Horror-Game

Resident Evil 7 Biohard im Test: Zurück zu den Wurzeln

Mit Resident Evil 7 Biohazard liefert Capcom ein Comeback, das besser kaum hätte ausfallen können. Warum? Das lesen Sie in unserem Test.

Resident Evil 7: Biohazard im Test

© Capcom

Die Atmosphäre ist beklemmend, die Schockeffekte super platziert und die Grafik in den meisten Fällen herausragend.

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EUR 55,00

Pro

  • Tolle Atomsphäre
  • Super Grafik
  • Gelungene VR-Umsetzung
  • Hervorragender Horror
  • Sammler werden befriedigt

Contra

  • Treffer-Feedback nicht optimal

Fazit

Resident Evil 7 Biohazard ist nicht nur einer der besten Teile der Serie, sondern auch eines der besten Horrospiele der jüngeren Vergangenheit.
Hervorragend

Resident Evil 7 Biohazard zeigt im Test, dass Capcom gelernt hat. Die deutlich reduzierte Action sorgt dafür, dass Horror- und Gruselmomente wieder Überhand nehmen. Und das ist auch gut so.

Resident Evil 7 im Test: Die Story

Mia ist verschwunden. Die Freundin von Ethan taucht aus einem Urlaub nicht wieder auf. Was bleibt, sind mysteriöse Videonachrichten. Also macht sich unser Held auf, sie zu suchen. Sein Weg führt ihn zu einem Anwesen in den Südstaaten der USA. Und hier wartet das Grauen auf uns – auch wenn wir das zu diesem Zeitpunkt nur erahnen. Wir erkunden das Areal von außen, suchen einen Eingang. Diesen finden wir in einem Nebengebäude. Alles ist modrig, stinkig, dunkel. Im Kühlschrank liegen Gedärme, Fliegen surren durch den Raum. Poltergeräusche und knarrende Türen lassen uns immer wieder zusammenzucken.

Als wir Mia in einer verschlossenen Zelle finden, hoffen wir bereits, schnell wieder fliehen zu können. Doch es kommt anders. Völlig anders. Plötzlich greift uns unsere Freundin an, will uns an Leder, schlägt uns sogar eine Hand ab. Wir können nicht anders als sie zu töten. Glauben wir zumindest. Und dann machen wir Bekanntschaft mit der Familie Baker, die durchgeknallter nicht sein könnte. Wir werden gefangengenommen und tun jetzt alles, um aus dieser Umgebung zu fliehen.

Resident Evil 7: Das Gameplay

Resident Evil 7: Biohazard im Test

© Capcom

Für Resident Evil 7 setzt Capcom erstmals auf die Ego-Perpektive, was vor allem in VR hervorragend rüber kommt.

Die Steuerung funktioniert in gewohnter Manier, Überraschungen gibt es hier nicht. Gut so, denn wir wollen uns bei all den Gruseleffekten nicht mit der Steuerung beschäftigen - vor allem mit der PS VR auf dem Kopf.

Die einzelnen Umgebungen laden zum Erkunden ein. Und das lohnt sich. Denn nahezu in jeder Ecke finden wir hilfreiche Dinge. Seien es Munition, Heilmittel, Brandbeschleuniger, Dietrich, Chemikalien (zum Mixen von Heilmitteln) oder Sammelgegenstände. Resident Evil 7 befriedigt den Sammler- und Entdecker-Drang ganz hervorragend.  Wie viele Gimmicks in Resident Evil 7 wirklich verstreut sind, das sehen wir, wenn wir ein Psychotonikum einwerfen. Dann werden nämlich alle Dinge in unserer Nähe eingeblendet. Wir sind baff.

Das Problem? Unser Rucksack bietet nur begrenzt Platz. Und so müssen wir stets beurteilen, ob wir Items wirklich benötigen oder nicht. Im Zweifel können wir sie aber an Savepoints in Kisten verpacken.

Viele Items dienen außerdem den Rätseln, die es in Resident Evil 7 zuhauf gibt. Diese sind zwar oft recht schwierig, aber nie unfair. Zum Beispiel müssen wir drei Hundeschädel finden, um eine Tür zu öffnen. Die sind im ganzen Haus versteckt und wollen mit kleineren Rätseln gefunden werden. So lesen wir eine Notiz, die auf den ersten Blick etwas verwirrend klingt. „3 As und der Handabdruck“, so ähnlich lautet sie. Sie will uns sagen, dass wir im Krematorium eine gewisse Abfolge von Schubladen öffnen müssen, um eine andere öffnen zu können.

Resident Evil 7: Die Kämpfe

Resident Evil 7: Biohazard im Test

© Capcom

Resident Evil ist ein Horrorspiel und macht seine Aufgabe hervorragend.

Neben den diversen Hauptpersonen treffen Sie immer wieder auf sogenannte Molded, ekelhafte Schleimwesen, dessen Ursprung wir im Laufe des Spiels kennenlernen. Die halten generell viel aus, müssen also mit Kopfschüssen ausgeschaltet werden. Richtige Highlights sind aber die Bosskämpfe gegen die einzelnen Mitglieder der Familie Baker. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber die haben es wirklich in sich. Sowohl in Sachen Schwierigkeit als auch in Sachen Brutalität. Wow.

Besonders beeindruckend wirken die Szenen mit der Playstation VR. Doch wirklich lange wird es wohl kaum ein Spieler damit aushalten. Denn dem Horror wird hier tatsächlich eine ganz neue Dimension beigemessen. Wer „nur“ am TV zockt, kann hin und wieder wegsehen und sich selbst aus dem Geschehen heraus nehmen. In VR ist das schlicht nicht möglich. Das ist nur etwas für wirklich Hartgesottene. Dennoch gehen wir so weit: Resident Evil 7 ist das bisher beste Spiel, das es für Playstation VR gibt.

Resident Evil 7: Fazit

Resident Evil 7 ist nicht nur das bisher beste VR-Spiel für Playstation 4, es ist auch das mit Abstand beste Resident Evil seit geraumer Zeit. Das verdankt der Titel der Rückbesinnung auf seine Wurzeln. Weniger Action, mehr Grusel. Das klappt. Auch die Ego-Perspektive tut dem Spiel sichtlich gut. Die Atmosphäre ist beklemmend, die Schockeffekte super platziert und die Grafik in den meisten Fällen herausragend. Klar, beim genauen Hinsehen entdecken wir platte oder gering aufgelöste Texturen, aber alles in allem ist die Grafik top. Genau wie die Sound-Untermalung.

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