KAMERATEST

Pentax Optio RZ18

Das leichte Kunststoffgehäuse der Optio RZ18 weist darauf hin, dass Pentax den kompakten Megazoomer offensichtlich an den Anforderungen von Einsteigern und Gelegenheitsnutzern orientiert hat

  1. Pentax Optio RZ18
  2. Datenblatt
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© Pentax

Huch - ist das erste Gefühl, wenn man die Kamera in die Hand nimmt. Bei dieser Größe erwartet man intuitiv ein höheres Gewicht. Schlimm? Nun, eine Kamera muss nicht aus Edelstahl gefertigt werden um solide zu sein. Aber die Optio RZ18 fühlt sich doch sehr nach Kunststoffgehäuse an und vermittelt kaum das Gefühl von Stabilität und Robustheit. Dafür hat man weniger zu schleppen, nicht mal 200 Gramm bringt sie auf die Waage. Erhältlich ist sie in drei verschiedenen Farben.

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© Pentax

Die Bedienelemente an der Kamerarückseite sind von ordentlicher Qualität und haben deutlich definierte Druckpunkten. Auch die Kennzeichnung der Bedienelemente ist gut. Ein Ärgernis ist dagegen der Auslöser an der Kameraoberseite. Die Auslöser an den meisten Kompaktkameras - und wir testen viele - haben zwei Positionen. Leichtes Niederdrücken startet den Messvorgang für Schärfe und Belichtung. Wird der Auslöser ganz durchgedrückt, löst die Kamera aus. Bei unserem Testgerät wird nach leichtem Niederdrücken des Auslösers zwar vernünftig gemessen und eingestellt, der Druckpunkt für das Auslösen ist aber sehr schwergängig und man muss sehr fest drücken. Mit der Folge, dass die Aufnahmen schneller verwackeln können.Pentax hat die Optio RZ18 mit einem Infrarot-Empfänger ausgestattet, so kann sie mit einer optional erhältlichen Pentax-Fernbedienung gesteuert werden. Das Menu ist verständlich, übersichtlich und einfach. Gut gefällt uns die Möglichkeit, ausgewählte Funktionen direkt im Schnellzugriff zu verändern. Die Bedienung ist durch eine Vollautomatik und 24 Motivprogramme charakterisiert, dazu eine gute Auswahl an Effektfiltern. Manuelle Belichtungseinstellungen gibt es nicht. Videos zeichnet die Optio RZ18 in HD-Qualität mit bis zu 1.280 x 720 Pixeln Auflösung auf, und die Gesichtserkennung soll laut Pentax jetzt bis zu 32 Gesichter aus verschiedenen Winkeln identifizieren und auch bei Hunden oder Katzen funktionieren. Wau.Der Brennweitenbereich von 25 bis 450 mm ist mehr als ausreichend. Soll noch mehr Motiv aufs Foto, kann die Optio RZ18 zwei Aufnahmen zu einer kombinieren, was dem Bildwinkel eines 19-Millimeter-Weitwinkels entspricht. Die Konstruktion besteht aus 12 Linsenelementen in 11 Gruppen und besitzt eine maximale Lichtstärke von F3,5 in der Weitwinkel- und F5,9 in der 450-mm-Telestellung. Ein Stativ ist bei dieser Brennweite bestimmt kein Luxus.Bei der Bildqualität wechseln Licht und Schatten. Bei ISO100 sind alle Messwerte im grünen Bereich (Auflösung 1598 LP/BH Mitte, 1204 LP /BH Ecken, DL 1029, Kurtosis 1,2), trotzdem wirken die Gesichter in unserer Testaufnahme seltsam verwaschen und leblos. Ab ISO800 wird das Rauschen vor allem in den dunklen Grautönen dramatisch und von Stufe zu Stufe schlechter. Es ist eine müßige Frage, ob es bei der Qualität der ISO3200-Aufnahmen noch einer ISO6400-Einstellung bedürft hätte. Hätte es nicht, aber man muss sie ja nicht nutzen. Punkten kann die Kamera dagegen wieder beim Dynamikumfang: Fast 10 Blenden bei ISO 100 und 400 sind gut und helfen in der Praxis bei hohen Kontrasten.Fazit: Die Pentax Optio RZ18 ist eine Kamera mit riesigem Brennweitenbereich, aber auch deutlichen Schwachstellen bei der Bildqualität. Angesichts der guten Ausstattung kann man trotzdem von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.

Pentax Optio RZ 18

HerstellerPentax
Preis180.00 €
Wertung41.0 Punkte
Testverfahren1.6

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