Digitale Fotografie - Test & Praxis
Testbericht

Pentax K-m

Sechs von sieben Modellen dieses Testfelds sind 10-Megapixel-Kameras - so auch die Pentax K-m für 350 Euro. Zusammen mit der Olympus E-420 besitzt die Pentax K-m das zierlichste Gehäuse im Konkurrenzvergleich. Noch mehr als die Olympus gefällt die Pentax allerdings durch ihre Griffigkeit, weil die Beschichtung am Handgriff besonders rau ausgefallen ist. Im Oberflächenfinish ähnelt die Pentax den Nikon-Modellen: Man denkt an Magnesium, obwohl das Gehäuse aus Kunststoff besteht. Ein ins Gehäuse eingebauter Bildstabilisator wertet die Ausstattung auf.

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© Archiv

Der Pentaspiegelsucher der K-m ist der größte im Testfeld. Das Gesichtsfeld beträgt 96 %, die effektive Vergrößerung 0,54x. Einen Wert über 0,50 erreichen sonst nur noch die Alpha 200 (0,53) und die Nikon-Modelle (0,51). Beim Autofokus setzt Pentax auf 5 AF-Sensoren, zwei weniger als bei der EOS 1000D; bei allen fünf handelt es sich aber um Kreuzsensoren. Die Einschaltverzögerung beträgt 0,4 s, die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit 0,31/0,55 s bei 3000/30 Lux. Ein wesentlicher Unterschied zur Konkurrenz besteht darin, dass die Pentax K-m ihre Energie aus vier Mignon-Zellen (AA) bezieht und nicht aus einem Lithium-Ionen-Akku wie heute üblich. Intelligentes Energiemanagement macht's möglich, dass auch mit vier NiMh-Zellen an die 1000 Bilder pro Akkuladung möglich sind. In diesem Punkt kommt der Kamera hilfreich entgegen, dass keine stromfressende Live-View-Funktion an Bord ist. Stattdessen wird der 2,7- Zoll-Monitor ausschließlich zur Bildwiedergabe und Anzeige aufnahmerelevanter Daten genutzt.

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Das hat heute schon Seltenheitswert - vier Mignon-Akkus als Stromquelle anstelle eines Lithium-Ionen-Blocks.

Im Aufnahmemodus zeigt der Bildschirm die nötigen Informationen schön groß und übersichtlich an, dem "klassischen" Anzeigemodus bei der Nikon D60 vergleichbar. Direkt verändern lassen sich in diesem Fenster jedoch nur Basiseinstellungen wie Zeit, Blende oder Belichtungskorrektur. Die Tasten des 4-Wege-Schalters sind mehrfach belegt und können im Aufnahmemodus für Direktzugriffe auf verschiedene Einstellmenüs genutzt werden, darunter Weißabgleich, ISO, Blitz und Aufnahmeart (Einzel-/Serienbild, Selbstauslöser, Fernbedienung).

Das Menü ist reichhaltig bestückt und bietet mit 21 Individualfunktionen sogar noch zwei mehr als die nicht eben ärmlich ausgestattete D60. Anders als bei D60 oder EOS 1000D kann man aber keine vereinfachte oder individualisierte Menüvariante wählen. Was zudem nervt: Verlässt man das Menü, um es erneut aufzurufen, kann man nie am gleichen Punkt weitermachen. Wie einige Konkurrentinnen bietet die Pentax K-m verschiedene Bildstile zur Wahl, die sich in den Parametern Schärfe, Kontrast, Farbsättigung und Farbton verändern lassen. Zudem kann man verschiedene Einstellungen an einem Vorschaubild testen. Neben einem zuschaltbaren Kontrastausgleich, wie man ihn auch bei Nikon oder Canon findet, stellt die Kamera verschiedene Digitalfilter für die Aufnahme bereit, deren Wirkung man ebenfalls an Vorschaubildern testen kann, darunter Weichzeichnung, Hochkontrast-, Retro- oder Sternfilter. Auch ein RAW-Konverter ist an Bord.

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Der RAW-Konverter bietet elementare Einstellmöglichkeiten beim Verarbeiten von RAWs zu JPEGs.

Bildqualität: Die Grenzauflösung beträgt bei der Pentax K-m 1097 LP/BH bei ISO 100 und fällt bei ISO 400 auf 1058 LP/BH ab, um dann wieder anzusteigen. Der Texturverlust ist mit maximal 0,5 sehr gering. Die Kamera rauscht stärker als die Konkurrenz und erreicht mit VN 5,0 bei ISO 1600 einen ziemlich mäßigen Wert. Andererseits lässt das zurückhaltende Rauschfilter kaum Details unter den Tisch fallen. Was bei der Dynamik auffällt: Bei ISO 100 bringt die Kamera 9,5 Blenden, rutscht bei ISO 400 aber um zwei Blenden ab. Bei der Farbgenauigkeit erreicht die Pentax mit 6,3 DeltaE den besten Messwert.

Detaillierte Testergebnisse - Pentax K-m

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