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UHD-Blu-ray-Player

Panasonic DMP-UB404 im Test: Solider Einstieg

Panasonic ist bekannt dafür, bei Blu-ray-Playern keine Kompromisse zu machen. Doch werden die Japaner auch beim neuesten 4K-Einsteigermodell Panasonic DMP-UB404 ihren hohen Qualitätsansprüchen gerecht? Wir haben den Test gemacht.

Panasonic DMP-UB404

© Panasonic

Wir haben den Panasonic DMP-UB404 im Test-Labor geprüft.

EUR 278,00

Pro

  • Viel Leistung fürs Geld
  • Simple HDR-Handhabung

Contra

  • Klangqualität bei 3D-Sound
  • Farbunschärfen bei Full-HD

Fazit

video Testurteil: sehr gut; Preis/Leistung: sehr gut
80,0%

Die Ultra-HD Blu-ray ist Stand heute bekanntermaßen die bestmögliche Quelle, um das Können der neuen 4K- und HDR-TVs vollständig auszureizen. Dennoch, wie so oft bei neuen Technologien, war vielen Filmfans der Invest in einen Player und in die Discs, die oft bis zu 40 Euro kosten, bislang zu teuer. Gab es hochwertige Blu-ray-Player in den letzten Jahren schon um die 150 Euro, musste man für die ersten Gattungsvertreter in 4K im letzten Jahr bisher das Drei- bis Vierfache berappen. Kein Pappenstiel.​

Nun, in Jahr zwei, ist die Zeit reif für eine Einstiegsklasse. Sonys UBP-X800 (400 Euro UVP), LGs UP970 (300 Euro), Samsungs M8500 (ca. 300 Euro) und der UB404 von Panasonic (349 Euro) wollen ein größeres Publikum​ für die 4K-Disc begeistern. Doch wieviel technische Abstriche sind möglich, ohne die neuen Toptechnologien zu konterkarieren? 

Während Sony, Samsung und LG noch auf sich warten lassen, erreichte der Panasonic schon unser Testlabor. Der kleine Japaner muss daher zeigen, was er von seinen großen Brüdern UB900 und UB704 gelernt hat. Letzterer kostet im Handel derzeit selbst nur noch um die 370 Euro. Harte Konkurrenz aus den eigenen Reihen.​

Eigene Taste für HDR

Deutlich kleiner und leichter ist der UB404, was auf eine einfache, aber solide Verarbeitung zurückzuführen ist. Display am Gerät: Fehlanzeige. Nur eine rote Leuchtdiode (grün wäre logischer) weist auf den Betriebszustand hin. Auch die Fernbedienung ist knapper gehalten als etwa die Premiumausführung des UB900. Dafür haben ihr die Entwickler neue Tasten spendiert: Über die „Playback-Info“ lassen sich allerhand Daten zum laufenden Inhalt auslesen, etwa Farb-raum, Bild- und Tonformate. 

Mittig rechts ermöglicht die neue Taste „HDR Setting“ eine individuelle Anpassung an den eingelegten Film. Vier Stufen für High Dynamic Range stehen zur Verfügung: hell, licht, natürlich und dunkel (bei unserem Testfilm die beste Einstellung). Dies funktioniert übrigens nicht nur bei UHD Blu-rays, sondern auch bei HDR-Inhalten, etwa von Netflix. An dem US- Streaminganbieter kommt man im Übrigen ohnehin kaum vorbei, denn er hat seine eigene rot-weiße Taste etwas zu prominent zwischen Topmenü- und Home-Taste platziert bekommen. Da hätte man sich lieber andere Basisfunktionen gewünscht, wie etwa den nach rechts verlagerten Home-Drücker. Schließlich hat der Player noch andere Anbieter wie Amazon oder Maxdome zu bieten. Aber wie heißt es schön? Wer zahlt, schafft an.

Panasonic DMP-UB404 von hinten

© Panasonic

Die Trennung von HDMI-Video und -Audio ermöglichen unter anderem eine bessere Klangqualität, oder hilft bei älteren AV-Receivern ohne HDCP 2.2- Kopierschutz.

​Doch nun zum Bildtest: Der UB404 ist „Ultra HD Premium“-zertifiziert. Sprich: Er spielt Inhalte in 4K und HDR inklusive des erweiterten Farbraums BT.2020 aus, mit Bildwiederholungsraten bis zu 60p. Panasonic hat als stärksten Qualitätsgaranten eine Variante seines neuen HCX-Prozessors verbaut, der auch in Fernsehern der japanischen Marke zum Einsatz kommt. Dieser lässt sein Können in unserem Test durchaus aufblitzen. Das 4K- und HDR-Bild der UHD Blu-ray wird zu einem soliden 4:4:4-Signal hochgerechnet, was der Farbechtheit und dem Kontrast sehr gut tut. Abgesehen von einer leichten Abweichung im Bereich Cyan lässt sich der UB404 bei der Farbwiedergabe-Messung nicht lumpen und liefert sogar sattere Werte als manch teurer Mitbewerber. 

Etwas zu kämpfen hat der kleine Panasonic dagegen bei der Farbschärfe, vor allem bei der 1080p-Wiedergabe. Hier offenbart er leichte Schwächen, insbesondere im Vergleich zu seinen großen Vorgängern. Viele Filmfans mit großer Blu-ray-Sammlung dürften sich indes über das sogenannte 4K Direct Chroma Upscaling freuen. Mit ihrer Hilfe konvertiert der Player Full-HD-Inhalte in ein UHD-artiges Bild. Der Unterschied zum nicht konvertierten 1080-Bild wird gut sichtbar.

Besser in Surround​

Das Bild ist beim Heimkinoerlebnis bekanntlich nur die halbe Miete. Daher musste sich der UB404 auch einem Klangtest unterziehen. Musikalisch erweist er sich als Tausendsassa. Über seinen USB 3.0-Anschluss auf der Rückseite sowie über den USB- 2.0-Eingang an der Front lassen sich per externer Quelle unzählige Soundformate wiedergeben. Natürlich las​sen sich per USB aber auch Videos bis zu 4K und Fotos abspielen. 

Auf ein analoges Anschluss-Set, wie es der UB900​ aufweist, verzichtet Panasonic hier aus Kostengründen. Immerhin ist ein optischer Ausgang als Alternative zu HDMI vorhanden. Bestmögliche Klangqualität bei Filmen lässt sich jedoch herstellen, indem man das Bild über den ersten HDMI-Ausgang zum TV, und den Sound über die zweiten HDMI-Klemme zu einem AV-Gerät führt. Dieses Setup ist auch nötig, falls der AV-Receiver älteren Baujahrs über HDMI nicht den auf UHD Blu-rays vorhandenen Kopierschutz HDCP 2.2 durchleitet.

Panasonic DMP-UB404 Fernbedienung

© Panasonic

Wie immer ein solider Geber. Doch die HDR-Taste am Rand, Netflix dafür ex-trem prominent? Hier wurden Prioritäten falsch gesetzt.

Wer Discs mit 3D-Ton in Dolby Atmos​ oder DTS:X ausgeben möchte, muss im Audio-Menü für beide Formate „Bitstream“ und „BD-Video-Zweitton Aus“ einstellen. Mit unserer Atmos-Test-Blu-ray, dem Konzert der Imagion Dragons („Radioactive“), kommt der UB404 nur bedingt zurecht. Höhen wirken in allen Bereichen des Raumes nach oben gedrängt, Bässe klingen phasenweise übe​rzogen. Unsere Filmsequenz aus „Jason Bourne“ in DTS:X​ zeigt dem UB404 ab gewissen Lautstärken ebenso seine Grenzen auf. Er lässt bei der Vielfältigkeit der Actionszene (siehe links unten) absolute Klarheit und damit auch die nötige Räumlichkeit vermissen. Deutlich besser schlägt sich der kleine Asiate dagegen in der klassischen Surroundwiedergabe.​​

Musikalischer Netzwerker 

In Dolby Digital 5.1 darf er sich eines soliden Klangbilds rühmen. Hier gefällt besonders die Klangeinstellung „Nacht-Surround“, die manche Diskussion mit den Nachbarn ersparen sollte. Auch die Musikwiedergabe von einer Audio-CD verläuft sehr zufriedenstellend. Der Bediener kann aus neun verschiedenen Klangvarianten wählen. Für sechs davon stehen Vakuumröhren mit 96-kHz/192-kHz-Upsampling zur Wahl, um den Klang eines Röhrenverstärkers zu simulieren. 

Panasonic DMP-UB404 von vorne

© Panasonic

Panasonic DMP-UB404 von vorne

Der kompakte Vielkönner ist derweil auch ein prima Netzwerker. WLAN und Ethernet-Anschluss sorgen für die notwendige Flexibilität, die genannten Streaming-Services und einige weitere Apps fürs Programm. Als DLNA-Client greift er erfreulich schnell auf NAS-Festplatten im Heimnetzwerk und damit auf die private Bilder-, Film-, oder Fotosammlung zu. Mithilfe von Smartphone und Tablet lässt sich sogar ein Fernzugriff auf die Netzwerkinhalte einstellen. Auch sonst stimmen übrigens viele der wichtigen Kauf-Parameter. Die Ladezeiten für alle Disc-Formate hat Panasonic seit dem UB900 stark verbessert, im Fall der UHD Blu-ray mit etwa 18 Sekunden bei unserer Testscheibe „Planet Erde II“ sogar halbiert. In Sachen Stromverbrauch gehört der UB404 ebenfalls zu den „Guten“.​

Fazit 

Schon die Preiskategorie verrät: Der UB404 ist kein High-End-Player, auch wenn es Panasonic gelungen ist, viele Features aus der Topklasse zu integrieren. Dies wird spätestens beim 3D-Sound deutlich. In der Einsteigerklasse dürfte der UB404, vorbehaltlich der bevorstehenden Tests von Sony, LG und Samsung, jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit eine sehr gute Figur abgeben. Ideal für alle, die nicht unbedingt ihr großes Kellerkino, aber doch ihr Wohnzimmer UHD-tauglich aufrüsten wollen.​

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