Kompaktkamera

Panasonic Lumix LX 7 im Test

Panasonics neues Top-Modell Lumix DMC-LX7 greift mit hochwertiger Verarbeitung und technischer Raffinesse nach der Krone in der Kompaktklasse.

  1. Panasonic Lumix LX 7 im Test
  2. Datenblatt
Panasonic Lumix DMC-LX 7

© Panasonic

Panasonic Lumix DMC-LX 7

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Guter Dynamikumfang
  • Gute Bildqualität

Contra

Sehr gediegen kommt die Panasonic Lumix DMC-LX 7 daher: Im kleinen Schwarzen und mit fast 300 Gramm Gewicht durchaus propper, liegt sie sehr gefällig in der Hand. Der Griffbereich ist gummiert und vorbildlich gut zu halten. Die Verwandtschaft mit dem Vorläufermodell LX5 lässt sich jedenfalls nicht leugnen.

Bedienung

Das gilt auch für die verschiedenen Skalen und Einstellringe im Objektivbereich. Drei unterschiedliche Funktionen sind auf diese drei mechanischen Bedienelemente ausgelagert: Einstellen kann man das Seitenverhältnis der aufzunehmenden Bilder (16:9, 3:2, 4:3 oder 1:1), den Fokusmodus (automatisch oder manuell) sowie die Blende für den M-Modus (in 16 Stufen von maximaler Öffnung bis F8). Die mechanische Verarbeitung der rastenden Einstellringe ist erste Sahne, ebenso die stramme Friktion des Haupteinstellrads an der Kameraoberseite mit allein schon 10 möglichen Positionen - darunter P, A, S und M. 

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Auf den zweiten Blick ist ein weiteres Bedienelement ohne Bezeichnung im Daumenbereich zu erkennen. Dieses Rändelrad lässt sich drücken und auch drehen. Drücken zum Aktivieren einer bestimmten Funktion, drehen zum Verändern dieser Einstellung. Schaut man noch genauer hin bemerkt man eine weitere kleine Wippe unter dem Haupteinstellrad mit der Bezeichnung ND/FOCUS. Damit wird bei Bedarf ein Graufilter eingeschwenkt - der auch in heller Umgebung das Fotografieren mit offener Blende ermöglicht - oder der Fokus von Hand eingestellt. 

Panasonic Lumix DMC-LX 7

© Panasonic

Hier ist dann auch Schluss mit intuitiver Bedienung, denn die vielen unterschiedlichen Funktionen der Bedienelemente erschließen sich erst nach eingehendem Studium des Handbuchs. Sind die erforderlichen Grundeinstellungen im Hauptmenü erledigt, empfiehlt es sich mit dem Q-Menü zu arbeiten. Dieses ermöglicht direkten Zugriff auf die gängigen Einstellungen, ohne in den Tiefen des Hauptmenüs zu wühlen. Mit dem Vierwegetaster kann der Fotograf die Parameter ISO, WB, Focus-Feld und Bildfolgen durch einmaliges Drücken verändern. Das 3-Zoll-Display mit 306.600 bildet knackscharf ab und gibt Farben natürlich wieder. Manche Symbole und Texte sind allerdings sehr filigran und nicht immer gut zu erkennen.

Ausstattung

Der 3,8-fache Brennweitenbereich von 24 bis 90 Millimeter KB ist nur mäßig, ein Schmankerl dafür die enorme Lichtstärke der Optik. Im Weitwinkel liegt die Lichtstärke bei f1,4, im Tele bei f2,3. Hier hat Panasonic gegenüber dem Vorgängermodell (f2,0-3,3) noch einmal kräftig nachgelegt. Das bringt für den fotografischen Alltag viel mehr als Zoomorgien, denn in Verbindung mit dem 1/1,7 Zoll großen Sensor erlauben diese großen Blendenöffnungen endlich wieder das gezielte Spiel mit der Tiefenschärfe. Spitze.

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Die Kamera ist insgesamt sehr gut verarbeitet. Alle mechanischen Bauteile sind hochwertig, die Steckanschlüsse werden von gut sitzenden, gefederten Deckeln verschlossen. Nur das Stativgewinde sitzt leider weit außerhalb der Gehäusemitte. Der Blitz an der linken Kameraseite kommt nur auf Wunsch durch Betätigen eines Schiebers heraus. Nach getaner Arbeit wird er von Hand wieder zurückgedrückt. Video filmt die LX7 in Full-HD-Auflösung mit 50 Vollbildern und Stereo-Ton, Fotos kann sie im JPEG- und RAW-Format speichern.

Die Geschwindigkeit des Autofokus stellt jede sogenannte Highspeedkamera in den Schatten: 0,27 Sekunden im Weitwinkel und 0,33 Sekunden im Tele sind Spitzenwerte. Im Vergleich zur LX5 hat auch die Serienbild-Funktion zugelegt, bis zu elf Bilder pro Sekunde sind möglich. Der Akku wird dabei in einem separaten Akkuladegerät geladen, die Kamera kann so mit einem weiteren Akku auch während der Ladezeit verwendet werden.

Bildqualität

Gut ist die Schärfe der Bilder, die der Prozessor nicht totrechnet. Die Abstimmung ist praxisgerecht, im Tele noch etwas weicher als im Weitwinkel. Der Schärfeverlust in den Ecken gegenüber der Bildmitte liegt über alle Empfindlichkeitsstufen hinweg unter 100 LP/BH, ein guter Wert.

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Auch der Dynamikumfang ist mit 10 Blenden bei ISO 100 und immerhin noch 8,7 Blenden bei ISO 1600 gut, lediglich das Rauschen wünscht man sich noch etwas reduzierter. Es ist zwar nicht wirklich störend, aber schon bei geringer Empfindlichkeit sichtbar. 

Fazit

Die Panasonic Lumix DMC-LX 7ist eine tolle Kamera, die sehr viel kann. Ob Wasserwaage oder Blitzschuh - alles drin, alles dran. Auch die Bildqualität ist gut und tröstet über den Preis von fast 600 Euro hinweg.

Panasonic Lumix DMC-LX7

HerstellerPanasonic
Preis500.00 €
Wertung66.0 Punkte
Testverfahren1.6

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