Testbericht

PSB Image-Set im Test

Paul Barton, Firmengründer von PSB, macht seit 35 Jahren sogenannte Blindtests, um den Einflussparametern des Klangs auf die Spur zu kommen. Verhilft das dem Image-Set zu einem besseren Sound?

PSB Image-Set im Test

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

PSB Image-Set im Test

Pro

  • dynamische Spielart
  • mit mächtigem Tiefstbassgehalt

Contra

  • leicht analytische Abstimmung

PSB, gegründet von Paul und Sue Barton, ist vermutlich hierzulande nicht sehr bekannt. Doch in seiner Heimat in Kanada gehört Paul Barton zu den angesehensten Lautsprecher-Entwicklern des Landes. Der Ingenieur, Geigenvirtuose und Forscher hat es vor allem auf die Interaktion von Lautsprechern, Hörraum und Hörer abgesehen.

Unzählige wissenschaftlich durchgeführte sogenannte Doppel-Blindtests, bei denen die Hörjury nicht sieht, was sie hört, bieten eine Datenbank respektive ein Wissen, das die Einflussparameter des wahrgenommenen Klangs beschreibt. Mit diesem Wissen baut Barton Lautsprecher. So auch die Image-Serie: Boxen, die viel Klang für wenig Geld bieten sollen.

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Das Image-Set ist mit 3.600 Euro das günstigste im Vergleich und bietet doch alles, was in dieser Preisklasse obligat ist. Einzig am Finish wurde gespart - Echtholzfurnier sucht man vergebens, dafür gibt es täuschend echte Vinylfolien in Kirsche und Esche-Schwarz.

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Die 25 Millimeter große Titankalotte ist extrem steif, allerdings auch relativ schwer, was diePartialschwingungen unterhalb 20 Kilohertz verschiebt.…

Ausgefeilte Sandwich-Technik

Doch gespart wurde bei den Lautsprechern nicht wirklich, das meiste Geld steckt nämlich in der Technik. So setzt Barton auf Sandwich-Membranen aus harter Keramik und weichem, absorbierenden Polypropylen für den Tief- und Mitteltonbereich sowie auf Titan für die Höhen. Zwei 16er-Tieftöner, ein 13er-Mitteltöner und eine 25 Millimeter große Kalotte sind in den Standboxen verbaut.

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Zwei große Bassreflex-Öffnungen vermeiden etwaige Strömungsgeräusche. Im Center schwingen zwei 13er-Tief-/Mitteltöner parallel, was die horizontale Abstrahlung der Mitten ein wenig einengt. Der 30er-Tieftöner im Subwoofer wird bei Bedarf von 425 Watt eines digitalen Verstärkers befeuert.

Im Paket klingt diese geballte Technik zweifelsohne dynamisch, analytisch und zudem tiefstbassstark. Diese Attribute machen sich vor allem im Heimkino-Betrieb bezahlt, wenn etwa im Action-Klassiker "The Dark Knight" Maschinepistolen-Salven die Schalterhalle durchkreuzen oder der Schulbus in selbige einfährt.

Im Stereo-Modus überzeugten die präzise Mittenabbildung und die saubere Tonalität. Nur die leicht aufdringliche Abstimmung wirkte bei präsenten Aufnahmen etwas zu analytisch.

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