KAMERATEST

Panasonic Lumix DMC-FT4

Die Panasonic Lumix DMC-FT4 ist eine eierlegende Wollmilchsau: 12-Megapixel-Kamera mit GPS-Funktion, Kompass, Höhenmesser, Tiefenindikator und Barometer - eine Art Schweizer Messer für Fotografen.

  1. Panasonic Lumix DMC-FT4
  2. Datenblatt
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© Panasonic

Das Gehäuse wirkt wie ein kleiner Tresor in Silber, Orange oder Aktiv-Blau - kompakt und fallsicher bis 2 Meter Höhe. Da ragt auch keine Optik an der Frontseite heraus, das Objektiv ist dank Periskopbauweise mit abgewinkeltem Strahlengang voll in das Gehäuse integriert und zusätzlich "shock-proof" gelagert. Die kompakte Bauweise lässt allerdings leider etwas weniger Platz für das Display. Bei der FT4 hat es eine Diagonale von 2,7 Zoll, die angezeigten Symbole werden so etwas klein dargestellt.

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© Panasonic

Das Fach für Akku und Speicherkarte ist mit einer speziellen Verriegelung doppelt gesichert. Nach dem Einschalten der Kamera erinnert eine Anzeige am Display den User nochmals daran, ja auch wirklich die Klappe ordentlich zu verschließen, damit kein Wasser eindringen kann. Dass die Kamera staubdicht und tauchfähig bis 12 Meter Tiefe ist, sei noch am Rande erwähnt.Bei der Ausstattung hat die Panasonic Lumix DMC-FT4 im Vergleich zur Vorgängerin FT3  noch etwas zugelegt, etwa durch die Aufzeichnung des Höhenverlaufs. Der größte Unterschied ist aber die Möglichkeit, Zeit und Blende manuell einzustellen. Damit ist man nicht mehr auf Gedeih und Verderb der Automatik ausgeliefert, für erfahrene Fotografen ein gewichtiges Argument.

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Der 12-Megapixel-CCD liest das Signal über zwei Kanäle aus und ermöglicht neben Full-HD-Videoaufzeichnung mit 1920 x 1080 Pixeln im AVCHD-Format auch schnelle Serienbelichtungen: maximal 3,7 Bilder/s bei voller 12-MP-Auflösung und mit bis zu 10 Bilder/s bei 3-MP-Auflösung werden hier notiert. Beim Autofokus-Test konnte sie vor allem im Weitwinkel überzeugen: 0,29 s sind gut, die 0,89 s im Tele dagegen eher enttäuschend - trotz der geringen Telebrennweite.Die Bedienelemente (bis auf die Fachverriegelung ausnahmslos Tasten) sind von sehr guter Qualität mit deutlichen Druckpositionen. Die Kennzeichnung der Tasten ist etwas schwierig zu erkennen. Bei schlechter Beleuchtung kann man die stylischen Schraubenköpfe schon mal für eine Taste halten. Im Quickmenü kann auch ein LED-Licht zugeschaltet werden - falls man bei Dunkelheit das Schlüsselloch nicht findet, leuchtet dann die Kamera nach Hause.Ein weiteres Ausstattungs-Schmankerl ist die Zeitraffer-Funktion. Im Menü kann man die Vorlaufzeit (bis zu 12 Stunden), das Aufnahmeintervall (zwischen 1 und 30 Minuten) und die Anzahl der Aufnahmen insgesamt (10-60 Aufnahmen) festlegen. Zwischen den einzelnen Aufnahmen schaltet sich die Kamera automatisch ab und spart so Strom.Mit einer Brennweite von 28 bis 128 mm (KB) ist der Standardbereich abgedeckt. Das klingt für heutige Verhältnisse fast bescheiden, aber dem innenliegenden Zoom sind konstruktiv klare Grenzen gesetzt. Das zeigt sich auch in der Lichtstärke: f3,3 bis f5,9 sind für diesen Brennweitenbereich bestenfalls durchschnittlich.

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Die maximale Auflösung des 12-MP-Sensors liegt natürlich unter der von 14- oder 16-MP-Sensoren - 1372, 1201, 1169 und 1133 LP/BH in der Bildmitte bei Weitwinkel heißen die Werte für ISO 100, 400, 800 und 1600. Der Randabfall ist mit rund 200 LP/BH vergleichsweise moderat. Bei der visuellen Beurteilung macht die FT-4 deutlich Punkte gut. Die Bilder wirken lebendig und haben Biss - sogar noch bei ISO 400, wo viele andere Kompakte schon die weiße Flagge hissen. Die Panasonic FT-4 ist also durchaus auch bei mäßigen Lichtverhältnissen sinnvoll einsetzbar.Fazit: Wanderer, Skifahrer, Biker, Segler, Taucher, Bauingenieure aufgepasst - mit hervorragender Ausstattung und Bedienung bei akzeptabler Bildqualität holt die Panasonic Lumix FT-4 den Kauftipp Outdoor.

Panasonic Lumix DMC-FT4

HerstellerPanasonic
Preis290.00 €
Wertung44.0 Punkte
Testverfahren1.6

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