Testbericht

Pentax Optio H90

  1. Pentax Optio H90
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Pentax Optio H-90

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Pentax Optio H-90

Klare Formen sollen bei der "kompakten Mittelklasse"-Kamera Optio H90 symbolisieren, dass hier "die Konzentration auf das Wesentliche im Vordergrund" steht, so schreibt Pentax auf seiner Website. Das Design fällt aus der Reihe, folgt nicht der aktuellen Mode, sondern wirkt beinahe ein wenig nostalgisch - vor allem in der schwarz- und silberfarbenen Variante. Etwas stylischer die Ausführung in Orange/Silber und in Weiß/Silber. Technisch hält sich die Erste der neuen Pentax-H-Serie an die aktuellen Trends, bietet beispielsweise neben dem weitwinkligen 5-fach-Zoom (28 bis 140 mm KB-äquivalent) einen 1/2,3-Zoll-Sensor mit 12 Megapixeln und nimmt Videos mit 1280 x 720 Pixeln bei 30 B/s im AVI-Motion-JPEG-Format auf.

Da bei einer Kamera für 150 Euro ein gewisser Sparzwang herrscht, verzichtet Pentax auf den mechanischen Bildstabilisator, legt dafür aber einen Lithium-Ionen-Akku bei. Auch die derzeit üblichen Automatikfunktionen sind mit an Bord, von der Lächel-, Blinzel- bis zur Gesichtserkennung, die 32 Personen auf ein Mal erfassen kann. Wie in dieser Kameraklasse üblich hat die H90 keine manuellen Modi, in denen der Fotograf Blende und Belichtungszeit selbst bestimmen kann. Immerhin ermöglicht sie im Gegensatz zu anderen, teils auch teureren Konkurrentinnen das manuelle Fokussieren - ein unter Umständen entscheidendes Detail, zumal der Autofokus im Test bei schwachem Umgebungslicht nur jedes zweite Mal richtig scharf stellte. Sehr gut dagegen das AF-Tempo und dementsprechend die kurze Auslöseverzögerung: 0,13 s im Weitwinkel, das schaffen nur wenige Kompaktkameras.

Der Bedienkomfort gewinnt durch die grüne Funktionstaste, die sich mit einem häufig benötigten Aufnahmeparameter belegen lässt. Zoom und Lupenansicht reagieren schnell. Außerdem stimmt die Helligkeit der 2,7-Zoll-Vorschau auch bei Dunkelheit recht gut mit der Aufnahme überein. Allerdings wird durch die dann nötige Signalverstärkung deutliches Farbrauschen sichtbar. Die Verwacklungswarnung kam bei uns im Weitwinkel etwas frühzeitig ab 1/100 s Belichtungszeit. Das Menü besteht aus einer dreiseitigen Scroll-Liste.

Bildqualität: Die Pentax H90 löst im Weitwinkel und bei ISO 100 ordentlich auf (1033 bis 1394 LP/BH). Im Tele sinken die Werte auf 949 bis 1004 LP/BH, bei ISO 400 auf noch immer passable 1256 bis 844 LP/BH. Dazu kommt ein relativ schwaches Bildrauschen (1,9 VN bei ISO 400), das allerdings mit einem starken Texturverlust verbunden ist (Kurtosis 2,2 bei ISO 400). Die Verzeichnung bleibt mit höchstens 0,1 Prozent gering. Dagegen ist die Randabschattung mit 1,2 Blenden im Weitwinkel ausgeprägt, und die chromatische Aberration führt zu 1 bis 1,1 Pixel breiten Farbsäumen.

Fazit: Eine günstige, leichte (131 g) und optisch ausgefallene Mittelklassekamera. Bei ISO 400 leidet die Detaildarstellung unter dem internen Rauschfilter. Insgesamt sammelt die Pentax H90 trotzdem 61,5 Gesamtpunkte und liegt damit über dem Kompaktkameradurchschnitt.

Pentax Optio H90

HerstellerPentax
Preis150.00 €
Wertung61.5 Punkte
Testverfahren1.5

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