Testbericht

Onkyo - Receiver und Vorstufe im Test

Man nehme einen ausgereiften AV-Receiver und lasse die Endstufe weg. Herauskommt eine sehr gute Surround-Vorstufe. Wir haben diese These anhand von zwei neuen Onkyo-Geräten untersucht. Der direkte Vergleich im Labor und in der Praxis macht es möglich und bringt Erstaunliches zutage.

Test Surround: AV-Receiver

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Test Surround: AV-Receiver

Weniger ist mehr? Oder wird aus einem AV-Receiver durch Weglassen der Endstufe eine gute Vorstufe? Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns den AV-Receiver Onkyo TX-NR 906 und die Surround-Vorstufe Onkyo PR-SC 886 ins Labor und selbstverständlich in den Hörraum geholt.Onkyo gegen Onkyo - ein klassischer Vergleichstest sieht natürlich anders aus. Dennoch ist das Treffen des Receivers TX-NR 906 mit der Vorstufe PR-SC 886 in vielerlei Hinsicht spannend. Der Receiver 906 beerbt den TX-NR 905 und damit einen der erfolgreichsten - wenn nicht gar den erfolgreichsten - Spitzenklasse-Receiver dieses Jahres. Während der Receiver 906 sich wie sein Vorgänger gegen starke Konkurrenz zur Wehr setzen muss, betritt die Vorstufe 886 ihre Marktnische praktisch unangefochten: Auf eine voll ausgestattete, topaktuelle Mehrkanal-Vorstufe unter 2.000 Euro warten ambitionierte Heimkino-Fans schon seit Jahren.

Die beiden Kronjuwelen des aktuellen Onkyo-Heimkino-Programms zusammen zu testen, macht schon deshalb Sinn, weil die Vorstufe 886 mit dem Receiver 906 technisch eng verwandt ist. So lässt sich ideal eine alte These überprüfen, wonach getrennte Vor-Endstufen-Kombis ihren integrierten Verwandten nicht nur wegen des möglicherweise größeren technischen Aufwands, sondern allein schon wegen der besseren räumlichen und elektrischen Aufgabentrennung überlegen sind.

Power und Spielwert

Um aus einer Vorstufe einen Receiver zu machen, müsste man zunächst einmal eine gigantische Siebenkanal-Endstufe einbauen: In Onkyos Top-Receiver steckt ein absolutes Prachtexemplar von Leistungsverstärker mit vorsichtshalber gleich vier (üblich sind zwei) Transistoren pro Kanal und einem Riesen-Ringkerntrafo, dessen Kupferwindungen, wenn es sein muss, mühelos ein ganzes Kilowatt durchlassen.

Test Surround: AV-Receiver

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Onkyo PR-SC 886

Wer nicht sieben, sondern zum Beispiel nur fünf Lautsprecher betreibt, kann, wie bei neueren Receivern üblich, die überzähligen Endstufen zur Versorgung eines Nebenraums oder zur Stärkung der Frontkanäle heranziehen.

Neben dem verbreiteten Bi-Amping (separate Amps für Tief- und Mittelhochton) lockt für letzteren Fall jedoch auch der Brückenbetrieb. Diese Zusammenschaltung von je zwei Endstufen erhöht die Front- Ausgangsleistung auf gigantische 400 Watt je Kanal, bringt aber nicht an jeder Box Klangvorteile - magnus.de empfiehlt individuelle Hörversuche.Keinesfalls schaden kann, dass Onkyo alle sieben Kanäle mit identischen, sehr hochwertigen D/A- Wandlern ausrüstet. Die Burr-Brown PCM-1796 akzeptieren neben PCM auch SACD-Bitstreams im originalen DSD-Format, die der 906-Receiver auf Wunsch direkt und naturbelassen vom HDMI-Eingang zu den Wandlern durchlotst.

Testprofil

OnkyoPR-SC 886
www.onkyo.de
1.800 Euro

AV-Receiver

Weitere Details

92 Prozent

Testurteil
überragend
Preis/Leistung
sehr gut

Bildergalerie

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