Testbericht

Pentax K-r - Im RAW-Test

Die Pentax K-r liegt preislich etwas über Canons Einsteiger-SLR, der EOS 1100D. Wie die bietet sie einen Aufnahmesensor im APS-C-Format mit 12 Megapixeln.

  1. Pentax K-r - Im RAW-Test
  2. Datenblatt
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© Pentax

Doch verzichtet Pentax auf ein Sensorreinigungssystem. Das Gehäuse der K-r ist robust, obwohl nicht spritzwassergeschützt, hat einen Edelstahlrahmen, einen Polykarbonat-Mantel und einen gummierten, ausgeformten Griff. Zur Ausstattung gehören ein optischer Sucher mit 96 % Bildfeldabdeckung und 0,54x effektiver Vergrößerung, ein integierter Blitz mit Leitzahl 9, ein hochauflösendes 3-Zoll-Display (307 000 RGB-Pixel) und als Besonderheit ein mechanischer Bildstabilisator. Videos nimmt die K-r nicht in Full-HD-, sondern maximal in HD-Ready-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln, 26 Vollbildern/s und Monoton auf.

Den 11-Punkt-Phasen-AF (9 Kreuzsensoren) kann sie auch im Live-View nutzen, muss dann jedoch den Spiegel zum Scharfstellen zurückklappen, was Zeit kostet und kurzzeitig die Vorschau am Monitor verhindert. Wen das stört, der verwendet besser den Kontrast-AF, auf Wunsch mit Gesichtserkennung. Im Sucherbetrieb liegt die Aus-löseverzögerung inklusive Phasen-AF bei 0,42 (3000 Lux) und 0,61 s (30 Lux).

BildqualitätWährend die meisten Kameras mit RAW schlechtere DL-Werte erzielen als mit JPEG, ist bei der K-r genau das Gegenteil der Fall. Vor allem bei höheren Empfindlichkeiten weisen die Messergebnisse auf eine vergleichsweise gute Wiedergabe farbiger, unregelmäßiger Strukturen hin (RAW: 852 bis 556 LP/BH; JPEG: 789 bis 280 LP/BH). Die Auflösung lässt sich durch Verwenden des RAW-Formats ebenfalls anheben, allerdings nur recht moderat auf maximal 1466 LP/BH - da schaffen die meisten Konkurrentinnen in diesem Testfeld mehr. Dass auch die Textur erheblich besser abschneidet, scheint angesichts der schonenderen RAW-Signalverarbeitung logisch (0,2 bis 0,3 statt 0,4 bis 2,4). Ungewöhnlich aber ist, dass auch die Dynamik und das Rauschverhalten zum Teil dazugewinnen: So kann die K-r mit JPEG maximal 9,0, mit RAW aber 10,0 Blenden Objektkontrast darstellen und bleibt mit einem Visual Noise von 0,4/0,7/0,9/1,3 zumindest bis ISO 1600 merklich unter dem JPEG-Rauschen (0,8/1,1/1,1/1,4). 

Download: Tabelle

Fazit: Kaum eine andere Kamera kann die Leistungen im RAW-Test gegenüber JPEG so umfassend steigern wie die K-r. Die Auf-lösung ist relativ gering, doch das Verhältnis zwischen Texturverlust, Rauschen und Dynamik bei niedrigen ISO-Werten umso besser. Positiv werten wir auch den integrierten Bildstabilisator. Schade, dass die K-r Videos nur mit HD-Ready-Auflösung aufnehmen kann.

Den JPEG-basierten test der Pentax K-r finden Sie hier .

www.pentax.de

Pentax K-r RAW

HerstellerPentax
Preis450.00 €
Wertung48.0 Punkte
Testverfahren1.6

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