Testbericht

Olympus SP-590UZ

Letzten Monat war es die Nikon P90, die sich mit ihrem 24-fach-Zoom die Aufmerksamkeit sicherte, in diesem Test bricht die Olympus SP-590UZ die bisherigen Megazoomrekorde: 26-fach, das ermöglicht Aufnahmen mit 26 mm Weitwinkel ebenso wie solche mit extremen Telebrennweiten bis 676 mm.

  1. Olympus SP-590UZ
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Letzten Monat war es die Nikon P90, die sich mit ihrem 24-fach-Zoom die Aufmerksamkeit sicherte, in diesem Test bricht die Olympus SP-590UZ die bisherigen Megazoomrekorde: 26-fach, das ermöglicht Aufnahmen mit 26 mm Weitwinkel ebenso wie solche mit extremen Telebrennweiten bis 676 mm.

Zum Vergleich: Die Optik der P90 reicht von 26 bis 624 mm. Mit einem Preis von 330 Euro ist die SP-590UZ günstiger als die Nikon. Trotzdem bietet sie von der Zeit- und Blendenautomatik bis zum manuellen Modus und Fokus samt Lupenansicht alle Einstelloptionen, die eine gehobene Bridge-Kamera ausmachen. Außerdem kann sie bis zu vier Aufnahmeprofile speichern und Nahaufnahmen aus 1 cm Entfernung fotografieren.

Die 2,7-Zoll-Vorschau rauscht bei schwachem Licht kaum, ist jedoch eine Spur dunkler als das Foto. Im LCD-Sucher lässt sich ein deutliches Raster erkennen, trotzdem zeigt er ein scharfes, einigermaßen aussagekräftiges Bild. Da die SP-590UZ statt mit Lithium-Ionen-Akku mit vier AA-Batterien läuft, wiegt sie in Betriebsbereitschaft relativ schwere 553 g. Sie besitzt nur einen Slot für XD-Speicherkarten, wird aber mit Adapter für microSD/microSDHC ausgeliefert.

Wer das Menü öffnen will, gelangt grundsätzlich zunächst in eine Übersicht und muss das eigentliche Aufnahmemenü mit einem weiteren Klick abrufen. Dieses präsentiert sich dann als 5-seitige Scroll-Liste - nicht jedermanns Sache. Der Autofokus trifft bei schwierigen Lichtverhältnissen nicht immer die richtige Einstellung und lässt sich insbesondere im Weitwinkel etwa 0,6 s lang Zeit.

Bildqualität: Alles in allem schneidet die Olympus bei geringer Empfindlichkeit etwas besser ab als die P90. Bei ISO 400 dreht sich das Ergebnis, und die P90 hat die Nase vorn. Im einzelnen: Die SP-590UZ stellt mit ihrem 12-Megapixel-Sensor bis zu 1449 LP/BH dar - ein sehr gutes Ergebnis, das allerdings der teils deutliche Leistungsabfall zu den Bildrändern (um 170 bis 294 LP/BH) trübt. Das Bildrauschen fällt bei ISO 100 mit 1,4 VN kaum auf, verstärkt sich allerdings bei ISO 400 auf störende 3,9 VN. Dazu kommt, dass der Objektkontrast dann von guten 9,0 Blenden bei ISO 100 auf mäßige 6,5 Blenden bei ISO 400 sinkt und die Linien an den Bildrändern sich um bis zu 1,3 Prozent und damit merklich krümmen.

Fazit: Dass die Bildqualität einer 26-fach-Zoomkamera einige Schwachstellen aufweist, scheint nicht weiter verwunderlich. Für diesen riesigen Brennweitenbereicht sind die Aufnahmen der SP-590UZ sehr ordentlich. Kauftipp Ultramegazoom.

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Olympus SP-590UZ

HerstellerOlympus
Preis330 €
Wertung57.0 Punkte
Testverfahren1.5

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