Testbericht

Olympus PEN E-P3 - Im RAW-Test

Als Micro-Four-Thirds-Kamera ohne Spiegel und integrierten Sucher zählt die Olympus PEN E-P3 zu den kompaktesten Modellen dieses Testfelds (122 x 69 x 34 mm, 370 g)

  1. Olympus PEN E-P3 - Im RAW-Test
  2. Datenblatt
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© Olympus

Das massive Vollmetallgehäuse verleiht ihr ein edles, unverwechselbares Aussehen. Das 3-Zoll-OLED liefert eine ordentliche Vorschau mit 203000 RGB-Bildpunkten, bleibt auch bei helleren Lichtverhältnissen relativ kontrastreich und dient bei Bedarf als Touchscreen. Wer will, kann beispielsweise durch Antippen des Monitors das Autofokusmessfeld positionieren oder Einstellungen über den Info-Bildschirm vornehmen.

Bildergalerie

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Galerie
Systemkamera

Als zentrale Bedienelemente dienen der Vier-Wege-Schalter, zwei Einstellräder und drei definierbare Funktionstasten. An der Stirnseite befindet sich zudem ein zur klassischen Anmutung passendes Moduswahlrad. Zum Repertoire zählen neben allen gängigen Belichtungs- (P, A, S, M) und Motivprogrammen auch Art-Filter, die sich auf Fotos und Filme gleichermaßen anwenden lassen. Full-HD-Videos speichert die Olympus im platzsparenden AVCHD-Format. Auch der schnelle Kontrastautofokus mit 35 Messpunkten spricht für die PEN E-P3: Dank ihm kann sie innerhalb von nur 0,20/0,39 s (1000/30 Lux) scharf stellen und auslösen - da braucht sogar so manche Spiegelreflexkamera mit Phasenautofokus länger.

BildqualitätIn Sachen Auflösung erreicht die PEN E-P3 gutes 12-Megapixel-Niveau: 1430 bis 1577 LP/BH bei ISO 100 bis 6400, damit gehört sie in diesem RAW-Vergleich zum soliden Mittelfeld. Zwar ist der durch die interne Signalverarbeitung verursachte Texturverlust bei RAW weniger ausgeprägt als bei JPEG, trotzdem kann ein Kurtosis-Wert von 0,9 bei ISO 100 nicht überzeugen und weist auf einen sichtbaren, überdurchschnittlichen Texturverlust hin.

Dazu kommen ein relativ starkes Bildrauschen über den gesamten Empfindlichkeitsbereich (0,8 bis 9,0 VN bei ISO 100/12800) und ein Objektkontrast, der bei höchstens 8,3 Blenden und damit unter dem JPEG-Kontrast liegt. Die weniger agressive RAW-Verarbeitung führt zudem zu einem geringeren Kontrast wie die DeadLeaves-Messung auf farbigen, ungleichmäßigen und gröberen Strukturen zeigt (RAW: DL-Werte bis 759 LP/BH, JPEG: bis 979 LP/BH).

Fazit: Im Vergleich zum übrigen Testfeld hält sich der Vorteil, den das RAW-Format bringt, bei der Olympus PEN E-P3 in Grenzen. Hauptkritikpunkte sind der ausgeprägte Texturverlust und das relativ starke Bildrauschen auch im RAW-Prozess. Den hohen Preis um 850 Euro können allenfalls das edle Gehäuse und die kurze Auslöseverzögerung rechtfertigen.

Download: Tabelle

Den JPEG-basierten Test der Olympus PEN P-3 finden Sie hier .

www.olympus.de

Olympus Pen E-P3 RAW

HerstellerOlympus
Preis670.00 €
Wertung43.0 Punkte
Testverfahren1.6

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