Testbericht

Panasonics Blu-ray - Player DMP-BD 60 im Test

Panasonic bringt als erster Anbieter einen Blu-ray-Player auf den deutschen Markt, der spezielle Inhalte aus dem Internet aufbereiten kann. Das neue Einsteigergerät kann damit mehr als die teuersten Modelle der alten Generation.

  1. Panasonics Blu-ray - Player DMP-BD 60 im Test
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Test Video: Blu-ray-Player

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Wer den aktuellen Preiskampf an der Blu-ray-Front mitverfolgt, kann von einem neuen Einstiegsplayer eigentlich nur erwarten, dass er auf das Wesentliche reduziert und seine Qualität minimiert wurde. Bei Panasonic ist genau das Gegenteil der Fall. Der DMP-BD 60 kostet mit 330 Euro fast 20 Prozent weniger als sein gar nicht so alter Vorgänger DMP-BD 35, doch die neu eingeführten Ausstattungsmerkmale und Features sind umwerfend. Es wurde rein gar nichts weggelassen und erst einmal ordentlich Produktpflege betrieben. Dazu gehört, dass er auch in Silber erhältlich ist, was vielen Wohnzimmern zugutekommt, und MP3-Musik wie JPEG-Fotos auch von DVD+-Rs abspielen kann.

Ja sogar Abertausende von Bildern können betrachtet werden. Im SDHC-Kartenslot hinter der dezenten Frontklappe kann ein Speicherkärtchen versteckt werden, das Daten für BD-Live-Internet-Features zwischenspeichert. Alternativ werden Aufnahmen von Fotoapparaten (JPG), AVCHD-Camcordern und SD- Kameras (MPEG2) von dort aus direkt wiedergegeben. Panasonic spendierte dem Gerät als erstem BD- Player sogar eine USB-Buchse mit JPG/MP3/DivX-Unterstützung. Für klassisches Multimedia ist also bestens in FullHD-Qualität gesorgt.

Wohnzimmer-Web

Der DMP-BD 60 ist ein voll ausgestatteter Blu-ray-Player. Er besitzt also das Profil 2.0, das die Internet-Inhalte von BD-Live nachladen kann und BonusView, das für Bild-im-Bild zuständig ist und ab 2009 ohnehin ein Pflichtfeature darstellt. Und wenn schon einmal ein Internet-Zugang vorhanden ist, warum nicht noch ein bisschen mehr des gigantischen Datenangebots im weltweiten Netz nutzen, um zusätzliche Entertainment-Angebote ins Wohnzimmer zu bringen?

Panasonic ist wahrscheinlich nicht der erste Anbieter, der diese Idee hatte, aber der erste, der eine funktionierende Lösung in einem europäischen Blu-ray-Player verkauft. "Viera Cast" nennt sich die Lösung, die ein geschlossenes System darstellt. Es wurde also nicht einfach ein Webbrowser integriert, sondern ein Verfahren entwickelt, das einige Inhalte gezielt so aufbereitet, dass sie am Fernsehgerät aus großem Betrachtungsabstand mit der Fernbedienung gut funktionieren.

Viera Cast beschränkt sich nicht auf Blu-ray-Player, sondern wird schnell seinen Weg auch in Panasonics Fernsehgeräte finden. Die größte Herausforderung ist jedoch die Zusammenstellung der Inhalte. So vermarktet LG bereits einen Player in den USA, mit dem man sich Kinofilme bei Netflix mieten kann und der auf YouTube zugreift. In Europa ist das Feature deaktiviert. Die Rechte müssen neu verhandelt werden.

Panasonic startet Viera Cast mit den Filmchen von YouTube und Googles Fotodienst Picasa. Das Angebot soll schnell um Newsdienste der Tagesschau erweitert werden, mit vielen weiteren Anbietern von multimedialen Inhalten wird derzeit verhandelt. Letztendlich gilt: "Content ist King". Die Umsetzung ist jedenfalls exzellent gelungen. Vielleicht liegt es ja daran, dass unser frühes Testmuster sich die Viera-Cast-Server noch nicht mit allzu vielen anderen Playern teilen musste, die Zugriffe auf Bilder und Videos gelingen jedenfalls schneller als mit einigen PCs.

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Für einen Einstiegsplayer ist die Ausstattung mit Zusatzoptionen fulminant. Der SDHC-Slot dient nicht nur zur Aufnahme von Speichern für BD-Live-I-Inhalte, sondern spielt auch direkt JPEG-Fotos und Filme ab. Über USB werden MP3-Musik, JPEG-Bilder und DivX-Filme unterstützt.

Bei der Volltextsuche in Picasa werden Ergebnisse in Minibildern so330gar flink angezeigt, sobald man einen neuen Buchstaben eingibt. Ebenfalls voll überzeugend ist die Bildqualität. Sowohl die Fotos von Picasa als auch die Videos von YouTube sehen auf einem FullHD-Fernseher viel besser aus, als man es erwartet hätte - natürlich solange man sich etwas anschaut, das einigermaßen ordentlich produziert wurde. Das Hochrechnen gelingt dem DMP-BD 60 jedenfalls sehr gut. Und da das Viera-Cast-Startmenü mit zwei Einträgen und jeweils drei dazugehörigen Favoriteneinträgen noch mager wirkt, macht die Umsetzung Lust auf mehr.

Welche Multimedia-Eigenschaften der Player hat und wie das Fazit ausfällt, steht auf Seite 2...

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