DSLR

Pentax K-50 im Test

Pentax bleibt mit der K-50 seiner klassischen SLR-Linie treu. Die neue Pentax K-50 tritt leicht verbessert als robuste Outdoor-Kamera die Nachfolge der K-30 an.

  1. Pentax K-50 im Test
  2. Datenblatt
Pentax K-50 Test - Review DLSR

© Pentax

Pentax K-50 Test - Review DLSR
EUR 211,90

Pro

  • wetterfestes Gehäuse
  • sehr gute Menüführung
  • hohe Dynamik

Contra

  • langsamer Autofokus
65,0%
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EUR 211,90

Pro

  • wetterfestes Gehäuse
  • sehr gute Menüführung
  • hohe Dynamik

Contra

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65,0%

Die neue Pentax K-50 folgt auf die K-30 (Test), leicht verbessert mit neuem Prozessor und in einem wetterfesten Gehäuse. Das mit Kunststoff überzogene Edelstahlgehäuse ist wie gehabt mit 81 Dichtungen gegen Staub und Feuchtigkeit gewappnet sowie für Frosttemperaturen von bis zu -10 Grad C ausgelegt. Auch der Sensor der K-30 wurde übernommen, der jetzt aber zusammen mit dem neuen Prime-M-Bildprozessor seinen Dienst verrichten darf. 

Die Pentax K-50 bietet 16 Megapixel Nennauflösung und arbeitet mit einem APS-C-Sensor (Faktor 1,5x) und optischem Glasprismensucher. Das Gehäuse mit dem markanten Handgriff liegt trotz des recht stattlichen Gewichts von knapp 600 g gut in der Hand. 

Die Pentax K-50 ist zum Preis von rund 650 Euro in diversen Farbkombinationen zu haben, das Kit mit dem Standardzoom smc DA L 3,5-5,6/18-55 mm AL WR kostet 700 Euro und ein Doppel-Kit zusätzlich mit dem Tele-Zoom smc DA L 4-5,6/50-200 mm ED WR 800 Euro. Ohne Wetterschutz gibt's die Pentax noch günstiger: Mit Standardzoom, nur in Schwarz, ist das Gehäuse K-500 für knapp 500 Euro erhältlich.

Pentax K-50

© Pentax

Das mit Kunststoff überzogene, abgedichtete Edelstahlgehäuse trotzt Schmutz und Kälte bis zu -10 Grad.

Sensor, Verschluss und ISO-Empfindlichkeit

Die Pentax K-50 hat ihre Sensortechnik weitgehend von der K-30 geerbt: Es bleibt beim 16-Megapixel-CMOS-Sensor. Neu ist, dass er im Zusammenspiel mit dem Prime-M-Bildprozessor jetzt bis ISO 51.200 statt bislang  25 600 meistert.

Die Verschlusszeiten der Pentax K-50 sind von 1/6.000 s bis 30 s begrenzt, eine B-Funktion gehört ebenso zum Ausstattungsumfang. Außerdem bietet Pentax eine objektivunabhängige Bildstabilisierung per Sensorshift, mit der sich Abweichungen in drei Richtungen korrigieren lassen.

Sucher und Monitor

Pentax hat in der K-50 den großen Glasprismensucher mit Sucheranzeige am unteren Bildrand und annähernd 100 Prozent Bildfeld sowie eine angenehme effektive Vergrößerung von 0,61x beibehalten. Zudem bietet die K-50 die Option, die Einstellscheiben zu wechseln. Unverändert geblieben ist der drei Zoll große LCD-Monitor mit 307. 000 RGB-Pixeln Auflösung, der mit seiner kontrastreichen, scharfen Vorschau ebenfalls positiv auffällt. 

Pentax K-50

© Pentax

Über den Einstellmonitor hat man die wichtigsten Aufnahmeparameter direkt und gut sichtbar im Blick und kann sie ändern.

Bedienkonzept

Das durchaus praktische Bedienkonzept der K-30 gab offensichtlich keinen Anlass, viel zu ändern: Das leicht lesbare Menü der Pentax K-50 gefällt mit großer Schrift durch seine Übersichtlichkeit. Es gibt weiterhin sinnvolle Schnellzugriffstasten und die Möglichkeit, diese individuell zu belegen. Eine Besonderheit bei Pentax ist das Hyper-Programm-System: Mittels zweier Einstellräder vorne und hinten an der Kamera kann der Fotograf auf die gewünschten Aufnahmeparameter zugreifen und dies unabhängig vom jeweiligen Aufnahmemodus.

Für die Belichtung stehen die üblichen Optionen zur Auswahl, vom Automodus bis zu manuellen Einstellmöglichkeiten. Eine spezielle "Dynamic-Range-Funktion" verbessert die Detailzeichnung in Lichtern und Schatten. Zusätzlich gibt es eine "RAW/Fx"-Taste links außen am Gehäuse. Damit kann man das DNG/RAW-Format aktivieren oder die Taste mit Funktionen eigener Wahl aus dem Menü belegen.

Pentax K-50

© Pentax

Im Live-View stellt die K-50 über Kontrastmessung auf den Sensor scharf.

Videos nimmt die K-30 in Full-HD mit maximal 1920 x 1080 Pixeln und maximal 30 B/s auf. Sie speichert die filme im Mobilgeräte-kompatiblen MP4-Format, allerdings nur in Mono-Ton. 

Autofokus und Performance

Das "Safox IX+"-Phasendetektions-AF-System mit 11 Messfeldern, darunter 9 Kreuzsensoren, ging bereits mit der K-30 ins Rennen und darf auch in der K-50 seinen Dienst tun. Pentax ist stolz auf eine spezielle Diffraktionslinse und AF-Algorithmen, die die Funktionalität bei bewegten Motiven und Lowlight-Situationen verbessern und den Einfluss unterschiedlicher chromatischer Aberrationen bei Teleobjektiven auf die Genauigkeit der Phasendetektions-Messung verringern soll.

In abgedunkelten Räumen findet die Pentax K-50 zuverlässig und ohne Hilfslicht schnell die richtige Schärfe. Für das Tempo bringt die Technik allerdings wenig: Mit einer AF-Auslöseverzögerung von 0,59 s und 0,71 s bei 1000/30 Lux ist die K-50 sogar noch träger als ihre Vorgängerin (0,42/0,62 s). Der AF arbeitet nicht nur träge, sondern deutlich hörbar, das nervt auf Dauer.

Im Live-View stellt die Pentax K-50 mittels Kontrast-Messung am Sensor scharf. Aber auch in diesem Punkt ist die K-50 mit 1,22 s noch langsamer als ihre Vorgängerin (1,07 s). Bei JPEG-High-Speed-Aufnahmen im JPG-Format kam sie mit 5,3 B/s zumindest in die Nähe der maximal 6 B/s, die sie laut Pentax bringen soll.

Pentax K-50

© Pentax

Den markanten Handgriff und das praktische Bedienkonzept kennt man von der K-30. Eine Besonderheit sind zwei Einstellräder vorne und hinten, um unabhängig vom Aufnahmemodus auf Einstellungen zuzugreifen.

Bildqualität

Die Pentax K-50 erreicht bei ISO 100 1.366 LP/BH und schneidet damit geringfügig besser ab als ihre K-30-Vorgängerin; in höheren ISO-Stufen bietet sie mit 1.289 LP/BH bis 1.233 LP/BH. Wegen des eher konservativ eingestellten Rauschfilters wird das Bild ab ISO 800 deutlich grieselig, die Feinzeichnung bleibt aber erhalten, und das Bild ist natürlich abgestimmt. Ausgesprochen hoch hingegen die Dynamik mit Werten von 12,3 bis 8,3 Blenden bis ISO 3.200.

Kaufberatung: Die besten DSLRs mit APS-C-Sensor

Testfazit

Den robusten Body der Pentax K-50 mit dem markanten Handgriff kennt man vom K-30-Vorgänger, die Bildqualität ist ebenso solide, der neue Bildprozessor ermöglicht nun aber höhere ISO-Empfindlichkeiten. Was AF-Zeiten und Serienbildgeschwindigkeit betrifft, bleibt die neue allerdings hinter den Erwartungen zurück. Was fehlt, ist auch weiterhin ein Klappmonitor. Pluspunkte holt sie mit der intuitiven Menüführung und dem wetterfesten Gehäuse, das es in individuellen Farbkombinationen gibt.

Pentax K-50

HerstellerPentax
Preis650.00 €
Wertung50.5 Punkte
Testverfahren1.6

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