KAMERATEST

Panasonic Lumix DMC-3D1

Wenn die Schiebeblende an der Kameravorderseite geschlossen ist, sieht die Panasonic Lumix DMC-3D1 aus wie ein Smartphone.

  1. Panasonic Lumix DMC-3D1
  2. Datenblatt
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© Panasonic

Eine Seite  nobel schwarz, die andere vollständig vom Display beherrscht. Ein gefälliger Gegenstand, der sich zunächst gar nicht als Kamera zu erkennen gibt. Erst wenn die Schiebeblende an der Front nach unten geschoben wird, kommen zwei Optiken zum Vorschein, und die Kamera schaltet sich ein.

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© Panasonic

"Die kleinste 3D-Foto und Videokamera mit Dual-Zoom-System der Welt" nennt der Hersteller die 3D1 nicht ohne Stolz. Und tatsächlich ist sie etwas Besonderes, mit zwei identischen Aufnahmesystemen ausgestattet. Jedes verfügt über ein 4-fach-Weitwinkel-Zoom (kleinbildäquivalente 25-100 Millimeter) mit optischem Bildstabilisator und einen 1/2,3 Zoll großen CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 12 Megapixel. Damit kann man 3D-Fotos im MPO-Format und 3D-HD-Videos mit 1920x1080 im "Side-by-Side"-Verfahren aufnehmen. Die 3D1 simuliert 3D-Bilder also nicht nur durch zwei leicht gegeneinander verschobene, zusammengerechnete Aufnahmen, sondern nimmt mit einem Klick auf den Auslöser zwei getrennte Bilder auf, die zu einem 3D-Bild zusammengesetzt werden. Erstaunlich, dass alles zusammen in ein 108x60x24 Millimeter großes Gehäuse passt, das inklusive Akku gerade einmal 190 Gramm wiegt.Alternativ belichtet die Lumix 3D1 natürlich auch ganz normale zweidimensionale Fotos und HD-Videos. Durch die doppelte Optik kann der Fotograf gleichzeitig Fotos in voller 12-MP-Auflösung und Full-HD-Videos oder zwei Fotoaufnahmen synchron mit unterschiedlicher Brennweite aufnehmen. Die jeweiligen Einstellungen kann er dabei schnell über den speziellen 3D/2D-Schalter und ein Touchscreen im Königsformat 3,5-Zoll vornehmen.

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© Panasonic

Gut gelungen ist der Mix aus Touchscreen und Hardware-Bedienung. Der Nutzer kann wählen, ob er bestimmte Funktionen über den Touchscreen oder über Tasten bzw. eine Wippe einstellen will. Zoomen, auslösen, fertig. Einzustellen gibt es nicht viel, die Automatik ist fast allmächtig. Nur ISO-Zahl, Belichtungskorrektur und den Weißabgleich kann man von Hand eingeben, ansonsten kann man sich aus den Motivprogrammen das jeweils passende heraussuchen. Die Symbole auf dem Display werden präzise und in erkennbarer Größe abgebildet, alles ist deutlich zu lesen. Besonders gefallen hat uns das Echtzeit-Histogramm: Bei 2D-Fotos ist die Abbildung auf dem Display übrigens nur 58 x 43 mm groß, die Randbereiche dienen zur Darstellung der Symbole. Bei der Aufnahme von 3D-Bildern und der Wiedergabe von 2D-Bildern und Filmen wird jedoch die gesamte Größe des Monitors zur Bild-Anzeige genutzt. Die Brennweite der Optik reicht von 25 bis 100 mm (KB), das ist durchaus praxisgerecht. Die beiden Zoomobjektive sind innenliegend und ragen nicht aus dem Gehäuse.

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© Horst Gottfried

Für die 3D-Wiedergabe der Fotos und Videos braucht man natürlich ein entsprechendes Ausgabegerät, also einen 3D-Fernseher. Wir haben die Kamera im 2D-Modus getestet, und auch hier macht sie keine schlechte Figur. Die Messwerte der Auflösung liegt im Erwartungsbereich eines 12-Megapixel-Sensors, die visuelle Bildbeurteilung darüber. Die Bilder haben Biss und selbst feine Hautnuancen werden sauber differenziert. Das tröstet darüber hinweg, dass das Bildrauschen schon bei ISO 100 deutlich zu erkennen ist. Fazit: Als"normale" Fotokamera bietet die Panasonic Lumix DMC-3D1 nicht mehr als andere, das was sie kann, bietet sie aber in guter Qualität. Ihre wahren Stärken zeigt sie im 3D-Modus auf den passenden Ausgabegeräten.

Panasonic Lumix DMC-3D1

HerstellerPanasonic
Preis490.00 €
Wertung49.0 Punkte
Testverfahren1.6

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