Testbericht

Olympus SP-565 UZ

Für eine 20fach-Megazoom bleibt die Olympus SP-565 UZ erstaunlich kompakt: Sie misst 11,6 x 8,4 x 8,8 mm und wiegt 491 g, also über 100 g weniger als ihre unmittelbare Konkurrentin, die Casio EX-FH20. Wie diese wirbt sie mit einem Pre-Capture-Modus, in dem sie schon vor dem Auslösen Fotos aufnimmt, und mit einer schnellen Serienfunktion.

  1. Olympus SP-565 UZ
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Für eine 20fach-Megazoom bleibt die Olympus SP-565 UZ erstaunlich kompakt: Sie misst 11,6 x 8,4 x 8,8 mm und wiegt 491 g, also über 100 g weniger als ihre unmittelbare Konkurrentin, die Casio EX-FH20. Wie diese wirbt sie mit einem Pre-Capture-Modus, in dem sie schon vor dem Auslösen Fotos aufnimmt, und mit einer schnellen Serienfunktion. Die angegebenen 13,5 B/s erreicht sie allerdings nur mit 3 Megapixeln Auflösung. Bei 10 Megapixeln nahm sie im Test gerade einmal 0,9 B/s und acht Bilder in Serie auf. Abgesehen davon haben die SP-565 UZ und das Casio-Pendant viel gemein, angefangen beim Objektiv mit 26 bis 520 mm Brennweite, dem mechanischen Bildstabilisator, dem manuellen Fokus mit Lupenansicht, der Zeit- und Blendenautomatik, dem M-Modus, der Blitzlichtkorrektur um + 2 Blenden bis zum RAW- und JPEG-Format sowie den vier AA-Batterien. Dass sie dennoch einen halben Ausstattungspunkt mehr erhält, liegt an den vier benutzerdefinierten Profilen, in denen sich bevorzugte Aufnahmeeinstellungen speichern und dann per Drehrad komfortabel abrufen lassen. Wenn der integrierte, leistungsstarke Blitz (Leitzahl 9) nicht ausreicht, kann man die optionalen, kabellosen Blitzgeräte FL-50R und FL-36R anschließen. Das LC-Display ist jedoch mit 2,5 Zoll recht klein und fällt bei schwachem Umgebungslicht durch eine deutlich zu helle Vorschau negativ auf. Das Menü präsentiert sich als fünfseitige Scroll-Liste und springt beim Öffnen nicht an die zuletzt genutzte Funktion. Außerdem braucht der Autofokus im Tele über eine Sekunde (Tageslicht). Dafür lässt sich das Zoom in 35 Stufen recht präzise bedienen.

Bildqualität: Die Testbilder wirken leicht unscharf. Im Messlabor erreichte die Olympus zwischen 693 und maximal 1005 LP/BH - keine Meisterleistung für ihre 10 Megapixel. Außerdem war der Texturverlust vor allem im ISO-400-Test erheblich (Kurtosis 3,5), feine Bilddetails gehen also scheinbar durch die interne Nachbearbeitung verloren. Trotzdem rauschen die Aufnahmen der SP-565 UZ bei ISO 100 mit 1,9, bei ISO 400 mit 3,8 VN. Dazu kommt, dass die Olympus die Bildränder im Weitwinkel um 1,1 Blenden abschattet und sich die Linien dort um bis zu 1,3 Prozent beugen.

Fazit: Die SP-565 UZ bleibt trotz ihres 20fach-Zoomobjektivs erstaunlich kompakt und kostet zudem 160 Euro weniger als die Megazoom von Casio. In der Gesamtwertung unterliegt sie jedoch wegen ihrer Bildqualität.

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Olympus SP-565 UZ

HerstellerOlympus
Preis290.00 €
Wertung57.0 Punkte
Testverfahren1.4

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