Testbericht

Ratgeber für alte Rechner

Bei vielen von uns werkeln noch alte, stromhungrige Rechenknechte. Keine 150 Euro muss man heute ausgeben, um aus einer alten Rechen-Gurke einen flotten Arbeits-PC zu basteln. Aber lohnt sich ein Upgrade bei den alten Kisten überhaupt noch? Oder kauft man besser gleich einen billigen Office-PC und spart sich die Bastelarbeit? Wir haben es ausprobiert.

Hardware: Aus Alt wird Neu - Upgrade-Ratgeber

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Hardware: Aus Alt wird Neu - Upgrade-Ratgeber

Bei vielen von uns werkeln noch alte, stromhungrige Rechenknechte. Keine 150 Euro muss man heute ausgeben, um aus einer alten Rechen-Gurke einen flotten Arbeits-PC zu basteln. Aber lohnt sich ein Upgrade bei den alten Kisten überhaupt noch? Oder kauft man besser gleich einen billigen Office-PC und spart sich die Bastelarbeit? Wir haben es ausprobiert.

Echte Kerle lieben ihre Hardware. Auch wenn sie noch so verstaubt ist. Da wird nichts weggeschmissen, was irgendwie noch läuft. Der alte P4 mit drei Gigahertz läuft doch noch prima? Für Office, Internet und als P2P-Saug-Sklave reicht so einer doch noch allemal, oder? Oder sollte man doch ehrlich sein und zugeben, dass die Flut an Programmen und Internet-Sicherheit-Tools betagte Rechner zu lahmen Krücken gemacht haben? Ein Blick auf die Energiebilanz alter PCs macht es noch schwieriger, eine Lanze für sie zu brechen.Unterm Strich ist klar: Die Kisten sind langsam, das Arbeiten macht keinen Spaß, an Spielfreude ist nicht einmal im Traum zu denken und Stromfresser sind sie obendrein. Also, Schluss damit! Zwei Alternativen bieten sich an. Entweder man rettet Teile des alten Systems und erneuert nur die wesentlichen Kernkomponenten. Oder aber, man entsorgt den Alten zugunsten eines Neukaufs komplett. Wer beispielsweise noch größere PATA-Festplatten oder einen jüngeren DVD-Brenner hat, will diese Komponenten nicht unbedingt dem Sondermüll zuführen und überlegt daher völlig legitim, diese zu erhalten.

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AMD Athlon XP 2000+

Die geringen Preise für Prozessoren, Mainboards und Speicher sind ein zusätzlicher Anreiz, ein System aufzurüsten. Über eines sollte aber Klarheit herrschen: Das Ziel eines solchen Upgrades kann nicht sein, einen Rechner für alles, also auch fürs Spielvergnügen zu erschaffen. Es kann nur darum gehen, einen Arbeits-PC zu bauen, der Office- undund Internet-Aufgaben schneller bewältigt. Wer aktuelle Spiele nutzen will, muss deutlich mehr ausgeben, als die angepeilten 150 bis 200 Euro. Wir zeigen anhand eines Intel- und eines AMD-Systems Lösungswege auf, weisen auf die Vor- undund Nachteile hin und helfen Ihnen, Fehler zu vermeiden.

Bastelorgie oder Bestellarie?

Altes Athlon-System

AMD Athlon XP 2000+

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Die Probanden

Zwei "altertümliche" PCs aufzutreiben, die irgendwo noch ihren Dienst tun, war geradezu erschreckend einfach. Genauer gesagt: Als das "Upgrade-Projekt" ins Leben trat, wurden uns lahme Rechenkisten quasi hinterher geworfen - jeder wollte seinen Rechner aufwerten lassen. Das Thema scheint ziemlich akut. Wir haben ein System mit Intel Pentium 4 Prozessor und drei Gigahertz Rechenleistung und ein System mit einem AMD Athlon 2000+ Prozessor ausgewählt.

Beide CPUs arbeiten mit einem Rechenkern und beide Systeme sind mit je einer ATI Radeon 9600 Grafikkarte bestückt, arbeiten also nicht mit Onboard-Grafikchips, so wie unsere Upgrade-Kits und die bestellten PCs. Von "One" (www.one.de) haben wir uns einen Rechner mit AMD Athlon 64 4800+ X2 Prozessor besorgt (Preis: 199 Euro) und von CLS (www.cls-shop.de) wurde uns ein Office-PC mit Intel E2180 Dual Core Prozessor (Preis: 239 Euro) geliefert.

Upgrade-Kit versus Billig-PC

Heute bekommt man PC-Systeme bei Internetversendern bereits ab rund 150 Euro, die für Internet und Office-Arbeiten ausreichende Leistung bieten. Die für diesen Test ausgewählten Rechner entsprechen ziemlich genau unseren Upgrade-Vorstellungen, so dass ein direkter Leistungsvergleich vertretbar ist.

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Upgrade-Kit (Athlon)

Ein Komplett- Rechner erspart einem viel Bastelei. Auf Wunsch bekommt man ein vorinstalliertes Betriebssystem und der gelieferte PC ist voll funktionstüchtig - mit Festplatte, DVD-Brenner, Gehäuse und Netzteil. Beim CLS-System ist im Preis von 239 Euro ein Kartenleser, eine Maus und eine Tastatur inbegriffen. Passende Windows-Betriebssysteme kosten allerdings zwischen 74 und 88 Euro extra; sind dann aber schon vorinstalliert. Bei so günstigen Preisen scheint die Frage berechtigt, warum man sich überhaupt mit Einzelkomponenten herumschlagen sollte.

Bietet der alte PC günstige Upgrade-Voraussetzungen, dann kommt man preislich deutlich unter 200 Euro. Mainboard, zwei Gigabyte Speicher und eine Intel "E2180-Boxed-CPU" müssen nicht mehr als 120 Euro kosten. Eine SATA-Festplatte mit 250 GByte von Western Digital haben wir online für unter 35 Euro gesichtet. Rechnet man allerdings noch Gehäuse und Netzteil mit ein, dann wird es schwierig, die Billig-PCs aus dem Direktmarkt deutlich zu schlagen.

Bastelorgie oder Bestellarie?

Upgrade-KitAMD
für "Altes Athlon-System"
126 Euro
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Wer keine besonderen Ansprüche an seine Hardware stellt, fährt also mit einem gekauften PC nicht unbedingt schlecht. Wer allerdings Wert auf besondere Features oder eine Vorliebe für spezielle Hersteller hegt, wird mit dem Fertig-PC nicht unbedingt glücklich sein. Was in einer solchen Kiste drinsteckt, ist meist nicht exakt festgelegt. OEM-Mainboards sind ebenso variabel wie Festplatten oder optische Laufwerke. Um einen günstigen Preispunkt zu treffen, verbauen die Hersteller eben das, was der Markt gerade günstig hergibt.

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