Testbericht

Praxistest: eyetv mobile - Fernsehen per DVB-T am iPad 2

Fernsehen auf dem iPad - nix neues? Doch! Wer keine Internetverbindung hat oder kein Geld für Zattoo oder andere Dienste ausgeben möchte, kann seit kurzem zu eyetv mobile von Elgato greifen. Der Mini-Adapter wird einfach an den Dock-Anschluss angesteckt und macht das iPad 2 zum Fernseher.

Praxistest: eyetv mobile - Fernsehen per DVB-T am iPad 2

© Elgato

Anstecken, App starten, Fernsehen - ganz ohne Internetzugang

Die Installation des Adapters ist sehr einfach: Anstecken, App laden, App starten, Sendersuchlauf anstoßen (dauert ca. 1 Minute) und dann geht es schon los - wenn der Empfang ausreichend stark ist. Der erste Durchlauf mit Stummel-Antenne im Büro führte zu 0 gefundenen Sendern. Glücklicherweise liefert Elgato eine zweite Antenne mit besserer Empfindlichkeit, langem Kabel und Saugnapf mit aus. Schon waren 24 Sender gefunden.

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Fernsehen auf dem iPad - nix neues? Doch! Wer keine Internetverbindung hat oder kein Geld für Zattoo oder andere Dienste ausgeben möchte, kann seit…

Die kostenlose App liefert ein übersichtliches EPG, dass sich bei der Anzeige selbst über DBV-T aktualisiert. Ein Internet-Zugang ist dafür nicht nötig, aber auch nicht möglich. Die DVB-Infos müssen reichen, eine Anbindung an einen anderen Anbieter gibt es nicht.

Wechselt man auf "Live-Fernsehen" erhält man eine Liste der Sender. Bei jedem Sender steht der Name der aktuell laufenden und der kommenden Sendung. Einmal angetippt wechselt die App zum Live-Bild in voller Display-Größe. Die aktuelle Sendung lässt sich mit der Pause-Taste anhalten und über den roten Knopf auch aufnehmen. Einmal getätigte Aufnahmen kann man später unter "Film-Archiv" noch mal anschauen oder löschen. Der Time-Shift-Puffer lässt sich in der Größe einstellen. Default sind 100 MByte, was für knapp 4 Minuten reicht. Maximal sind 2 GByte drin, was für 75 Minuten halten soll. Für Aufnahmen gibt es keine Größen-Beschränkung (hier ist die Speichergröße des iPads wohl die Grenze). Aufnahmen lassen sich allerdings nicht im Voraus programmieren. Man kann nur aufnehmen, was man gerade sieht.

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© WEKA

Das übersichtliche EPG speist sich aus den Daten des DVB-T-Signals

Auf einem iPad 2 und dem neuen iPhone 4S läuft das Live-Bild ruckelfrei (bei gutem DVB-T-Empfang). Adapter und App funktionieren auch an einem iPad 1, iPhone 4, 3Gs und iPod 4G. Allerdings haben die Prozessoren dieser älteren iOS-Geräte nicht genügend Leistung. Das Fernsehbild ruckelt deutlich - nur der Ton läuft durch. Wahrscheinlich steht deswegen auf der Produktverpackung "Fernsehen live am iPad 2".

So schnuckelig klein der Adapter ist, so unglücklich ist das Thema "Stromversorgung" gelöst: Im DVB-Adapter ist ein Akku verbaut, der eigenständig geladen werden muss. Apple lässt seine iOS-Geräte am Dock-Anschluss so wenig Strom liefern, dass das wohl nicht anders lösbar war. So kann es passieren, dass der Akku im EyeTV mobile leer ist, wenn man schauen möchte. Das lässt sich noch einfach beheben, weil man ein USB-Lade-Kabel (gehört zum Lieferumfang) auch im Betrieb anstecken kann. Das iPad selbst lässt sich bei angestecktem Fernseh-Modul aber nicht laden, da der Dock-Anschluss nicht durchgeschleift ist. Fehlt dem iPad Akkusaft, gibt es kein Fernsehen. Laut Hersteller Elgato sollen bei vollgeladenen Akkus acht Stunden Dauerfernsehen drin sein (haben wir nicht getestet).

Fazit:

Wer sich nicht am Preis von fast 100 Euro stört, bekommt eine einfache, super zu bedienende, gute Fernseh-Lösung fürs iPad 2. EPG und Bild können überzeugen. Der Adapter selbst ist praktisch klein. Die Stummelantenne dürfte in größeren Gebäuden aber oft nicht ausreichen und ein USB-Ladegerät sollte immer in Reichweite sein.

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