RAW-Konverter

Phase One Capture One Pro 7.2 im Test

Capture One Pro ist für Windows und Mac erhältlich und kostet 114 Euro. Wir haben den RAW-Konverter im Test.

Phase One Capture One Pro 7.2 im Test

© Phase One

Phase One Capture One Pro 7.2 im Test

Capture One Pro ist für Windows und Mac erhältlich und kostet 114 Euro - preislich also im oberen Drittel des Testfelds angesiedelt. Inzwischen bringt Capture One eine brauchbare Bildverwaltung mit. Aufgrund zahlreicher Symbole wirkt die Oberfläche zunächst etwas unübersichtlich. Phase One verteilt die Funktionen auf insgesamt vier Menüs.

Die Werkzeugleiste befindet sich am linken Rand und ist in 12 Kategorien unterteilt - von "Bibliothek" über "Aufnehmen" bis hin zu "Metadaten", "Ausgabe" und "Stapel". Hinter "Aufnahme" verbirgt sich eine Fernsteuerungsfunktion, die besonders für Studiofotografen mit professionellen Kameras Vorteile bringt. Alle anderen Anwender importieren ihre Fotos auf dem Weg über Speicherkarte oder angeschlossener Kamera. Wie die meisten Konkurrenten setzt Capture One auf verlustfreie Korrekturen, die in einer Datenbank abgelegt werden. Metadaten liest und schreibt das Programm im IPTC, EXIF und dem IPTC-Nachfolger XMP.

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Rauschen im Detail: Beim Entrauschen zeigt Capture One gute Details. Nur sehr feines, nicht störendes Rauschen bleibt übrig.

Auch das Durchsuchen nach Metadaten in der Datenbank ist kein Problem. Bei der Bearbeitung bleiben kaum Wünsche offen, lediglich rote Augen müssen Anwender über selektive Korrekturmasken händisch entfernen. Praktisch: Objektivprofile zur optischen Korrektur gibt's nicht mehr nur für hochpreisige Zeiss-Objektive, sondern auch für Objektive vieler Herstellern. Tamron fehlt allerdings noch, und auch Kompaktkameras sind nur wenige mit Profilen vertreten. Ist kein Profil vorhanden, erlaubt Capture One die manuelle Korrektur.

Farbsäume korrigiert die Software für alle Objektive nach kurzer Analyse des Bildes. Die Farbkorrektur erledigen Anwender mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Farbkreis oder mit dem Farbeditor. Besonders gut gefallen hat die Korrektur von Hauttönen. Farbrauschen verschwindet bei den Testbildern komplett, und auch die Details bleiben sehr gut erhalten. Beim ISO-3200-Bild bleibt neben dem feinkörnigen Rauschen ein etwas fleckiger Eindruck.

Insgesamt aber eine sehr gute Leistung. Leistungstechnisch ist Capture One beim Export mit 5 min und 29 s etwas schneller als die meisten Probanden. Dafür dauert der Bildwechsel mit 1,3 s auf dem Testsystem etwas länger, wenngleich sich das nicht störend bemerkbar macht. Die Programmladezeit ist mit 11,6 s zwar nicht schnell, aber in Ordnung.

Fazit

Capture One Pro 7 bietet einen vollständigen Werkzeugkasten und nach einniger Einarbeitungszeit ein gutes Bedienkonzept. Leistungsfähigkeit und Qualität der RAW-Entwicklung überzeugen.

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