Systemkamera

Panasonic Lumix GF3 im Test

Die Lumix DMC-GF3 (580 Euro) ist nicht nur die kleinste Kamera im Testfeld, sondern laut Hersteller die derzeit "kleinste und leichteste Kompakt-Systemkamera mit integriertem Blitz".

  1. Panasonic Lumix GF3 im Test
  2. Datenblatt
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© Panasonic

Bestückt mit Pancake-Objektiv 2,5/14 mm wird das Micro-Four-Thirds-Modell von Panasonic zum unauffälligen Begleiter für unbeschwertes Fotovergnügen. Mit ihrem Kunststoff-Magnesium-Mix vermittelt die Kamera zudem ein hohes Maß an Wertigkeit; ein kleiner Wulst im Griffbereich der Finger gibt ausreichend Halt.

Noch solider wirkt im direkten Vergleich nur die Olympus Pen E-P3. Anders als bei der GF2, die weiterhin erhältlich bleiben wird, lässt sich bei der GF3 leider kein elektronischer Sucher anschließen - wohl auch ein Platzproblem am Gehäuse.

Bildergalerie

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Galerie

Als einziger Motivsucher steht deshalb der berührungsempfindliche 3-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von 153333 RGB-Bildpunkten bereit. In Ermangelung eines Blitzschuhs bzw. Zubehöranschlusses lässt sich, anders als bei der Sony NEX-C3, kein leistungsstärkerer Blitz anschließen. Sensorreinigung per Ultraschall ist an Bord; Bildstabilisation gibt es jedoch nur in Verbindung mit entsprechend ausgestatteten Objektiven.

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Wenige Bedienelemente, aber konsequent umgesetztes Touchscreen-Konzept: Auch den ISO-Wert kann man direkt am Bildschirm eintippen.

Der schnell arbeitende Kontrast-AF stellt 23 Messfelder bereit; durch Antippen des Bildschirms wählt man ein Motivdetail an. Die Größe des AF-Punkts ist variabel, und das Antippen des Bildschirms lässt sich mit der Auslösefunktion kombinieren. Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit ist mit 0,30/0,32 s bei 1000/30 Lux kurz; wie die Olympus ist auch die Panasonic in dieser Hinsicht auf dem Niveau der SLR-Kameras mit Phasen-AF angekommen.

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© ColorFoto

ISO-Reihe zurLumix GF3: Das Rauschen bleibt bei der Panasonic Lumix DMC-GF3 bis ISO 800 (VN 1,2) gering. Bei ISO 1600 steigt es merkbar auf VN 1,8.
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© ColorFoto

Bei ISO 3200 sind es dann bereits VN 2,6.
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Und bei ISO 6400 bedeutet VN 4,4 ein starkes Rauschen. Nicht weniger auffällig ist der Texturverlust (deutlich sichtbar im Mauerwerk links von den grünen Blättern). Von ISO 1600 auf 3200 steigt der Texturverlust von 0,5 auf 1,6; bei ISO 6400 (11,3) sinkt die Detailzeichnung dramatisch.

Neben den üblichen Belichtungsprogrammen inklusive Scenes und Effekten (Kreativmodus) bietet die Kamera auch eine "intelligente" Vollautomatik" (iA), die in der Variante iA+ Anpassungen mittels Touchscreen-Regler erlaubt - der Live-Guide der Olympus lässt grüßen. Videos zeichnet die Kamera maximal in Full HD (1920 x 1080 Pixel) auf, wie ihre Konkurrentinnen mit AF-Unterstützung.

Auch aus der Notwendigkeit heraus, das Minigehäuse der GF3 nicht mit Tasten zu überfrachten, hat Panasonic die Touchscreen-Bedienung noch umfassender in das Bedienkonzept integriert als Olympus bei der Pen - was man je nach persönlicher Vorliebe eher positiv oder negativ gewichten kann.

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© panasonic

Die "intelligente" Automatik erlaubt in der Plus-Version das Einstellen von Parametern (hier: scharfer/unscharfer Hintergrund) mittels Schieberegler am Touchscreen.

Bildqualität

Bis ISO 800 bietet die GF3 mit ihrem 12-Megapixel-Sensor im Four-Thirds-Format eine sehr gute Bildqualität, wobei vor allem die geringen Texturverluste von maximal 0,5 positiv auffallen. Erhöhtes Rauschen setzt bereits oberhalb ISO 800 ein. Ab ISO 3200 vollzieht sich ein eigenartiger Wandel in der Bildqualität: Bei hohen DL-Werten über 1000 schnellt die Kurtosis sprunghaft in die Höhe; bei ISO 6400 sind die Texturverluste massiv, und die Dynamik sinkt auf unter 6 Blenden ab.

Fazit

Bei der Bildqualität können die beiden Sony-Modelle A35 und NEX-C3 den Größenvorteil ihres APS-C-Sensors im Vergleich zu den Micro-Four-Thirds-Modellen der Konkurrenz von Olympus E-P3 und Panasonic GF3 nur bedingt ausspielen. Durchgängig besser sind die Ergebnisse erst ab ISO 1600, doch bleibt die Differenz moderat.

Wer eine Systemkamera mit den Dimensionen einer Kompakten sucht, ist mit der Panasonic GF3 bestens bedient, muss allerdings über die fehlende Adaptionsmöglichkeit eines elektronischen Suchers hinweg sehen - Kauftipp "kompakt".Auffällig ist auch die hohe RAW-Auflösung der Panasonic.

Panasonic Lumix DMC-GF3

HerstellerPanasonic
Preis400.00 €
Wertung45.5 Punkte
Testverfahren1.6

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