55-Zoll-TV

Philips 55PFL8007K im Test

Mit der 8000er-Serie bietet Philips seinen Kunden auf den ersten Blick alles, was das Herz begehrt: guten Klang, edles Design und ein Display, das mit 800 Hz arbeitet. Was steckt wirklich dahinter?

Philips 55PFL8007K

© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller

Philips 55PFL8007K

Pro

  • intelligente Steuerung
  • Ambilight
  • ansprechendes Smart-TV-Portal

Contra

  • Helligkeitsverlust bei 3D-Wiedergabe
  • Bewegungsdarstellung

Nur Philips bietet seinen Kunden Ambilight und damit ein optisches Highlight in Sachen TV-Geräte. Die 67 Leuchtdioden am Rande des Gehäuses erleuchten den Raum um sich herum und werten das Gerät und dessen Inszenierung damit auf. Unter dem Einstellungspunkt Ambilight kann man wählen, ob sich dieses dynamisch mit dem Bildinhalt verändern soll oder nicht.

Auch sonst gehört der Philips zu den schönsten Fernsehern im Vergleich: Der sehr schmale Rahmen in schwarzem Hochglanz und der elegante Standfuß runden den perfekten Auftritt des 55-Zöllers ab. Die reine Bildfläche ist wegen des extrem schmalen Rahmens ein paar Millimeter größer als bei der Konkurrenz.

Praxis: Optimale Einstellungen für Philips-TVs

Neben dem Gerät verlangt auch die Bedienung nach einem zweiten und genaueren Blick. Ist man sonst die typischen schwarzen Fernbedienungen gewohnt, kommt Philips hier nicht nur mit einer grauen Variante, sondern auch mit wendbarer Tastatur daher. 

Neue Software-Version löst alte Probleme

Das Navigieren im Smart-TV-Portal oder die Eingabe von Web-Adressen im Browser wird damit enorm erleichtert: Durch das Wenden der Fernbedienung hat der Nutzer eine Art Computertastatur vor sich liegen. Doch nicht jedes Modell von Philips lässt sich gleichermaßen flüssig bedienen. Daher empfiehlt der Hersteller derzeit, das neuste Software-Update durchzuführen.

Bildergalerie

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Die einzelnen Programme werden zwar nicht nach Alphabet oder Anbieter sortiert, doch die Icons erleichtern den schnellen Überblick und geben eine…

Erst mit der aktuellen Version 000.150.048.014 des Herstellers werden solche Bedienungsprobleme wie das lange Warten auf das Ein-bzw. Ausschalten weitgehend behoben. Wichtig ist hier, dass das TV-Gerät danach auch komplett neu eingerichtet, also zurückgesetzt wird. Zwar ist dies aufwendig, und auch die gespeicherten Kanäle gehen dabei verloren, doch laut Philips ist dies die einzige Möglichkeit, den Flashspeicher komplett zu löschen und damit mehr Stabilität und Geschwindigkeit zu erreichen. 

Perfekte Abstimmung

Nach der Erstinstallation des Philips 55PFL8007K gewöhnt sich der Anwender schnell an die Handhabung. Der präsente Home-Button auf der Fernbedienung führt in eine Art "Quick-Menü". Hier werden Bild- und Toneinstellungen angeboten, bevor man tiefer ins Menü und die Einstellungsmöglichkeiten vordringt.

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Für Bastler ist dies möglicherweise eine schöne Option, doch eigentlich braucht der 55-Zöller von Philips in Sachen Einstellung nur wenig Feinschliff. Der Bildmodus des Herstellers fiel in unserem Test mit natürlichen und brillanten Farben auf, die perfekt an die optimalen Bedingungen angepasst waren. Auch der Gammawert ließ keine Feinjustierung zu - mit nur 1,6 Prozent Abweichung von der Idealkurve erfüllt der Hersteller die Vorgaben genauestens. 

Ist die Farbtemperatur auf "warm" eingestellt, trifft der Hersteller auch die 6.500 Kelvin Optimaleinstellung fast genau. Bei Bewegungen und Schwenks reagiert der Philips nicht ganz so gekonnt. Vor allem bei dunklen Bildinhalten sind Artefakte sichtbar, was bei näherem Betrachten vor allem dem geschulten Auge auffällt.

Alles in allem bietet Philips hier - auch trotz Helligkeitsverlust in der 3D-Darstellung und nicht ganz perfekter Bewegungsdarstellung - ein brillantes Bild, das sich nicht verstecken muss. Die mitgelieferten Shutterbrillen sind auch über eine längere Zeit angenehm, ohne den 3D-Genuss zu beeinträchtigen.

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Die Sender sortiert der 55-Zöller ohne erkennbare Struktur. Dagegen ist das Anzeigen der Senderliste mit einzelnen Senderlogos schön gemacht und verleiht einen schnellen Überblick. Zum Glück bietet Philips hier eine Art Suche an. Damit kann über die wendbare Tastatur ein Sender gesucht und danach gleich als Favorit gespeichert werden: So lassen sich im nächsten Schritt alle bevorzugten Sender einfach finden. 

Mit Mauszeiger navigieren

Generell erleichtert die Fernbedienung einem das Leben im smarten TV-Portal enorm. Hinzu kommt seit dem Software-Update auch die neuartige Pointing-Funktion. Dabei agiert die Fernbedienung wie der Controller der Spielkonsole Wii. Ein runder Mauszeiger erlaubt durch die Bewegung der Fernbedienung das Navigieren in den einzelnen Menüpunkten.

Zwar ist die Anwendung nicht immer ganz einfach - so sind vor allem im Smart-TV-Portal die kleinen Navigationspunkte schwer zu erreichen -, doch in gewissen Situationen erleichtert Philips damit auch das Scrollen von links nach rechts oder von oben nach unten. Zudem zeigt der Hersteller damit erneut, dass er Wert auf eine einfache Bedienung und viel Verbraucherkomfort legt.

Verbesserter Sound aus dem Fuß

Der Sound kommt beim 55-Zöller nicht wie bei anderen Herstellern vom Display, vielmehr verbirgt sich die Technik in seinem massiven Standfuß. Dadurch wirken die Bässe ausgewogen. Die Höhen sind ebenfalls angenehm vertreten und lassen andere TV-Geräte in Sachen Ton schnell alt aussehen. Zwar lässt sich selbst mit dieser Lösung ein zusätzliches Soundsystem für den perfekten Surround-Sound nicht ersetzen, doch der Klang des 55-Zöllers wirkt satter und weniger blechern als bei vielen anderen Fernsehgeräten auf dem Markt.

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