Testbericht

Panasonic Lumix DMC-FX01

Knapp 400 Euro für ein sehr kompaktes, edel designtes Modell mit Bildstabilisator und 28-mm-Weitwinkelbrennweite - Kauftipp Weitwinkel, trotz des zu hohen Rauschens. Zu den wenigen Alternativen mit kurzen Anfangsbrennweiten gehören die Panasonic LX l/Leica D-Lux 2, Canon Powershot SSO/570, Samsung Digimax L55W und die Kodak-Modelle V570/P880.

  1. Panasonic Lumix DMC-FX01
  2. Datenblatt
Panasonic Lumix DMC-FX01 Vorderseite

© Archiv

Panasonic Lumix DMC-FX01 Vorderseite

Schon der Gerätename 01 macht deutlich, dass Panasonic alles zurück auf Start setzt, um ganz massiv am Markt anzugreifen. Das kleinste Gerät (nicht das dünnste) im Test hat in seinem Metallgehäuschen sogar Platz für einen optischen Bildstabilisator. Das Objektiv bietet eine echte Weitwinkel-Brennweite ab 28 mm bis 102 mm, was einen Zoomfaktor von 3,6 ergibt. Das kleine Blitzgerät kann das 28-mm-Weitwinkelbild in den Ecken allerdings nicht ausreichend ausleuchten.

Rückseitig glänzt ein lichtstarker, rauscharmer 2,5-Zoll-Monitor mit satten 207 000 Bildpunkten. Damit die Bilder auch kontrollierbar bleiben, wenn die Kamera über Kopf gereckt wird, gibt es eine LCD-Umschaltung des Sichtwinkels. Das funktioniert gut, und wer die Kamera "auf den Kopf stellt", kann sie so auch tief am Boden halten, ohne sich ins Gras legen zu müssen. Überhaupt ist das Thema Halten eine der Stärken der Kamera: Einhändig rechts, bietet sie Daumen und Auslösefinger optimalen Halt, die wenigen Bedienelemente liegen sehr durchdacht. Allein das praktische Modirad, das halb versenkt eingebaut wurde, um beim Auslösen nicht zu behindern, ist etwas mickrig ausgefallen. An ihm wird auch zwischen Aufnahme und Wiedergabe umgeschaltet. Eine Vollautomatik in Form eines "Herzchen"-Modus gibt's zudem, doch manuell kann man ohnehin nicht viel einstellen; die Kamera verlässt sich auf ihre zahlreichen Belichtungsprogramme.

Panasonic Lumix DMC-FX01 Rückseite

© Archiv

Über die Displaytaste kann man nicht nur die LCD-Helligkeit erhöhen, sondern auch den Sichtwinkel variieren.

Im Programmmodus reicht die Empfindlichkeit bis ISO 400, im Automatikmodus ist bei ISO 200 Schluss. Mit gutem Grund. Denn bei ISO 400 grießelt es mit einem Rauschabstand von 14,2 doch sehr stark, und wegen des Stabilisators kann man auf hohe Empfindlichkeit öfter verzichten. Die Wackelanzeige kommt trotzdem zuverlässig bei V25 s. Zusätzlich bietet auch die FX01 Panasonics neuen "High-Sensitivity"-Modus für ISO 800 bis 1600. Das Motiv erscheint dann allerdings wie aus bunten Farbklecksen zusammengesetzt.

Empfehlenswerter sind "Nachtlandschaftsmodus" und "Nachtporträt", die in Verbindung mit dem Bildstabilisator sehr gute Chancen auf gelungene Schwachlichtaufnahmen bieten. Die Schärfe ist für ein 6-Megapixel-Modell in Ordnung, das Rauschen bereits bei ISO 100 zu stark. Positiv: die Kamera macht schnelle Bildserien, ist schnell eingeschaltet, löst aber mit 0,7 s nicht sehr zügig aus.

Auflösungsdiagramm Panasonic Lumix DMC-FX01

© Archiv

Die Auflösung der Bildmitte im Tele (blau) ist schlechte als die Eckauflösung der Standardbrennweite (rot).

Panasonic Lumix DMC-FX01

HerstellerPanasonic
Preis270.00 €
Wertung46.5 Punkte
Testverfahren1.4

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