Testbericht

RAID-Controller: Doppelt und vierfach

Neben dem 1200A ließen wir uns auch dessen großen Bruder mit der Bezeichnung 2400A schicken. Groß ist in diesem Fall nicht nur metaphorisch gemeint: Mit über 30 Zentimetern Länge nimmt der Controller das gesamte Gehäuse der Länge nach ein. Auf der Platine befinden sich vier IDE-Anschlüsse, die sich an vier getrennten Kanälen befinden. Pro Kanal kann aber nur ein Laufwerk angeschlossen werden, so dass auch hier vier Festplatten das Maximum darstellen. Entsprechende IDE-Kabel mit nur einem Anschluss sind im Lieferumfang enthalten.

RAID-Controller: Doppelt und vierfach

© Testlabor Printredaktionen

RAID-Controller: Doppelt und vierfach

Im Gegensatz zu den anderen Controllern aus dem Testfeld unterstützt der 2400A nicht nur die RAID-Modi 0, 1 und 0+1, sondern auch den RAID-Level 5. Eine weitere Besonderheit ist der 32 MByte große Cache, der als Modul auf dem Controller aufgesteckt ist.

Auch der 2400A erreichte uns als Kit. Neben den vier Kabeln und einem dicken Handbuch, das gleich für mehrere Controller (unter anderem SCSI-Versionen) gilt, liegt dem Paket eine CD-ROM mit diversen Treibern bei. Diese unterstützen neben Windows 98, ME, NT und 2000 auch SCO Unix, Linux, Novell Netware und Free BSD. Vielleicht ist es die Vielzahl der unterstützten Betriebssysteme, die Adaptec daran gehindert hat, die Treiber auch auf Diskette beizulegen. Leider liegen die Treiber auch auf CD nicht in einem ins-tallationsfähigen Format vor. Zumindest wer den Controller in einem Windows-System installieren möchte, muss den Rechner erst mit der CD-ROM hochfahren. Dort werden eine Minimalversion von Linux und eine Anwendung gestartet, mit deren Hilfe sich Treiberdisketten bequem erstellen lassen.

Im Test funktionierte das Erstellen dieser Diskette zwar noch einwandfrei, dennoch haperte es mit der Installation: Unter Windows 98 SE erlebten wir während des Installierens der Treiber mehrfach schwere Ausnahmefehler. Das Tauschen des PCI-Steckplatzes, um einen anderen IRQ (Interrupt Request) zu erhalten, brachte nichts.

Im Windows-2000-Testsystem ließ sich der Controller zwar installieren, allerdings zeigte er hier nur eine mäßige Performance. Egal, ob mit einer Platte oder mehreren in einem RAID-0-Verbund, wir erhielten immer die gleichen schlechten Transferraten. Zu einem RAID-5-Verbund zusammengeschlossen brach die Leistung völlig ein. Sogar das in Windows integrierte Soft-RAID war da noch schneller. Auf Anfrage erklärte ein Spezialist von Adaptec, beide Fehler hingen höchstwahrscheinlich damit zusammen, dass der Adapter die Interrupt-Leitung nicht allein nutzen könne.

Dass ausgerechnet eine bekannte Marke wie Adaptec keine Treiber beilegt, die Interrupt-Sharing unterstützen, verwunderte uns. Um sicher zu gehen deaktivierten wir den ACPI-Modus von Windows 2000 und wiesen dem Adapter einen eigenen, ungeteilten Interrupt zu. Das Ergebnis änderte sich dadurch aber nicht. Wir werden der Sache auf den Grund gehen. Im gegenwärtigen Zustand ist der Adaptec-Controller eine Katastrophe. Dass eine Karte mit einem System nicht zusammenarbeiten will, kann vorkommen, muss aber die absolute Ausnahme sein. In unserem Fall sind zu viele Schwierigkeiten aufgetreten, um darüber hinwegsehen zu können.

http://www.adaptec.com

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