Im Test

Panasonic DMP-BDT110

Was muss ein Blu-ray-Player im Jahr 2011 bieten? Panasonic beantwortet als erster der großen TV-Hersteller diese Frage. Erweiterte 3D-Funktionen, mehr Netzwerk-Qualitäten und ein schickeres Design verspricht der DMP-BDT110.

Panasonic DMP-BDT110

© Video Homevision

Panasonic DMP-BDT110

Panasonic räumt das Feld von hinten auf. Noch im Jahr 2010 waren es die großen Mitbewerber, die den Japanern die Schau stahlen, wenn es um Multimedialität und Netzwerk-Qualitäten ging. Doch das Aufgebot des DMP-BDT110 und des silbernen BDT111 dürfte die Konkurrenten in Zugzwang bringen.

Aus den Datenblättern lässt sich herauslesen, dass der Player für 200 Euro das optimale Upgrade-Kit für ältere Fernseher ist und auch vor weit teureren Playern bestehen kann.

Auf der Ausstattungsliste steht zunächst einmal Skype. Im vergangenen Jahr boten schon einzelne Fernseher-Modelle von Samsung und Panasonic Internet-Videotelefonie.

Jetzt kommen mit dem Übergriff auf Blu-ray-Player neue Funktionen hinzu. Versprochen ist etwa ein Video-Anrufbeantworter: Nimmt der Nutzer ein Gespräch nicht entgegen, spielt der Player ein vorher aufgenommenes Video von der Fotospeicherkarte ab. Der Anrufer hat danach die Möglichkeit, eine Videobotschaft zu hinterlassen.

Leider konnten wir die Funktion nicht ausprobieren, da unser Vorab-Testmuster das nötige Firmware-Update erst im März erhalten wird. Zum Skypen erforderlich ist die optional erhältliche Web-Cam TY-CC10, die via USB an der Rückseite des DMP-BDT110 angeschlossen wird.

Zum Testzeitpunkt nicht verfügbar war auch die iPhone App, worüber sich der Player bedienen lässt. Dennoch ist die Steuerung per Smartphone bereits jetzt möglich, denn der DMP-BDT110 ist ein DLNA-Renderer. Mithilfe einer Controller-Software wie PlugPlayer (www.plugplayer.com) kann der Nutzer vom Smartphone aus Medien von einem DLNA-Server an den Player schicken, damit dieser sie wiedergibt.

Zusätzlich ist Panasonics neuester Spross ein DLNA-Player, der sich selbstständig bei kompatiblen Netzwerk-Servern bedient. Der Panasonic ist dabei wie seine Vorgänger recht wählerisch, wenn es um Medienformate geht. Er ist hauptsächlich darauf ausgelegt, Fernseh-Aufnahmen (im M2TS-, TS- oder im MPG-Format) wiederzugeben, die ihm idealerweise ein Blu-ray-Rekorder von Panasonic anbietet.

Die beliebten MKV-Videos spielt der Player nur von USB-Speichern. AVCHD-Camcorder-Aufnahmen holt er sich wiederum nur von SD-Speicherkarten und aus dem Netzwerk.

Neben seinen Netzwerk-Qualitäten sind es vor allem seine 3D-Optionen, die den DMP-BDT110 zu einem Trendsetter machen. Er ist der erste Blu-ray-Player, der 2D-Inhalte in drei Bilddimensionen umwandeln kann. Aber auch der Panasonic-Player kann keine Wunder vollbringen. Er verschiebt das gesamte Geschehen virtuell mehr vor oder hinter den Bildschirm, als dass er eine Tiefenstaffelung vornimmt.

Doch besser so, als dass Berechnungsfehler auftreten, die unnatürlich wirken. Für mehr Tiefenwirkung kann der Nutzer den Bildschirmtyp "rund" wählen: In diesem Fall erscheint die Bildmitte im Vordergrund, nach links und rechts nimmt die Entfernung zu.

Da die empfundene 3D-Tiefenwirkung immer auch von der Bildschirmdiagonale, der Entfernung vom Fernseher und vom eigenen Augenabstand abhängt, sollte sie an die eigenen Bedürfnisse anpassbar sein. Genau das bietet Panasonic und geht sogar einen Schritt weiter: Wenn der Nutzer eine extreme Tiefenwirkung wünscht, erscheinen unvermeidlich am linken und rechten Bildrand leicht wahrnehmbare dünne Balken.

Sie entstehen durch das horizontale Versetzen (Parallaxe) fürs linke und rechte Auge. Außerdem wirkt es störend, wenn die Tiefenwirkung am Bildschirmrand plötzlich endet. Deshalb bietet der BDT110 die Möglichkeit, einen Rahmen einzublenden.

Auch wenn sich eine 3D-Blu-ray im Player dreht, bleiben diese Einstelloptionen verfügbar. Sehr erfreulich, denn wer weiß, wie sauber der Regisseur gearbeitet hat und wie viel 3D-Tiefe sich der Nutzer wünscht. Selbst an 3D-Fotos hat man bei Panasonic gedacht: Der Player spielt als erster MPO-Dateien ab, die beispielsweise die 3D-Kamera Fujifilm FinePix REAL 3D W1 erstellt.

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