KAMERATEST

Panasonic Lumix TZ31

Die Panasonic Lumix TZ-Serie konnte im ColorFoto-Test bei den Reisezooms bislang durchweg gute Ergebnisse einfahren - setzt die neue Panasonic Lumix TZ31 diesen Trend fort?

  1. Panasonic Lumix TZ31
  2. Datenblatt
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© Panasonic

Den einzigen Ausrutscher in der gut bewerteten Serie erlaubte sich Panasonic im vergangenen Jahr mit der Lumix TZ22. Waren ihre vergleichsweise bescheidenen 45 Punkte eher enttäuschend, wetzte Panasonic die Scharte mit der Lumix TZ25 wieder aus und landete mit 64,5 Punkten weit oben. Wir waren also gespannt auf die neue Panasonic Lumix TZ31.

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© Panasonic

Die Kamera ist mit einem Gewicht von ca. 200 Gramm durchaus etwas für die Jackentasche. Das Gehäuse ist aus glattem Metall, das üblicherweise nicht gut zu halten ist. Daher ist an der Halteposition Kunststoff aufgebracht, was sich deutlich besser und rutschsicherer anfühlt als das glatte Metall des übrigen Kamerabodys. Eine aufwändige, aber gute Lösung.Das Einstellrad an der Kameraoberseite ist durch eine leichte Versenkung geschützt. Die stramme Friktion und die sauberen Rastpositionen bewirken zusätzlich, dass das Rad nicht unbeabsichtigt verstellt wird. Die Qualität der Bedienelemente ist einwandfrei. Das Objektiv ist von Leica und legt mit einem 20-fachen Brennweitenbereich von 24 bis 480 mm (KB) gegenüber der Lumix TZ25 noch eine Schippe drauf, auch wenn das 16x-Zoom der Lumix TZ25 hier eigentlich schon alle Wünsche bezüglich der Brennweite abdeckt.

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© Panasonic

Das bewährte Panasonic-Menü ist übersichtlich und gut verständlich. Das Quick-Menü erlaubt schnellem Zugriff auf öfter zu verändernde Werte wie das bordeigene GPS (samt einer Landkarten-Funktion), Weißabgleich, Auflösung, ISO, Messcharakteristik und Displayhelligkeit. Das 3-Zoll-Display löst 153.333 RGB-Punkte auf, die dargestellten Farben wirken natürlich. Außerdem ist es als Touchscreen ausgelegt, an dem verschiedene Funktionen per Berührung eingestellt werden können. Können und nicht müssen, denn alle Touchscreen-Funktionen sind, wie bei Panasonic üblich, auch per Tasten einstellbar. Praktisch ist die Touchscreen-Funktion vor allem beim Auslösen. Einfach auf das bildwichtige Motivteil tippen, und die Kamera fokussiert und löst aus. Die Videofunktion hat mittlerweile das Niveau eines HD-Camcorders erreicht: Full-HD-Auflösung mit 1920x1080 Pixel und 50Vollbilder pro Sekunde sorgen hier für deutlich erkennbare Details und flüssige Bewegungen. Besonders gespannt waren wir natürlich auf die Bildqualität. Während die Lumix TZ25 auf einen Sensor mit reduzierter 12 MP Auflösung setzt, hat die Lumix TZ31 einen Sensor mit 14 Megapixeln an Bord. Mit einer Mittenauflösung von gut 1400 LP/BH bei ISO 100 und Weitwinkel in der Bildmitte liefert er auch Standard-Messwerte, die bis ISO 3200 knapp unter die 1000er-Marke fallen. Der Abfall nach den Ecken liegt über alle Empfindlichkeiten zwischen 200 und 250 LP/BH, auch das eher Standard - wenn auch besserer Standard. Obwohl die Kurtosiswerte über fast alle Empfindlichkeiten deutlich unter 1 liegen, überzeugen die Bilder nur teilweise. Die Schärfe ist gut, aber das Rauschen schon bei niedriger Empfindlichkeit zu erkennen, außerdem sind bei starker Vergrößerung Artefakte an glatten Flächen sichtbar. Hier ist die günstigere "kleine Schwester" TZ25 ohne Frage eine Klasse besser. Fazit: Die Panasonic Lumix TZ31 ist eine üppig ausgestattete Reisekamera, deren Bildqualität aber nicht in vollem Umfang zufrieden stellt. Die TZ25 aus dem gleichen Haus ist ohne Frage die bessere Wahl - und noch 40 Euro günstiger.

Panasonic Lumix DMC-TZ31

HerstellerPanasonic
Preis320.00 €
Wertung57.5 Punkte
Testverfahren1.6

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