Testbericht

Online-Fernsteuertools: PC-Fernzugriff per Internet

Den heimischen PC von einem beliebigen Ort aus fernsteuern? Unser Test zeigt auf, welcher RC- Service die beste Leistung bietet.

  1. Online-Fernsteuertools: PC-Fernzugriff per Internet
  2. LogMeIn Pro
Software Test Online-Fernsteuertools: PC-Fernzugriff per Internet

© Archiv

Test Online-Fernsteuerungstools

Unterwegs mit dem eigenen Notebook kann man klassische Fernwartungsprogramme, neudeutsch Remote- Control-Software, nutzen. Aber im Internet-Cafe oder an einem öffentlichen Internet-Terminal kann man in der Regel keine Software installieren.

Oder der Bekannte in den USA hat leider nur einen Mac. Ein weiteres Problem sind oft auch Firewalls, DSL-Router und dynamische IP-Adressen, die eine direkte Verbindungsaufnahme mit dem Ziel-PC erschweren oder gänzlich verhindern.Genau dafür sind Online-Fernsteuerungen gedacht, die nicht mehr als einen Webbrowser benötigen. Die Verbindung erfolgt über ein Webportal, bei dem man sich zunächst registriert. Auf dem PC zu Hause, dem Host, der ferngesteuert werden soll, muss die jeweilige Server-Software installiert werden. Sie läuft ständig im Hintergrund und meldet sich regelmäßig beim Anbieter mit ihrer aktuellen IP- Adresse.

Um auf den Host-PC zuzugreifen, meldet man sich beim Web-Portal des Anbieters mit Benutzername und Passwort an. Dieser zeigt eine Liste der verfügbaren Host-PCs für den Benutzer an. Nach der Auswahl eines PCs startet ein ActiveX-Control, Java-Applet oder Firefox-Plug-in die Fernsteuerungs-Software innerhalb des Browser-Fensters auf dem Client-PC.

Dieser zeigt den Desktop des Host-PCs an, Maus- und Tastatureingaben leitet das System an den Host-PC weiter. Im Regelfall gehört auch die Übertragung von Dateien zum Funktionsumfang.

Bei Funktionsumfang, Unterstützung für verschiedene Webbrowser und Bedienungskomfort unterscheiden sich die Programme deutlich. Ernsthafte Probleme bei der Installation und Konfiguration gab es bei keinem Testkandidaten, allerdings waren manche wie UltraVNC ohne Netzwerkkenntnisse kaum zu konfigurieren.

BeAnyWhere Personal Edition

Software Test Online-Fernsteuertools: PC-Fernzugriff per Internet

© Archiv

Der Dateimanager von BeAnywhere offenbart deutliche Darstellungsfehler, die die Bedienung erschweren.

Komplett auf den Internet Explorer auf der Client-Seite setzt BeAnywhere. Nur mit einem ActiveX- Control sind die Funktionen nutzbar. Dazu passt auch, dass die Installation der Host-Software direkt aus dem Internet Explorer heraus startet. Während die Website eingedeutscht ist, bleibt die Software englisch.

In der übersichtlichen Verwaltungskonsole sind lediglich die verfügbaren PCs aufgelistet, Benutzer oder Gruppen gibt es nicht. Für jede Funktion wie Fernsteuerung oder Synchronisierung wird ein separates Browser-Fenster geöffnet. Es gibt dabei keinen sichtbaren Weg, eine Fernsteuerungssitzung zu beenden. Schließt man einfach das Browser-Fenster, quittiert das die Steuerung im Hauptfenster mit ein paar Fehlerdialogboxen.

Software Test

Testprofil

\n Multiplaicar Negoc.BeAnywhere
Herst.-Link
49,95 Euro/Jahr

Fernsteuertool

Weitere Details

55 Prozent

Fazit

Testurteil
befriedigend
Preis/Leistung
befriedigend

Auf dem Test-PC ergaben sich deutliche Darstellungsprobleme, so waren Eingabefelder verschoben und Beschriftungen nicht vollständig lesbar. Sehr eigenwillig ist auch die standardmäßige Einstellung, den Benutzer auf dem Remote-PC nach einer Sitzung in Windows abzumelden. Beim nächsten Zugriff muss man sich erst wieder einloggen. Die Übertragung der Daten wirkt allgemein sehr zäh, selbst bei geringer Farbtiefe und abgeschaltetem Hintergrundbild.

BeInSync Pro

Software Test Online-Fernsteuertools: PC-Fernzugriff per Internet

© Archiv

Auf dem Host-PC verwaltet die Steuer-Software von BeInSync Ordnerfreigaben und synchronisierte Ordner.

Etwas aus dem Rahmen fällt BeInSync Pro. Die Lösung konzentriert sich auf den Zugriff und die Verwaltung von Dateien, eine Fernsteuerung ist nicht vorgesehen. Für den einfachen Dateizugriff auf den Host-PC reicht dafür ein beliebiger Webbrowser aus. Die Verwaltungskonsole zeigt die Ordner und Dateien als normale Webseite an.

Eine Datei übertragen Sie über die normale Download-Funktion des Browsers vom Host auf den Client-PC, ebenso funktioniert der Upload über ein Webformular. Große Sprünge kann man damit nicht machen, um schnell eine einzelne Datei zu holen, reicht es aus.

Seine Stärke spielt BeInSync erst aus, wenn die Client-Software auf mehreren PCs installiert ist. Dann kann man Ordner oder einzelne Dateien zum Synchronisieren bestimmen. Termingesteuert oder bei jeder Änderung gleicht BeInSync dann die Dateien zwischen den beteiligten Computern ab.

So ist auf jedem PC immer die aktuelle Version gespeichert. Dabei überträgt die Software bei großen Dateien nur die geänderten Teile, was den Einsatz auch bei langsameren Internetverbindungen erträglich macht.

Software Test

Testprofil

\n Phoenix Technol.BelnSync Prof.
beinsync.com
59,95 US-Dollar

Fernsteuertool

Weitere Details

66 Prozent

Fazit

Testurteil
befriedigend
Preis/Leistung
gut

Die Share-Funktion gibt einen Ordner für mehrere Anwender von BeInSync frei. Je nach Zugriffsrechten können diese nur lesen, zusätzlich schreiben oder haben Vollzugriff. Auch bei Share-Ordnern erfolgt ein ständiger Abgleich der Versionen. Als Abrundung sind noch 5 GByte Speicher für Online-Backups enthalten, gegen Aufpreis kann man mehr Platz mieten.

Laplink Everywhere 4

Bereits seit längerer Zeit ist Laplink Everywhere 4 auf dem Markt. Und das merkt man der Software auch an: Der Funktionsumfang ist gering, das Tool setzt außerdem auf der Client-Seite zwingend den Internet Explorer für ActiveX-Controls voraus. Optional unterstützt Laplink bei Windows XP Pro und auch den eingebauten Remote Desktop von Microsoft.

Beim Verbindungsaufbau mit dem Verwaltungsportal fällt ein verfallenes SSL-Zertifikat der Website auf. Auch das Zahlungsmodell für Laplink Everywhere ist nicht besonders praxisgerecht: Wer den Service maximal 1 Stunde pro Monat nutzen will, zahlt im Jahr knapp 48 Euro. Für eine unbegrenzte Nutzung sind dagegen immerhin knapp 99 Euro fällig.

Die Online-Verwaltung ist durch viele Teilfenster, die sich für jede Teilfunktion wie Fernsteuerung oder Dateiübertragung öffnen, unübersichtlich. Zwischendurch ist beim Aufruf eines neuen Dienstes die wiederholte Eingabe von Benutzername und Passwort erforderlich. Die Darstellung der Fernsteuerung ist fest auf 256 Farben eingestellt, trotzdem wirkte die Bedienung im Test vergleichsweise langsam und zäh.

Software Test

Testprofil

\n LaplinkLapLink Everywhere 4
laplink.de
98,65 Euro/Jahr

Fernsteuertool

Weitere Details

40 Prozent

Fazit

Testurteil
ausreichend
Preis/Leistung
mangelhaft

Bildergalerie

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Langer Arm

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