Dia-Scanner

Reflecta ProScan 10T im Test

Viele Fotografen haben tausende alter Dias, die sie gerne digitalisieren möchten. Mit dem Dia-Scanner ProScan 10T von Reflecta können Sie alte Dias wiederherstellen und sichern. Wir haben den Reflecta ProScan 10T getestet.

Reflecta ProScan 10T

© Reflecta

Reflecta ProScan 10T

Mit dem ProScan 10T hat reflecta einen Scanner für Dias und Negative mit einer optischen Nennauflösung von 10.000 dpi bei einem Dichteumfang von 3,9 Dmax im Programm. Der Dia-Scanner verarbeitet Scanvorlagen bis zu einer Größe von 24,3 mm * 36,5 mm. Damit eignet sich der ProScan 10T für Kleinbilddias und Negative, nicht aber für das Mittelformat. Mitgeliefert werden Halterungen für Filme (6 Kleinbild-Negative) und Dias (3 Kleinbild-Dias).

Die Stromversorgung erfolgt via Rechner über eine USB-2.0 Schnittstelle. Das Scan-Programm Cyberview X und das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop Elements 12 für PC- und Mac-Betriebssysteme gehören zum Lieferumfang. Die Installation war problemlos möglich. Die wesentlichen Werkzeuge finden sich auf der Oberfläche. Für eine professionelle Scan-Software fehlen eine selektive Farbkorrektur ebenso wie die Möglichkeit, den Weiß-Schwarz-Punkt zu setzen.

Reflecta ProScan 10T

© Reflecta

Scan-Software Cyberview X: Übersichtlich gehalten ist die Programmoberfläche. Professionelle Details wie Weiß- Schwarz-Punkt oder eine selek- tive Farbkorrektur fehlen.

Das Thema ICC-Farbmanagment wird insgesamt nicht ausreichend unterstützt. Ein Indiz dafür ist die gemessene Farbabweichung von 12,5 Delta E. Ebenso gibt es keinen Batch-Modus, kein Entrastern oder Schärfefilter. Der  Dia-Scanner arbeitet mit einem Farb-CCD-Sensor. Sehr nützlich ist ein zusätzlicher Infrarot-Scan, mit dem Unebenheiten erkannt werden. Die werden dann mit dem hauseigenen Verfahren"Magic Touch" entfernt.

Reflecta ProScan 10T

© Reflecta

Deutliche erkennbar sind bei dunkeln Vorlagen auftretende Streulichtprobleme.
Reflecta ProScan 10T

© Reflecta

Bei unterbelichteten Dias enthält das Ergebnis einen nicht korrigierbaren Rot-Stich.

Mit einer Zeit von etwas mehr als 2 min für voll aufgelöste Scans lassen sich größere Mengen in einem angemessenen Zeitrahmen scannen. Der  Dia-Scanner erreichte effektiv nur 2739 dpi Auflösung. Damit gelingen aber brauchbare DIN-A4-Drucke. Der Dynamikumfang mit 2,94 Dichten lässt zu wünschen übrig. Dafür kann der ProScan unterbelichtete Dias über die Belichtungszeit gegensteuern und Dichten bis zu 4,8 reproduzieren.

Bei dunklen Vorlagen sind allerdings Streulichtprobleme aufgetreten und bei unterbelichteten Dias dauert der Scanvorgang auffällig lange mit einem Rot-Stich, der sich selbst mit der "Auto Balance"-Funktion nicht korrigieren ließ. Ebenso ist die Ausgabegröße nicht wählbar, und kein zufriedenstellendes Ergebnis konnte die Funktion "Mehrfach-Belichtung" erzielen.

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Fazit

Im Bundle mit Photoshop Elements 12 bietet der  Dia-Scanner Reflecta PT10 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Extrapunkte gibt es für die überzeugende Staubentfernung. Zu den Schwachstellen gehören niedriger Dynamikumfang, Streulichtprobleme und Farbabweichungen bei dunklen Vorlagen bzw. unterbelichteten Dias. Insbesondere wäre eine ausgereiftere Software mit sauberer Farbkorrektur wünschenswert.

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