Testbericht

Pentax Optio W60

Das Konzept der Pentax W60 mit Tauchfähigkeit, Weitwinkeloptik und Makroaufnahmen aus unmittelbarer Nähe überzeugt. Für die Bildqualität gilt dies hingegen nicht: Gleich zwei schlecht zentrierte Modelle weisen auf Fertigungsprobleme zumindestens beim Produktionsstart hin.

  1. Pentax Optio W60
  2. Datenblatt
Pentax Optio W60 front

© Archiv

Pentax Optio W60 front

Die W60 eignet sich für Tauchgänge bis 4 m Tiefe und soll extremer Hitze und Kälte standhalten. Dabei gehört die 260-Euro-Kamera mit ihren 144 g zu den leichteren Vertretern ihrer Art und verfügt über ein innenliegendes 5-fach-Zoomobjektiv mit weitwinkliger Anfangsbrennweite (28 mm äquivalent Kleinbild). Sie nimmt Makroaufnahmen ab 1 cm Distanz auf, bietet Regler für Schärfe, Kontrast sowie Sättigung und ermöglicht manuelles Fokussieren. Allerdings zeigt sie während der Aufnahme weder Histogramm und Gitterlinien noch Parameter wie den ISO-Wert, Weißabgleich oder die Auflösung an.

Das kompakte Gehäuse liegt gut in der Hand, und alle Bedienelemente lassen sich mit dem rechten Daumen bequem erreichen. Der Fotograf kann über die grüne Funktionstaste direkt auf vier Parameter zugreifen, wobei er selbst entscheiden kann, welche das sein sollen. Der Autofokus funktioniert zuverlässig. Das Menü öffnet allerdings immer mit der ersten Seite und springt nicht automatisch zur zuletzt genutzten Funktion. Das 2,5-Zoll-Display rauscht bei schwachem Umgebungslicht stark, und die Vorschau sieht im Vergleich zum Foto deutlich heller aus.

Pentax Optio W60 Rückseite

© Archiv

Taucherkamera: Die W60 hält bis 4 m Tiefe unter Wasser dicht. Sie bietet eine weitwinklige Anfangsbrennweite und ermöglicht

Bildqualität und Tempo: Im Messlabor und in den Testbildern zeigen sich einige Schwächen: Der Visual Noise nimmt bei zunehmender Empfindlichkeit von 2,2 (ISO 100) auf 4,2 VN (ISO 400) zu  - der schlechteste Wert dieses Testfelds. Die Auflösung sackt von maximal 1129 LP/BH in der Bildmitte auf unter 800 LP/BH an den Ecken und bei ISO 400 ab. Das innenliegende, weitwinklige Objektiv fordert seinen Tribut: Wir stellten eine Verzeichnung um bis zu 1,4 Prozent und eine Randabschattung um eine volle Blende fest. Das Objektiv unseres Testgeräts war zudem dezentriert. Dadurch wiesen die Fotos im Weitwinkel am rechten, im Tele am linken Bildrand deutlich sichtbare Unschärfen auf. Eine zweite uns vorliegende W60 hatte übrigens ein ähnliches Problem. Außerdem dauert es fast eine Sekunde, bis die W60 fokussiert und auslöst - unabhängig von der Brennweite.

Auflösungsdiagramm Pentax Optio W60

© Archiv

Pentax Optio W60

HerstellerPentax
Preis190.00 €
Wertung50.5 Punkte
Testverfahren1.4

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