Virtualisierung

Parallels Desktop 12 im Test: Windows auf dem Mac nutzen

Parallels Desktop 12 virtualisiert PCs auf dem Mac. Dabei verknüpft das Tool beide Systeme eng und praxisgerecht miteinander. Wir haben den Test.

Parallels Toolbox 12 virtualisiert den PC auf dem Mac.

© Screenshot

Parallels Toolbox 12 virtualisiert den PC auf dem Mac.

EUR 89,95

Pro

  • Kein spürbarer Leistungsverlust
  • Kohärenz-Modus bietet kluge Verzahnung zwischen den Betriebssystemen
  • 1-Jahres-Lizenz für Acronis True Image

Contra

Fazit

Parallels Desktop 12 macht es Mac-Anwendern einfach, Windows zu nutzen – insbesondere durch viele praktische Extras wie den Kohärenz-Modus, der Windows nahtlos in das OS X integrieret.
91,0%

Um Windows auf dem Mac nutzen zu könenn, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder man installiert das Microsoft-OS mittels Bootcamp auf einer separaten Festplatten-Partition und wählt dann bei jedem Neustart aus, welches der beiden Betriebssysteme starten soll. Oder man greift zu einem Virtualisierungs-Tool  wie Parallels Desktop 12, das Windows unter Mac OS als virtuelle Maschine startet.

Beim Windows-Setup lässt Parallels Desktop Anwendern die Wahl zwischen einer Neuinstallation und der Weiterverwendung eines bereits vorhandenen Betriebssystems. Bei der zweiten Methode überträgt die Software die Daten eines Windows-PCs per Netzwerk-Verbindung auf den Mac. Auch vor einem Bootcamp-Windows  macht die Software nicht Halt. Parallels Desktop startet es wahlweise von dessen Partition oder importiert es ebenfalls in eine virtuelle Maschine. Auch an die Backups der virtuellen Maschinen hat Parallels gedacht. Im Kaufpreis enthalten ist eine 1-Jahres-Lizenz für Acronis True Image inklusive 500 GB Online-Speicherplatz.

Im Test erledigte Parallels Desktop seine Aufgabe sehr gut. Einen Leistungsunterschied zwischen einem VM-Windows und einem "echten" PC  konnten wir nicht feststellen. Daumen nach oben heißt es auch für die vielen Zusatzfeatures, die für eine sehr enge Verzahnung von Mac OS und Windows sorgen. Beispielsweise lassen sich in Windows verwendete Passwörter auch im Mac-Schlüsselbund ablegen. Im Kohärenz-Modus führt Parallels Desktop das virtuelle Gastsystem im Hintergrund aus, so dass Windows-Anwendungen scheinbar direkt auf der Mac-Oberfläche starten.

Die Windows-Sprachassistentin Cortana lässt sich bereits seit Parallels Desktop 11 unter Mac OS nutzen. Neu in Version 12 ist wiederum die Parallels Toolbox, eine Sammlung praktischer "1-Klick-Tools". In virtuellen Maschinen lassen sich damit zum Beispiel ohne großen Aufwand YouTube-Videos herunterladen oder Screenshots aufnehmen.

Funktionen im Detail:

  • Preis: 79,99 Euro (Upgrade von Parallels Desktop 10 oder 11: 49,99 Euro)
  • Preis-Leistung: sehr gut
  • Betriebssysteme: Mac OS X Yosemite 10.10 oder höher, OS X Mavericks 10.9.4 oder höher
  • Besonderheiten: Unterstützung von Windows 10, integrierte Tool-Sammlung, 1-Jahres-Abo für Acronis True Image mit 500 GB Cloud-Speicherplatz

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