Testbericht

Panasonic DMP-B500

DVD- und Blu-ray-Porties sind echte Luxusgüter. Vielleicht sind sie gerade deshalb so beliebt.

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© Video Homevision

Der Panasonic DMP-B500

Die Aufgaben eines tragbaren Disc-Players erledigt häufig auch ein Notebook, das kaum teurer ist als der mobile Scheibendreher. Dennoch erfreuen sich die luxuriösen Reisekinos großer Beliebtheit.

Neuester Vertreter ist der Panasonic DMP-B500. Er kostet deutlich weniger als sein Vorgänger DMP-B15 (800 Euro, getestet in Video-HomeVision 9/2009, Seite 59), mit 600 Euro aber noch immer doppelt so viel wie stationäre Geräte. Dafür lässt er sich unterwegs und zu Hause nutzen.

Er besitzt einen 26-Zentimeter-Monitor, eingebaute Lautsprecher und eine Kopfhörerbuchse. Zum Anschluss an den Fernseher dient ein seitlich angebrachter HDMI-Ausgang. Weitere analoge oder digitale Audio- Video-Buchsen sucht der Nutzer vergeblich, ebenso einen Video-Eingang, der den Mini-Bildschirm zum Taschenmonitor adeln könnte.

Überschaubar sind auch die Heimkino-Funktionen. Blu-ray-Ton verarbeitet der Player nur als 5.1-Version. Dolby TrueHD oder DTS-HD von Bluray gibt er als Rohdatenstrom via HDMI an AV-Anlagen weiter. Aber unterwegs hört man ja nur Stereo.

Andererseits hat Panasonic den Porti mit üppigen Multimedia- und Netzwerk-Funktionen ausgestattet. Über seinen SD-XC-Kartenleser gibt er Filme aus AVCHD-Camcordern und Digitalfotos wieder. Dabei lässt er sich auch als digitaler Fotorahmen ins Regal stellen. Und er ruft Fotos, Videos und Musik übers Netzwerk ab. Dafür nimmt er per LAN-Kabel oder den mitgelieferten USB-WLAN-Adapter Kontakt mit DLNA-fähigen Medienservern auf.

Im Zusammenspiel mit den neuen Panasonic-Blu-ray-Rekordern DMRBS750 und 850 wartet ein weiteres Netzwerk-Highlight: Sie haben eine sogenannte DIGA-Server-Funktion, der Player ist ein passendes Abrufgerät. Aktiviert man im Netzwerk-Menü den DIGA-Server, kann man über den Player alle Archivaufnahmen von der Rekorder-Festplatte anschauen.

Daneben bietet der DMP-B 500 alles, was stationäre Panasonic-Player können: BD-Live etwa oder den Panasonic-Internet-Dienst Viera Cast. Letzterer erlaubt es etwa, den Player mit in die Küche zu nehmen, um dann neben der Arbeit die letzte Ausgabe der "Tagesschau" übers Internet anzuschauen.

Download: Tabelle

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© Video Homevision

Im Netzwerk-Menü (oben) zeigt der DMP-B500 alle im Heimnetz verfügbaren Medienserver. Der Panasonic DMRBS750 wird als DIGA- Server gelb markiert. Die beiden anderen sind normale DLNA-Server. Nachdem der DIGAServer gewählt wurde, zeigt der Player- Bildschirm dessen Aufnahme-Archiv (unten). Alle fertig aufgenommenen Sendungen lassen sich nun per Knopfdruck auf dem Porti abspielen. Für HDTVMitschnitte ist dafür aber ein schnelles WLAN oder eine LAN-Verbindung erforderlich.

Klassische Qualitäten

Zur Steuerung liefert Panasonic eine Fernbedienung mit. Am Gerät selbst befinden sich ebenfalls fast alle Bedienelemente. Menüs steuert man über ein Cursor-Kreuz oben auf der Rückseite des Geräts, die Laufwerkstasten befinden sich auf einer Folientastatur unter dem Bildschirm. Das macht die Bedienung kinderleicht.

Im Tontest über die eigenen Lautsprecher bot der kompakte Player keine High Fidelity, der mittenbetonte Sound war aber gut verständlich. Via Kopfhörer bot er räumlich gut gestaffelten, aber in den Höhen leicht bedeckten und nicht sehr lauten Filmton. Zu Hause tut man gut daran, ihn per HDMI mit der AV-Anlage zu verbinden - dann tönt er ebenso eindrucksvoll wie normale BD-Player.

Das eingebaute WVGA-Display zeigte knackscharfe Bilder, die selbst aus nächster Nähe kaum Pixelraster erahnen ließen. Trotz seiner Bildschirm- Auflösung deutlich unter Full HD zeigte der Player Blu-ray-Filme plastisch und knackig. Fast ebenso gut kamen Bilder von DVD herüber: Das Display nutzt deren Auflösung optimal aus, und die Signalverarbeitung hat eine gute Vollbildwandlung. Am Referenz-TV bot er eine ähnlich hochwertige Bildqualität wie die Einsteiger-Blu-ray-Player von Panasonic.

Fazit

Blu-ray-Portis sind Luxusgüter. Der DMP-B500 ist zurzeit nicht nur der beste unter ihnen, sondern auch der vielseitigste. Wer sich schon einen der neuen Blu-ray-Rekorder gekauft hat, kann dessen Wirken mit dem DMP-B 500 auf eine zweite, besonders flexibel einsetzbare Abspielstation erweitern.

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