Testbericht

Powerline-Adapter im Test

Musik, Videos und Bilder lassen sich dank moderner Hausvernetzung von Raum zu Raum versenden. Welche Technik die schnellste und zuverlässigste Übertragung liefert und was man dafür braucht, erfahren Sie in diesem Bericht.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

© Michael Holzhey

Hardware: Powerline-Adapter im Test

Musik, Videos und Bilder lassen sich dank moderner Hausvernetzung von Raum zu Raum versenden. Welche Technik die schnellste und zuverlässigste Übertragung liefert und was man dafür braucht, erfahren Sie in diesem Bericht.

Der Trend geht zum Zweit- und Dritt-PC. Schon jetzt sind Haushalte mit mehr als nur einem Rechner in der Überzahl. Was liegt da näher, als die Computer miteinander zu vernetzen, um Bilder und Dokumente einfach und schnell von einem zum anderen zu übertragen und nebenher gemeinsam über eine ISDN-oder DSL-Verbindung zu surfen?

Hardware: Powerline-Adapter im Test

© Michael Holzhey

Devolo dLAN 200 AVeasy kit

Ist dieser Entschluss einmal gefasst, steht man meist vor einem kleinen Problem: Welche Technik eignet sich am besten für das zu vernetzende Haus und welche bietet die beste und zuverlässigste Übertragung? Zurzeit existieren drei brauchbare Lösungen: Wireless LAN, Homeplug/Powerline und die Vernetzung über das gute alte Kabel. Dank dieser unterschiedlichen Techniken lässt sich für jeden Anwendungsfall ein passendes Netzwerk finden. Doch zuerst muss die Entscheidung getroffen werden, welche von den dreien eingesetzt werden soll. Alle Techniken haben ihre Vor- und Nachteile.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

Testprofil

\n DevolodLAN 200 Aveasy kit
www.devolo.de
120 Euro

Powerline-Adapter

Weitere Details

92 Prozent

Fazit:Der Devolo-Adapter ist sehr einfach zu bedienen und bietet zudem eine gute Performance und gute Software. Durch Homeplug AV ist er kompatibel zu den meisten Adaptern im Test.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
befriedigend

WLAN

Kein Kabelsalat, kein Strippenziehen, kaum Installation - WLAN öffnet allerorten den Zugang zum lokalen Netz und auch zum Internet. Jedoch sind Gefahren, Risiken und Probleme die Kehrseite der Medaille. Die Rechner per 802.11x Wireless-LAN zu vernetzen ist, heutzutage eine oft angewandte Lösung.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

© Michael Holzhey

Netgear XAVB101

Das erste und wohl größte Manko von WLAN ist die Verschlüsselung. Die richtige Konfiguration ist im Hinblick auf Abhörsicherheit entscheidend. Sollten Sie sich für WLAN-Technik entscheiden und selbst konfigurieren, machen Sie sich unbedingt mit dem Thema vertraut (siehe rechter Kasten). Bei unsicherer Konfiguration können Fremde leicht ins Netz eindringen. Die Funklösung hat noch einen weiteren Nachteil: Es kann nicht garantiert werden, dass die Funksignale vom Erdgeschoss bis in den zweiten Stock reichen.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

Testprofil

\n NetgearXAVB101
www.netgear.de
129 Euro

Powerline-Adapter

Weitere Details

91 Prozent

Fazit:Robustes Gehäuse, einfache Inbetriebnahme, Verschlüsseln per Knopfdruck, hohe Reichweite und eine gute Leistung zu einem fairen Preis.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
befriedigend

Die größtmögliche Entfernung von 802.11g/11b beträgt im Freien etwa 200 Meter - in Wohnungen lassen sich kaum mehr als 40 Meter überbrücken. Wände, Fußböden und Möbel behindern je nach Beschaffenheit den Empfang mehr oder weniger. So durchdringt der Funk einfache Wände problemlos; Stahlbetonwände oder Rigipswände können dagegen das Netz lahm legen (Feuchtigkeit blockiert). Meistens sind WLAN-Sender nur mit einfachen, leistungsschwachen Rundstrahlantennen ausgestattet, die nur wenige Meter überbrücken.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

© Michael Holzhey

Zyxel PLA-400 v2

Der Großteil der Energie wird kreisförmig in der horizontalen Ebene abgestrahlt. Wenn die Antennen senkrecht stehen, ist eine drahtlose Verbindung von einem Stockwerk zum anderen Glückssache. Wenn Sie also vertikal senden möchten, richten Sie die Antennen so, dass sie in 90 Grad zum Client stehen. Damit eine optimale Abdeckung möglich ist, sollten Sie den Access Point/WLAN-Router so hoch wie möglich aufstellen. Zudem sollte der Sender so weit wie möglich von DECT-Telefon, Fernseher oder Mikrowellenofen stehen.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

Testprofil

\n ZyxelPLA-400 v2
www.zyxel.de
150 Euro

Powerline-Adapter

Weitere Details

89 Prozent

Fazit:Die Zyxel-Adapter lassen sich sehr einfach bedienen und bieten zudem eine gute Performance. Die Utility-Software ist sehr übersichtlich gestaltet. Allerdings sind die Adapter etwas teuer.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
ausreichend

Eine weitere Möglichkeit, die Reichweite zu erhöhen, ist eine stärkere Antenne. Leider ist der Anschluss von externen Antennen nicht bei jedem WLAN-Gerät möglich - achten Sie daher schon beim Kauf darauf. Sollte die Verbindung nach dem Aufrüsten immer noch zu niedrig sein, können Sie einen WLAN-Repeater erwerben. Der verstärkt das Signal eines WLANs. Eine Verbindung über zwei Stockwerke können sie alternativ auch mit einem Homeplug-System überwinden.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

© Michael Holzhey

Level One PLI-2030

Übrigens: Bei manchen Routern lässt sich per BIOS-Einstellung die Sende-Leistung erhöhen, aber den zusätzlichen Distanzgewinn bekommt man gesünder und vor allem legal mit stärkeren Antennen hin. Beim WLAN-Vernetzen im Haus und über einzelne Etagen gilt die Regel: Je kürzer die Strecke, umso besser.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

Testprofil

\n Level OnePLI-2030
www.level1.com
114 Euro

Powerline-Adapter

Weitere Details

89 Prozent

Fazit:Level one verpasst den Adaptern ein ansprechendes Design und an Performance mangelt es auch nicht. Sogar der Preis überzeugt.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
befriedigend

Homeplug/Powerline

Wireless-LANs haben sich mittlerweile von der Nischenlösung zur Mainstream-Anwendung gemausert. Jeder kennt die Technik und fast jeder Computernutzer hat sie. Ohne lästige Kabel ist diese Art der Kommunikation sehr flexibel und dank des baldigen Standards 802.11n sehr schnell. Doch selbst mit 802.11n stößt das drahtlose Netzwerk schon nach wenigen Metern oder einigen Wänden an seine Grenzen. Während man im Freien mit einem Access Point eine große Fläche abdecken kann, reicht es im Haus nur für zirka 40 Meter - danach ist das Signal zu schwach für größere Datenübertragungen. Powerline, oder auch Homeplug genannt, eliminiert genau dieses Problem.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

© Michael Holzhey

Siemens Gigaset HomePlug AV 200

Anstatt Daten über Funk zu übertragen, werden sie durch das bestehende 230-Volt-Stromnetz gesendet. Der Vorteil: Man kann ohne Probleme und ohne größeren Geschwindigkeitsverlust über Stockwerke hinweg ein Netzwerk aufbauen und Daten austauschen. Da die Preise für die neue Adaptergeneration (200 MBit Brutto-Datendurchsatz) momentan purzeln, werden diese nun eine richtige Alternative zu WLAN. Leider sind die angegebenen 200 MBit/s ein rein theoretischer Wert ohne Overhead- und Übertragungsverluste. In der Praxis liegen die Datenraten weit unter 200 MBit/s und erreichen je nach Technik zirka 39 bis 50 MBit/s. Für die Verlängerung des DSL- Anschlusses in jeden Raum auf allen Stockwerken eines Gebäudes ist dies allerdings völlig ausreichend. Sobald man große Datenmengen bewegt, sind diese Datenraten aber nicht mehr ausreichend.

Hardware: Powerline-Adapter im Test

Testprofil

\n SiemensGigaset HOmePlug AV 200
www.siemens.de
149 Euro

Powerline-Adapter

Weitere Details

88 Prozent

Fazit:Die Siemens-Adapter kommen komplett ohne Software und lassen sich nur mittels Knopfdruck am Adapter konfigurieren. Die Gehäuse sind sehr robust, jedoch teuer.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
ausreichend

Ob das Netzwerkkabel die bessere Alternative ist, steht auf Seite 2...

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