Lesertest

Pentax K-x - Die Kleine

Die Pentax K-x ist klein, leicht, handlich und für das, was sie leistet, günstig - da sind sich viele ihrer Besitzer und ColorFoto-Leser einig. Auch die Bildqualität bei niedrigen Empfindlichkeiten trifft auf breite Zustimmung. Ungeachtet dessen waren die Lesertester dieses Mal besonders streng und haben so manche Verbesserungsvorschläge.

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Im fünften ColorFoto-Lesertest steht die Pentax K-x zur Diskussion: Insgesamt 106 Leser urteilen über Gehäuse, Bedienung, Sucher und Display, über Belichtungsmessung, Weißabgleich, Autofokus und die Bildqualität bei vier ISO-Einstellungen. Für die im Testkatalog genannten Kriterien waren Punkte zu vergeben. Mehr noch als durch diese Wertungen entsteht jedoch durch die vielen ausführlichen Kommentare ein detailreiches, aussagekräftiges Bild vom Leistungsumfang der Pentax K-x, von ihren Vor- und Nachteilen.

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© Pentax K-x

Bedienung, Ausstattung und BildqualitätIn diesem Lesertest hatte es die Pentax K-x mit einigen besonders strengen Testern zu tun, die zwar nicht mit lobenden Kommentaren, dafür umso mehr mit Punkten sparten. So würdigt zwar die Mehrzahl der Teilnehmer im Freitextbereich ausdrücklich das kompakte Gehäuse der K-x als Vorteil. Dennoch erhält die Einsteiger-SLR für ihr vergleichsweise geringes Betriebsgewicht von 630 g im Durchschnitt gerade einmal 7,58 Punkte. Die hohe Standardabweichung (2,31) spricht dabei für ein ungewöhnlich breit gestreutes Punkteniveau. Zum Vergleich: Die Nikon-Anwender honorierten die 700 g der D90 mit 8,68 Punkten und setzten insgesamt eine einheitlichere Messlatte an (Abweichung 1,21).

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Die besten Bewertungen erreicht die K-x bei der Bildqualität bis ISO 400. Vor allem mit Textur und Schärfe scheinen die Tester hoch zufrieden und vergeben in diesen Disziplinen bei ISO 100 über 8, bei ISO 400 noch immer 7,8 Punkte. Farbwiedergabe und Rauschverhalten sind ihnen kaum weniger Punkte wert. Schlusslicht in der Kategorie: die Dynamik, die auch bei höheren Empfindlichkeiten als Schwachstelle gesehen wird. Ab ISO 800 sinkt der Grad der Zufriedenheit deutlich, was insbesondere auf den verstärkten Visual Noise zurückgeht - allerdings scheiden sich gerade hier die Geister (erhöhte Standardabweichung von mehr als 2,5). 

Das vergleichsweise kleine SLR-Sucherbild mit einer effektiven Vergrößerung von 0,54 strafen die Tester mit 7,0 Punkten ab. Für die Erkennbarkeit der Informationen im Sucher und die Eignung für Brillenträger gibt es gar nur 6,77 Punkte. Was das 2,7-Zoll-Display betrifft, belohnen die Anwender die Anzeige der wichtigsten Informationen zum Bild (7,81). Schlechter ist es jedoch um die Lesbarkeit der Anzeige im direkten Sonnenlicht (6,08) und die Monitorauflösung (6,96) bestellt. In den Kategorien "Bedienung" und "Menü" kommen insbesondere die gute Erreichbarkeit der wichtigsten Funktionen und die sichere, schnelle Einstellung des gewünschten Werts gut an (7,73). Dass die K-x statt mit beigelegtem Akku mit vier NiMh-Zellen arbeitet, wirkt sich jedoch negativ auf die Bewertung aus (6,13). Ordentlich hingegen die komfortable Belichtungskorrektur (7,5) und die konstanten Ergebnisse des Weißabgleichs (7,48).

Der Autofokus punktet mit Genauigkeit und Tempo, bekommt aber für seine Fähigkeiten bei schwachem Umgebungslicht und beim Verfolgen bewegter Objekte allenfalls mittelmäßige Noten (6,54/6,69). Der eingebaute mechanische Bildstabilisator wird mit 7,35, die Bedienungsanleitung mit 7,77 Punkten anerkannt - ein respektables Ergebnis, berücksichtigt man das vergleichsweise strenge Bewertungsverhalten. In den Kommentaren wissen die Pentax-Tester trotzdem viel Gutes über die K-x zu berichten.

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Testkommentare: Lob und Tadel im ÜberblickDer Fragebogen enthält neben einem Bewertungsraster für Bedienung, Ausstattung und Bildqualität auch Textfelder für persönliche Kommentare des Testers. Wir haben die aussagekräftigsten Beiträge für Sie herausgefiltert.

Plus

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"Die Ausstattung ist für den Preis wirklich hervorragend: Spiegelvorauslösung, Abblendtaste (über die grüne Taste), Kreuzsensoren ect.", so Tester Matthias Janusch und findet in Günter Steiner einen zumindest in dieser Hinsicht Gleichgesinnten. Auch für Tobias Moroder und Philip Schwartz war das gute Preis-Leistungsverhältnis das schlagende Kaufargument. Manuel Glatzle fügt dem noch einen weiteren Aspekt hinzu: Die K-x sei klein und leicht, schreibt er und vertritt damit ebenfalls eine unter der Testerschaft weit verbreitete Meinung. Werner Manecke bezeichnet die K-x als "sehr kompakte Kamera mit guter Bildqualität", was Dr. Ralf Brüning mit "top Abbildungsleistung auch bei hoher Empfindlichkeit" und Günter Steiner mit dem Hinweis auf "schöne Farben, geringes Rauschen" präzisieren. 

Für die Handhabung gibt es ebenso umfangreiches Lob: "Hervorzuheben ist zum einen die sehr gute Bedienbarkeit im direkten Vergleich zu anderen DSLRs und zum anderen die programmierbare grüne Taste", erklärt Robin Lambrecht, relativiert die anerkennenden Worte jedoch kurz darauf: "Die programmierbare grüne Taste lässt sich nur nach den vorgegebenen Kriterien programmieren." Trotzdem: Die grüne Taste gefällt - auch Hary Schneider und Matthias Janusch, der in diesem Zusammenhang den schnellen Direktzugriff auf die wichtigsten Funktionen herausstreicht. Er ist es auch, der zugibt. "Zunächst hatte ich den Eindruck, dass es sich eher um einen "Plastikbomber" handelt.

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Doch letztlich war gerade er von der robusten und hochwertigen Verarbeitung überzeugt. "Alles sitzt, die Knöpfe sind gut bedienbar, haben einen ordentlichen Druckpunkt und scheinen auch noch nach einiger Benutzung ohne Einschränkungen intakt zu sein." Manuel Glatzle findet die ISO-Prioritätsvorwahl "eine geniale Idee", Burger lobt die Sensorreinigung, die sehr gut funktioniere, Robert Queck die "recht gute Integration älterer Pentax-Objektive". Einige Tester können selbst dem Verzicht auf den Akku im Lieferumfang etwas Positives abgewinnen. Das erhöhe die Mobilität, meint Robin Lambrecht, und weist darauf hin, dass es sehr leistungsstarke, wieder aufladbare Batterien gäbe, welche günstig in der Anschaffung seien und sehr hohe Kapazitäten hätten: "Eine Woche Dauereinsatz inklusive HD-Videos war in meinem Fall möglich." Er weiß auch die Bearbeitungsmöglichkeiten zu schätzen. "HDRs sind durch die integrierte Funktion sehr einfach zu handhaben", so Lambrecht, "allerdings beansprucht die Bearbeitung teils sehr viel Zeit."MinusWährend bei den Vorteilen viele Tester die gleichen Ansichten vertreten, ergibt sich bei den Nachteilen ein differenzierteres Gesamtbild mit vielen Einzelmeinungen. Tobia Moroder moniert etwa, die Batterieanzeige sei nicht immer korrekt. Sie schalte manchmal nach dem Batteriewechsel nicht sofort ein. Günter Steiner vermisst die Gehäuseabdichtung, Dr. Ralf Brüning die RAW-Taste und die Möglichkeit, die Shake-Reduktion auszuschalten. Er findet zudem, "die fehlende Anzeige des AF-Punktes im Sucher ist an der falschen Stelle gespart." Er steht damit nicht alleine. "Dass der AF-Punkt im Sucher nicht aufleuchtet", ist auch für Dmitriy Schaposchnikov ein sehr großer Nachteil.

Matthias Janusch kritisiert das Kunststoff-Bajonett des Kit-Objektivs, Manuel Glatzle die geringe Display-Auflösung und den trägen Live-View. Wenn sie sich etwas für ihre Pentax K-x wünschen könnten, würden Wolfgang Forst und Hary Schneider ein Schwenk-Display wählen. Werner Manecke will ein weiteres Einstellrad und ein Gewinde für den Drahtauslöser, Paul Thalgott einen besseren Bildstabilisator, Robin Lambrecht eine höhere Auflösung und eine Full-HD-Funktion inklusive Mikrofonanschluss für bessere Tonqualität. Schließlich schlägt Robert Queck vor, die Farbauswahl zu reduzieren. Seines Erachtens schadet das Angebot einer roten, einer navy-blauen und einer weißen Variante nebst klassischem Schwarz "dem seriösen Image der Kamera". Michael Ebnicher schlägt in die gleiche Kerbe: "Von mir aus benötigt es nur eine Farbe: Schwarz." In gewissen Punkten unterscheiden sich eben die Geschmäcker, in Japan kommen die bunten Kameras wohl besser an.

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Den ColorFoto-Test der Pentax K-x finden Sie hier .

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