Blu-ray-Player

Panasonic DMP-BDT465 im Test

Panasonic liefert in seinem aktuellen Mittelklassemodell DMP-BDT465 jede Menge Gründe für einen neuen Blu-ray-Player. Wir haben sie im Test heraus gefunden.

DMP-BDT465 von Panasonic im Test

© Panasonic

DMP-BDT465 von Panasonic im Test

Pro

  • wertig
  • flotte Bedienung
  • UHD-Fotoanzeige
  • zwei HDMI-Ausgänge

Contra

  • schwache YUV-Farbpegel bei DVD
  • keine Analog-Ausgänge

Blu-ray-Player sind ja nichts Neues mehr. Es gibt sie in jedweder Verpackung: liegend, stehend, mit Disc-Lade oder Slot-in-Laufwerk. Bisweilen stehen Scheibendreher für zweistellige Beträge beim Discounter. Warum also ein Player für über 200 Euro wie der DMP-BDT465 von Panasonic?

Nachdem der Test des brandneuen Players abgeschlossen war, konnten die Tester eine Handvoll Gründe nennen, warum der Neuling ein heißer Kandidat für jeden Filmfan ist, der einen Blu-ray-Player sucht. Für den ersten Grund ist kein Test notwendig: Der neue Panasonic sieht für einen klassischen Mittelklasse-Scheibendreher verdammt gut aus. Im Gegensatz zur leichtgewichtigen, mehr oder weniger billigen Plastik-Optik vieler Konkurrenten macht das matt gebürstete Alu-Verdeck des DMP-BDT465 wirklich etwas her. Mit präzisen Kanten sowie exakt passenden Front- und Seitenteilen wirkt das Gerät schick und solide.

Ein schneller Geselle

Weitere Gründe finden sich, sobald man den Player anschließt und einschaltet. Mit einer Startzeit von unter 30 Sekunden im Sparbetrieb ist der Player zwar kein Sprinter, dafür liest er Blu-ray Discs in knapp 16, CDs und DVDs in gerade mal zwölf Sekunden ein - das kann sich sehen lassen. Noch angenehmer fällt die Schnelligkeit des Players auf, wenn man sich durch Menüs und Funktionen hangelt. Selbst der Medienabruf von DLNA-Servern im Netzwerk oder angeschlossener USB-Sticks gelingt schneller als mit fast jedem anderen Blu-ray- oder Netzwerk-Player.

Das mag für Laien unwichtig klingen, doch in der Praxis führen oft unnötig lange Wartezeiten dazu, dass solche Funktionen erst gar nicht zum Einsatz kommen. Denn wer möchte schon fünf bis zehn Sekunden warten, bis ein Foto der digitalen Diaschau aufgerufen wird? Der DMP-BDT465 macht's sogar mit 16-Megapixel-Fotos vom Netzwerk- Server binnen zwei Sekunden und straft damit alle diejenigen Lügen, die das Warten auf lahme Netzwerke schieben.

Heimkino: Blu-ray-Player und Video-Streaming

A propos Fotos: Als einer der wenigen Player dieser Klasse schickt er Fotos in voller 4K-Auflösung mit acht Megapixeln (3.840 x 2.160 Pixel) an UHDTVs. Auch musikalisch bietet er HiRes-Talente: Neben MP3- oder AAC-Musik spielt der Panasonic highfidele FLAC-Audiotracks mit einer Digitalauflösung von bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz. Die holt er auch übers Netzwerk - und reicht die Audiosignale decodiert in bestmöglicher Qualität via HDMI weiter. Damit gibt er auch einen guten HiRes-Audio-Streaming- Client ab. Man kann dem Player Musik und andere Daten obendrein von einem externen DLNA-Controller schicken. Stellt man ihn auf die Betriebsart Renderer ein, so lässt er sich flugs in jede DLNA-Multiroom-Anlage einbinden.

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Mit zwei USB-Buchsen und einem SD-Card-Slot vorn sowie HDMI-, Netzwerkund TOSLINK-Anschlüssen ist der Player zeitgemäß bestückt. Für den…

Umfassend vernetzt

Damit sind die Netzwerk-Funktionen des DMP-BDT465 aber nicht erschöpft. Er greift außer auf DLNA-Server auch auf normale Festplatten im Heimnetzwerk zu - also etwa NAS-Speicher oder freigegebene Laufwerke am PC. Dafür muss man deren IP-Adresse und Benutzerdaten eingeben und kann dann direkt auf die Dateien zugreifen.

Zudem lässt sich der Player per Wi- Fi-Direct-Datenfunk von einem Tablet oder Smartphone mit Musik, Fotos oder Videos versorgen. Schließlich unterstützt er den Miracast-Standard, um Bildschirminhalte von Mobilgeräten anzuzeigen. Das funktioniert mit den meisten aktuellen Android- und Windows-Mobilgeräten.

Kreuz und quer steuern

Gegenüber den Erfahrungen mit anderen Miracast-Clients funktionierte die Bildschirmspiegelung mit dem Panasonic im Test reibungslos - auch das spricht für den fixen Player.

Unterm Strich muss man also ganz schön viele Funktionen unter Kontrolle haben. Die Steuerung des Players klappt allerdings kinderleicht. Die Funktionsmenüs listen in jeder Ebene vier Punkte, die man mit den vier Richtungstasten des Cursor-Kreuzes anwählt. Im Hauptmenü kann man zum Beispiel nach oben zu Netzwerkfunktionen wechseln, während die anderen Richtungen zur Video-, Foto- und Musikwiedergabe führen. Im jeweils folgenden Menü verzweigt sich der Funktionsbaum weiter - bei der Medienwiedergabe Richtung Disc-, USB- und SD-Card-Speicher, im Netzwerkbereich eben zu DLNA, Netzwerk- Festplatte, Online-Portal und so weiter. Die Steuerung ist deshalb so einfach, weil für jeden Sprung nur ein einziger Tastendruck notwendig ist und man die Logik innerhalb kürzester Zeit verinnerlicht hat - für Anfänger nicht zu vernachlässigen.

Klassische Talente

Die Geschwindigkeit des Players bleibt auch bei der Filmwiedergabe bestehen. Discs sind fix eingelesen, auch die Menüsteuerung im Film hakte im Test nie. Der Player nimmt alle gängigen Audio- und Videoformate entgegen, mal abgesehen von WMV-Clips. Blu-ray Discs spielte er mit hoher Schärfe und skalierte sie auf Wunsch in UHD-Auflösung. Ob das besser aussieht als bei der Skalierung im UHD-Fernseher selbst, das hängt von dessen Qualitäten ab. Die bisherigen TVs boten sehr gute Skalierungen, doch bei den immer häufiger angebotenen Low-Price-UHD-Geräten ohne hochwertige Videoprozessoren wird eine Skalierung im Zuspieler immer sinnvoller.

Tipps: So leben DVD und Blu-ray-Discs länger

Die Farbwiedergabe von DVDs kam uns etwas dunkler vor als die in Blu-ray-Filmen, was im Messlabor nachvollziehbar war. Abhilfe schafft die Umstellung der HDMI-Bildausgabe von der Werkseinstellung YUV 4:4:4 auf RGB. Auf dem Referenz-TV erschienen farbige Strukturen und Details dann feiner und strahlender.

Der eingebaute HD-Audio-Decoder entschlüsselt alle 5.1- und 7.1-HD-Tonformate von DVDs und Blu-ray Discs und reicht sie auf Wunsch in PCM per HDMI-Kabel weiter. Der Player bietet dabei kein eigenes Bassmanagement. Darum muss sich der AV-Receiver selbst kümmern. Alternativ gibt der DMP-BDT465 auch den Rohdatenstrom des jeweiligen Formats weiter.

Bemerkenswert ist auch der zweite HDMI-Ausgang. Er kam ursprünglich mit den ersten 3D-Blu-ray-Player auf. Damals gab die Zweit-HDMI-Buchse den Ton in voller Qualität parallel zum Bild-HDMI-Out an AV-Receiver ohne 3D-fähige Signalverarbeitung weiter. Heute dient sie demselben Zweck, wenn ein UHD-Fernseher das Bild zeigt und ein AV-Receiver ohne UHD-fähige HDMI-Anschlüsse den Ton dazu verarbeiten soll.

Fazit

Fünf Gründe reichen kaum, doch schick, schnell, scharf, universell und dabei einfach steuerbar ist der DMP-BDT465 allemal. Seine Netzwerk- und Smartphone-Funktionen lassen sich flott bedienen und sind im Menü leicht zu finden. Die HD-Bildqualität ist prima und die Schwächen in der DVD-Wiedergabe lassen sich ausmerzen. Damit ist der Panasonic unterm Strich ein echtes Highlight

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