Testbericht

Panasonic Lumix DMC-FZ45

Als 24-fach-Megazoomkamera für rund 450 Euro muss sich die Panasonic Lumix DMC-FZ45 nicht nur gegen Ihresgleichen, sondern auch gegen kaum teurere Einsteiger-SLRs behaupten.

  1. Panasonic Lumix DMC-FZ45
  2. Datenblatt
Panasonic Lumix DMC-FZ45 Frontansicht

© Hersteller / Panasonic

Panasonic Lumix DMC-FZ45 Frontansicht

Ihr Vorteil gegenüber Spiegelreflexkameras: Die FZ45 kombiniert Gehäuse und Objektiv in einem Gerät und erspart mit ihrem riesigen Brennweitenbereich von 25 mm Weitwinkel bis 600 mm Tele (KB-äquivalent) den Objektivwechsel. Ihr Nachteil: Sie basiert auf einem klassischen Kompaktkamerasensor (1/2,3-Zoll-CCD), dessen wirksame Fläche deutlich kleiner ausfällt als bei SLRs.

Ausstattung

Die Lumix DMC-FZ45 löst die rund ein Jahr alte DMC-FZ38 ab. Im Vergleich zu der bietet sie den größeren Brennweitenbereich, statt 18- ein 24-fach-Zoom. Mit einer kürzesten Brennweite von 25 statt 27 mm kann sie einen größeren Bildwinkel darstellen. Sie hat statt des relativ kleinen 2,7- ein 3-Zoll-Display und unterstützt neben SD/SDHC auch die neuen SDXC-Speicherkarten. Die Auflösung erhöht Panasonic von 12 auf 14 Megapixel. Neu hinzugekommen ist auch ein komfortables Rad, über das man durch Drehen und Drücken Blende und Belichtungszeit einstellen oder bei aktivem manuellen Fokus scharfstellen kann. Außerdem ist die FZ45 mit 119 x 73 x 97 mm minimal kleiner, aber etwas schwerer als die FZ38. Und last, but noch least hat Panasonic den Lithium-Ionen-Akku überarbeitet, der nun für 580 Fotos pro Ladevorgang reichen soll. Am Funktionsumfang hat sich dagegen kaum etwas verändert: Die FZ45 ermöglicht wie die Vorgängerin verschiedenste Einstellungen, eine Blitzlichtkorrektur, das Speichern von drei benutzerdefinierten Profilen und die Aufnahme von Standbildern im JPEG- und im RAW-Format.

Ambitionierte Videofunktion

Die maximale Videoauflösung belässt Panasonic in diesem Fall bei 1280 x 720 Pixel, hebt sie also nicht wie bei der ebenfalls brandneuen, kaum teureren 24-fach-Megazoomkamera Panasonic DMC-FZ100 auf 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) an. Blende und Belichtungszeit lassen sich auch beim Filmen vorwählen - interessant vor allem für diejenigen, die mit selektiver Tiefenschärfe arbeiten wollen. Zudem stehen dem Filmer die Gesichtserkennung, die Motivautomatik, der Bildstabilisator des Objektivs und der gesamte Brennweitenbereich des optischen Zooms zur Verfügung. Der Autofokus funktionierte dagegen während des Filmens nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Die Länge pro Clip ist auf 29,9 Minuten beschränkt. Gespeichert wird im altbewährten Motion JPEG oder im effektiveren AVCHD-Lite-Format, das den Speicherbedarf drastisch senkt. Im Wiedergabemodus hat der Anwender die Möglichkeit, die Filme rudimentär zu schneiden und misslungene Ausschnitte zu löschen.

Bedienkomfort

Neben dem ordentlichen Display hat die FZ45 einen elektronischen Sucher, in dem sich das Bild allerdings nur schwer beurteilen lässt. Das Menü ist übersichtlich und dank großer Schrift gut lesbar. Auch die vielen Bedienelemente tragen zum überzeugenden Bedienkomfort bei, unter anderem die definierbare Funktionstaste, das große Moduswahlrad und die Schnellzugriffe für Belichtungskorrektur, ISO-Wert, AF/AE-Lock und den Selbstauslöser. Der Autofokus leistete sich im Test keinen Fehler, die gemessene Auslöseverzögerung liegt im grünen Bereich (0,4/0,45 s bei ISO 100/400).

Bildqualität

Panasonic konnte die reale Auflösung gegenüber der älteren FZ38 deutlich steigern: Die FZ45 stellt in der Bildmitte und bei geringer Empfindlichkeit 1273 (Tele) bis 1355 LP/BH (Weitwinkel) dar und schafft auch im ISO-400-Test respektable 1195 LP/BH. Dazu kommen eine vergleichsweise gute Feinzeichnung (Kurtosis 0,2/0,4) und ein moderater Randabfall um maximal 0,3 Blenden. Das Bildrauschen ist mit 1,5 VN bei ISO 100 im Klassenvergleich okay, verstärkt sich jedoch bei ISO 400 auf sichtbare 3,2 VN. Auch der Objektkontrast, der von guten 8,7 (ISO 100) auf nur mehr 7,0 Blenden (ISO 400) fällt, kostet Punkte.

Fazit

Die Panasonic Lumix DMC-FZ45 lässt dem Fotografen mit ihrem 26-fach-Zoom und vielen Einstellmöglichkeiten Spielraum - im Foto- wie im Videomodus. Sie liefert eine bessere Bildqualität als die Casio FH25 und die Panasonic FZ100, rauscht aber bei höherer Empfindlichkeit zu stark, um mit aktuellen Einsteiger-SLRs mithalten zu können.  

www.panasonic.de

Panasonic Lumix DMC-FZ45

HerstellerPanasonic
Preis450.00 €
Wertung66.5 Punkte
Testverfahren1.5

Mehr zum Thema

Panasonic Lumix LF1 - Test
Kompaktkamera

Die Panasonic Lumix LF-1 setzt als kompakte Digitalkamera auf einen 12-Megapixel-Sensor im 1/1,7-Zoll-Format. Eine gute Entscheidung, wie der Test…
Panasonic DMC-FZ72
Kompaktkamera

Mit ihrem 60-fach Zoom legt die Panasonic DMC-FZ72 die Messlatte in der Megazoom-Klasse auf eine neue Höhe. Stimmt auch die Bildqualität?
Panasonic Lumix TZ61 Test
Kompaktkamera

Die Panasonic Lumix TZ61 vereint jackentaschentaugliche 240 Gramm und ein 30-faches Zoom. Wir prüfen im Test, ob auch die Bildqualität stimmt.
Panasonic DMC-FZ1000
Bridgekamera

Panasonic verspricht mit der Lumix DMC-FZ1000 nicht weniger als "die ultimative Hybrid-Bridgekamera". Der Test zeigt: Panasonic hält Wort.
Panasonic Lumix DMC-GF7
Systemkamera

Panasonics neueste Systemkamera mit 16-Megapixel-Sensor für rund 500 Euro bietet sie mehr Selfie-Funktion denn je.