Bridgekamera

Pentax XG-1 im Test

Im Test holt die Pentax XG-1 mit ihrem 52-fach Zoom auch weit entfernte Dinge formatfüllend aufs Bild - und das für einen Straßenpreis unter 300 Euro. Wo liegt der Kompromiss?

  1. Pentax XG-1 im Test
  2. Datenblatt
Pentax XG-1 im Test

© Pentax

Pentax XG-1 im Test

Pro

  • sehr großer Brennweitenbereich
  • gutes Bedienkonzept
  • elektronischer Sucher
  • günstiger Preis

Contra

  • sehr langsamer Autofokus im Tele
  • sehr mäßiges Display

Mit 120 x 89 x 102 mm ist die Pentax XG1 nicht groß für eine Bridgekamera. 570 Gramm wiegt sie dennoch. Dadurch ist sie sehr gut zu halten, ein gut geformter Griff an der rechten Kameraseite macht es möglich. Auch weitere Teile der Kameraoberfläche sind ähnlich "gummiert" wie der Handgriff.

Alle Tasten, bis auf die versenkte Videotaste, ragen geringfügig aus der Kameraoberfläche heraus. So sind sie noch mit der Fingerkuppe zu betätigen. Kontakthub und Druckpunkte der Tasten sind gut, die Kennzeichnung aller Bedienelemente ist deutlich. Das gut rastende Moduswahlrad an der Kameraoberseite zeigt schon mal, was die Kamera zu bieten hat. Da sind Programm- Zeit- und Blendenautomatik, Manuell, Automatik, Eigene Einstellung und vier weitere Modi wählbar.

Je nach der Einstellung am Modusrad gestaltet sich dann ein Menü, welches auf Tastendruck angezeigt wird. An der letzten Menüposition gibt es eine Querverbindung zu weiteren Systemeinstellungen. Die gesamte Menüstruktur ist einfach und überschaubar, die Anzahl der möglichen Einstellungen wird kaum jemanden verwirren. Bildfolge, ISO und Belichtungskorrektur haben eigene Tasten für direkten Zugriff.

Pentax XG-1 von hinten

© Pentax

Pentax XG-1 von hinten

Das 3-Zoll-Display hat 153.333 RGB-Bildpunkte, das ist OK und dem günstigen Preis der Kamera angemessen. Die Wiedergabe am Monitor ist in Ordnung, bei schräger Monitorbetrachtung verändern sich jedoch Farbe und Helligkeit des Displays. Dann ist der eingebaute Sucher eine Hilfe. Er hat zwar nur 66.666 Bildpunkte und ist deswegen auch nicht knackig scharf, Text und Symbole sind aber noch gut zu erkennen. Der Sucher hat keinen Dioptrienausgleich, was die Verwendbarkeit für Fehlsichtige reduziert.

Ein Brennweitenbereich von 24 bis 1248 mm (KB) ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Die Lichtstärke beginnt bei 2,8 und liegt bei 1248 mmm immer noch bei dafür guten 5,6. Ein gut funktionierender Bildstabilisator oder das klassische Stativ (besser plus das klassische Stativ) sind unverzichtbar bei solch extrem langen Tüten. Werden im Menü Blitzfunktionen aktiviert, springt der Blitz automatisch aus dem Kasten. Ein eigenes Bedienelement für das Blitzausklappen gibt es nicht. Fünf Blitzoptionen stehen zur Verfügung, nach Gebrauch wird der Blitz von Hand wieder im Gehäuse geparkt.

Pentax XG-1 von oben

© Pentax

Pentax XG-1 von oben

Die Bildqualität bietet das, was man von einem kleinen (1 / 2,3 Zoll) 16-MP-Sensor erwartet: Hausmannskost. Die Abstimmung ist eher kontrastarm gehalten, was den Bildern einen luftigen und leicht weichgezeichneten Eindruck verleiht. Viel besser als zu knackig. Als baren Hohn empfinden wir dagegen die Botschaft "Schnelligkeit, wenn es darauf ankommt" auf der Website. 0,29s im Weitwinkel sind ja durchaus respektabel, aber 2,48s im Tele sind auch durch die große Brennweite nicht zu entschuldigen - bestenfalls zu erklären.

Fazit: Eine günstige Bridgekamera mit 52-fachem Brennweitenbereich. Wer viel Kamera fürs Geld sucht, wird hier fündig.

Pentax XG-1

HerstellerPentax
Preis300.00 €
Wertung50.5 Punkte

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