Apple Server für kleine Firmen

Praxistest Mac Mini Server OS X 10.6

Als Firma einen eigenen Server aufsetzen, auch wenn man nur wenig Ahnung hat? Apple verspricht mit dem Mac Mini Server genau das: ein kleines, leises, stromsparendes Gerät, dass Server für Dateien, Mail, Kalender, Adressen, Backup, Wiki, Blog und vieles mehr spielt.

  1. Praxistest Mac Mini Server OS X 10.6
  2. Automatische Server-Installation
  3. Komfort - aber nur für Macs
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© Apple

Kleiner Server, alles drin.

Apple hat Mac Mini Server seit letztem Jahr im Angebot. Dabei kombiniert der Hersteller aus dem kalifornischen Cupertino zwei Komponenten, die er schon länger anbietet: Einen modifizierten Mac Mini als Hardware und seine Server-Variante Mac OS X 10.6 Server. Die Software ist vorinstalliert und nach dem ersten Start fragt der Server die wichtigsten Grundinformationen im Dialog ab. 

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© Apple

Der Apple Mac Mini Server - kam größer als eine DVD

Das Schwierige an einem Home-Server ist nicht, das richtige Software-Paket zu schnüren und auf eine Hardware zu hieven. Das beherrschen eine Menge Firmen - Linux-Server gibt es wie Sand am Meer. Auch Microsoft hat mit seinem Windows Home Server ein passendes Paket im Angebot. Das schwierige dabei ist, den Server so einzustellen, dass alles geht (Mail, Kalender, Adressbücher, Webzugriff, Dateizugriff), auch vom Internet aus, die Firewall richtig einzustellen, aber ohne die Sicherheit einzuschränken. Das ist eine Kunst, die selbst IT-Experten immer wieder fordert. 

Die Hardware des Mac Mini Servers

Mit der Hardware hat sich Apple schon auf den ersten Blick Mühe gemacht. Der neue Mac Mini Server ist wie schon die anderen Alu-Mac-Modelle aus dem Vollen gefräst. Das gibt dem Gehäuse nicht nur Stabilität, es ist auch unempfindlich gegen Schläge oder Kratzer. Der Boden lässt sich einfach abschrauben, um den Speicher bis auf 8 GByte aufzurüsten. Standardmäßig liefert Apple den Server mit 4 GByte RAM aus. An die Festplatten kommt man dagegen nur schwer. Dazu müsste man das Innenleben komplett ausbauen - was mit handwerklichem Geschick geht. Eingebaut sind jeweils zwei 500-GByte-Festplatten. Diese sind im Auslieferungszustand nicht als RAID eingerichtet. Das lässt sich natürlich ändern, erfordert aber eine Neuinstallation. 

Ebenfalls gelungen ist das ins Gehäuse eingebaute Netzteil . Dadurch ist die Aluminiumhülle zwar etwas größer in der Fläche als der bisherige Mac Mini, aber auch deutlich flacher. Das Netzteil arbeitet offensichtlich sehr effizient: Wenn der Server gerade nichts tut (was kleine Server ja meistens tun), verbraucht das Gerät 11 Watt. Es wird auf der Oberseite keine 30 Grad warm. Damit kann man den Server auch 24 Stunde und 7 Tage die Woche laufen lassen, ohne Angst um seine Stromrechnung zu haben (die Stromkosten dafür belaufen sich auf ca. 15 bis 20 Euro im Jahr).

Weitere Besonderheiten sind die HDMI-Schnittstelle für den Anschluss eines Monitors (zusätzlich zum Displaylink -Anschluss) und eine SDXC-Cardslot , der bootfähig ist. Das ist gerade zu Installations- und Wartungszwecken praktisch, wenngleich man natürlich auch von einem USB-Stick booten kann, wenn dieser richtig vorbereitet ist. 

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