf Wunsch eine elektronische Wasserwaage ein. Der Autofokus arbeitet durchschnittlich schnell und selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen relativ zuverlässig. Der Formatierungsprozess dauert jedoch relativ lang.

Bildqualität: Als einzige Testkandidatin gibt sich die CX2 mit 9 Megapixeln zufrieden. Dadurch löst sie mit 902 bis 1100 LP/BH im Weitwinkel (ISO 100) vergleichsweise schwach auf. Im Tele schafft sie nur 719 bis 825 LP/BH. Bei geringer Empfindlichkeit kommen ein durchschnittliches Bildrauschen und ein relativ starker Texturverlust (Kurtosis 2,4) zusammen. Im ISO-400-Test steigt der Visual Noise auf sichtbare 2,5 VN, dafür sinkt der Texturverlust dann auf ein mittelmäßiges, aber für Kompaktkameras noch akzeptables Niveau (Kurtosis 1,7). Positiv werten wir die schwache kissenförmige Verzeichnung um maximal 0,1 %.

Fazit: Die Ricoh CX2 punktet mit einem sehr guten Bedienkonzept und durchdachten Spezial-Features, die Bildqualität könnte bei einer Kompaktkamera für 310 Euro besser sein.

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Bildausschnitt ISO100
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Bildausschnitt ISO400

Ricoh CX2

HerstellerRicoh
Preis130.00 €
Wertung55.5 Punkte
Testverfahren1.5

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