KOMPAKTKAMERATEST

Panasonic Lumix FZ150

Sie sieht aus wie eine SLR, fühlt sich an wie eine SLR und auch die Funktionen sind denen einer SLR sehr ähnlich. Das wird doch nicht etwa ...

  1. Panasonic Lumix FZ150
  2. Datenblatt
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© Panasonic

Nein wird es nicht. Die Panasonic Lumix FZ150 ist eine Bridge-Kamera, wie sie im Buch steht - mit einem 24-fachen Zoom, das einen Bereich von 25 bis 600 Millimeter abdeckt, rechnet man die Werte auf das KB-Format um. Im Vergleich zum Vorgängermodell FZ100 bleiben Technologie und Größe unverändert (CMOS mit 1/2,3 Zoll Fläche), die Auflösung sank aber von 14 auf 12 Megapixel. Im Gegensatz zur günstigeren Schwester FZ48 kennt die FZ150 auch das RAW-Format. Eine Option für alle Fotografen, die ihren Bildern gerne selbst am Rechner den letzten Schliff geben und sich nur ungern auf die Algorithmen des Bildprozessors verlassen.

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© Panasonic

Wie von Panasonic gewohnt, ist die Kamera tadellos verarbeitet. Die Bedienelemente sind von bester Qualität und praxisgerecht angeordnet. Zusätzlich zu den üblichen Einstellrädern und Tasten vorwiegend auf der rechten Kameraseite sind bei der FZ150 an der linken Seite weitere Bedienelemente zu finden, die hauptsächlich Objektiveinstellungen betreffen. So wird eine Überfrachtung auf einer Kameraseite verhindert, ohne dass die Übersichtlichkeit leidet. Die hohe Kunst, dem User mit der richtigen Anzahl von Bedienelementen, deren Belegung und einem verständlichen Menu den Spaß am Fotografieren zu erleichtern und nicht zu nehmen, hat Panasonic perfektioniert. Gut zu erkennen zum Beispiel an einer Taste für die Serienbildfunktion an der Kameraoberseite. Diese Option wird von den anderen Einstelloptionen im Menu abgekoppelt und erhält einen eigenen Bedienknopf.

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© Panasonic

Das Display misst 3 Zoll. 153.333 RGB-Pixel sind nicht mehr die technologische Speerspitze, dafür lässt es sich kippen und schwenken. Dank einem Megazoom-üblichen gummiertem Griff und einem satten Gewicht von mehr als einem Pfund liegt die FZ150 sehr gut in der Hand. Das Auslösen geht so einfach von der Hand - und schnell zudem, solange man im Weitwinkel bleibt (0,36s). In Telestellung leistet sich die ansonsten fast tadellose FZ150 mit 1,46s Autofokuszeit nämlich einen echten Lapsus.Das ist ärgerlich, aber sicher verzeihlich. Denn an der Bildqualität haben wir wenig zu bemäkeln. Echte Bestwerte kann die Kamera zwar nur bei den Kurtosiswerten verbuchen (0,2 bei ISO100, 0,5 bei ISO400), während Auflösung und Rauschverhalten eher im vorderen Mittelfeld dümpeln. Die Bilder sind aber visuell sehr gut abgestimmt, so dass Artefakte wirklich nur bei hoher Vergrößerung sichtbar sind. Das Rauschen macht sich ab ISO 800 zwar deutlicher bemerkbar, Ausdruck bis zum Format A3 sollten aber dennoch möglich sein, wenn man sie nicht gerade mit der Lupe betrachten will.

Fazit: Mit 62 Punkten ist die Panasonic Lumix FZ150 neuer Champion in der Megazoom-Klasse. Bessere Bilder erhält man bis dato nur mit Kameras, die einen größeren Sensor verwenden. Kauftipp Bildqualität.

Panasonic DMC-FZ150

HerstellerPanasonic
Preis400.00 €
Wertung62.0 Punkte
Testverfahren1.6

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