Panasonic DMC-FX80 - kompaktes Leichtgewicht

Die Panasonic DMC-FX 80 hat mit einem 12-Megapixel-Sensor und einem 5-fach-Zoom von Leica eigentlich alle Voraussetzungen für eine gute Bildqualität. Leider patzt sie entscheidend.

  1. Panasonic DMC-FX80 - kompaktes Leichtgewicht
  2. Datenblatt
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© Panasonic

Die schlanke Lumix DMC-FX80 ist das günstigste Modell in Panasonics populärer FX-Premium-Serie. Mit 130 Gramm ein Leichtgewicht unter den Kompakten, gefällt sie durch ein aufgeräumtes und flottes Äußeres. Die Kanten des nur 19 mm dicken Kamerabodys sind abgerundet, dadurch wirkt sie optisch klein und fühlt sich angenehm an. Die wenigen vorhandenen Bedienelemente sind ebenfalls klein, die Kennzeichnung deshalb mitunter nur schwer zu erkennen.

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Die Symbole und Schriften werden am 3-Zoll-Display in deutlicher Größe dargestellt. Die Auflösung von 76.600 RGB-Pixeln reicht aber nicht für wirklich knackige Schärfe. Das können andere Kameras dieser Preisklasse besser. Ein Pluspunkt ist aber die Bedienung per Touchscreen. Das Menü ist wie bei anderen Panasonic-Kompaktkameras einfach und übersichtlich, Einstellungen können individuell auf den Schnellzugriff gelegt werden. Dadurch verkürzen sich für diese Werte die manchmal langen Zugriffswege ganz erheblich. Am Touchscreen werden aber nicht nur die Einstellungen in den verschiedenen Menus vorgenommen, auch Brennweite und Fokuspunkt können per Antippen oder Fingerwisch verändert werden. Das mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, man lernt es aber schnell zu schätzen und möchte es dann nicht mehr missen. Das Objektiv ist ein Leica DC-Vario Summarit mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 120 mm (KB). Das ist in der Praxis völlig ausreichend, zumal die DSC-FX80 diesem Zoombereich mit einer "Intelligent-Zoom-Funktion" auf den Faktor 10 verdoppeln kann - "bei annähernd gleicher Bildqualität" meint Panasonic, das sehen wir aber anders: Die hochgerechneten Bilder sind merklich schlechter. Sehr gut ist die Weitwinkel-Anfangsblende von f2,5, die Tele-Lichtstärke ist mit f6,4 allerdings unterdurchschnittlich für eine Brennweite von gerade mal 120 Millimetern (KB). Videos nimmt die Lumix DMC-FX80 in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) auf, dazu steht während des Filmens der optische Zoombereich komplett zur Verfügung. Eine Besonderheit ist der Highspeed-Modus, in dem die Kamera bei reduzierter Auflösung ca. 10 Bilder pro Sekunde schafft und das für maximal 100 Bilder am Stück. Das gibt Spielraum z.B. für Bewegungsstudien. 

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Sicher ist es fraglich, ob eine solche Kamera jemals auf ein Stativ gesetzt wird. Aber die Platzierung der Gewindebuchse aus Kunststoff für den Stativanschluss ist mehr als unglücklich, gerade mal 10 mm von der äußersten Kante des Kameragehäuses entfernt. Die Kamera hängt dadurch auf dem Stativ wie Wäsche im Wind. Richtiges Festschrauben ist nicht möglich. Konsequenter wäre es gewesen, die Buchse ganz weg zu lassen.Panasonic setzt bei der DMC-FX80 auf einen CCD-Sensor mit 12-Megapixel - was im Zeitalter der Pixelmania prinzipiell eine gute Entscheidung ist. Doch die Bilder enttäuschen. Die Auflösung liegt noch im Bereich dessen, was ein solcher Sensor hergibt: 1248 LP/BH bei ISO 100 und Weitwinkel in der Bildmitte, die bis ISO 1600 auf knapp 1000 LP/BH zurück gehen, Randabfall 200-250 LP/BH bei den unterschiedlichen Empfindlichkeiten. Bei der Feinabstimmung patzt der Prozessor aber kräftig, denn obwohl Bilddetails sichtbar geopfert werden, rauscht es kräftig. Und das schon bei geringer Empfindlichkeit. Das belegen die Bilder genauso wie die Messwerte für Visual Noise (zwischen 1,9 bei ISO 100 und 3,8 bei ISO 1600) und Kurtosis (2,1/1,5/1,9/2,7 bei ISO 100/400/800/1600).Bei der Beurteilung der Bilder fällt zudem eine starke tonnenförmige Verzeichnung im Weitwinkel auf (-0,83%). Das mag bei Landschaften noch hinnehmbar sein, sobald gerade Linien ins Spiel kommen, werden sie am Bildrand merklich durchgebogen. Im Tele schlägt das ins Gegenteil um, hier verzeichnet das Objektiv kissenförmig (+0,52). In der Summe landet die DMC-FX80 im Panasonic-internen Ranking weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Schade, denn das Konzept mit einem 12-Megapixel-Sensor in einem schlanken Gehäuse ist sinnvoll. Möglicherweise kann ein Firmware-Update hier etwas Kosmetik betreiben, aber wer für mehr als 250 Euro gute Bildqualität sucht, muss zu einer anderen Kamera greifen. Auch Panasonic kann das eigentlich besser - viel besser.Fazit: Das nette Design und die gute Ausstattung der Panasonic Lumix DMC-FX80 gefallen, die Bildqualität enttäuscht trotz 12-Megapixel-Sensor. Das ist insgesamt zu wenig für eine Kamera in dieser Preisklasse.

Panasonic Lumix DMC-FX80

HerstellerPanasonic
Preis230.00 €
Wertung34.5 Punkte
Testverfahren1.6

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