Spiegellose Systemkamera

Olympus OM-D E-M10 im Test

Vorbei die Zeiten, als SLR-Kameras mit Phasen-AF den Takt bei der Auslöseverzögerung angaben. Die spiegellose Olympus OM-D E-M10 setzt im Test eine neue Bestmarke in dieser Disziplin. Zudem ist sie die erste Kamera der OM-D-Reihe mit Ausklappblitzgerät.

  1. Olympus OM-D E-M10 im Test
  2. Datenblatt
Olympus OM-D E-M10 Test - frontal

© Olympus

Olympus OM-D E-M10 Test - frontal
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EUR 454,00

Pro

  • Hochwertiges Gehäuse
  • Sehr schneller Autofokus
  • Viele Belichtungsfunktionen

Contra

  • Kein Staub- und Spritzwasserschutz

Um als spiegellose Systemkamera in Europa Erfolg zu haben, sollte man wie eine Spiegelreflexkamera aussehen. Bei Olympus kann man davon ein Lied singen: Die OM-D im SLR-Design mit "Sucherhöcker" verkauft sich hierzulande deutlich besser als die an Kompaktkameras orientierte Pen-Serie. Und deshalb bekommt die OM-D-Familie jetzt Zuwachs: Auf die E-M5 und E-M1 folgt die Olympus OM-D E-M10, die Gene beider Schwestermodelle in sich trägt.

Ein entscheidender Pluspunkt der Olympus OM-D E-M10 ist der vom Topmodell E-M1 entliehene Bildprozessor TruePic VII (E-M5: TruePic VI). Zu dessen Spezialitäten gehört der Algorithmus "Fine Detail II", der Randunschärfen von Objektiven ebenso wirksam begegnen soll wie der Beugungsunschärfe bei starker Abblendung. Auch mögliche Moire-Effekte - der 16-Megapixel-CMOS der E-M10 hat kein Tiefpassfilter - soll der Bildprozessor unterdrücken.

Mit der Olympus OM-D E-M10 wird der Einstieg in das OM-D-System günstiger als bisher: 600 Euro soll das Gehäuse kosten und 800 Euro das Set mit dem neuen M.Zuiko Digital 3,5-5,6/14-42 mm. Damit zahlt man immer noch rund doppelt soviel wie bei einem Einsteigermodell von Canon oder Nikon; die verwendeten Materialien und die Fertigungsqualität versüßen den Aufpreis aber durchaus. Zumindest dann, wenn man sich mit dem im Vergleich zu APS-C-Modellen kleineren Four-Thirds-Sensor (17,3 x 13 mm) mit 4:3-Bildverhältnis grundsätzlich anfreunden kann.

Olympus OMD-D im Test

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Blitz eingebaut Die E-M10 ist die erste Kamera der OM-D-Reihe mit eingebautem Ausklappblitzgerät, das auch als Master im drahtlosen Blitzverbund agieren kann.

Zierliche SLR-Gehäuse

Was nicht zu übersehen ist: Derart zierlich-elegante Systemkameragehäuse im klassischen SLR-Design bekommt man derzeit nur von Olympus. Damit erweist sich die E-M10 als weitere legitime Nachfolgerin der 1972 vorgestellten Kleinbildkamera OM-1, die mit ihrem kompakten Design damals Maßstäbe gesetzt hat.

Das aus einer Magnesiumlegierung bestehende Gehäuse der Olympus OM-D E-M10 wirkt hochwertig, wiegt knapp 400 g und liegt gut in der Hand. Der Handgriff vorne ist zwar nicht sehr markant und etwas glatt, dafür gibt die Daumenstütze an der Rückseite umso mehr Halt. Durch Verzicht auf den Zubehöranschluss am Heck, unterhalb des Blitzschuhs, fällt der Sucherhöcker flacher aus als bei den Schwestermodellen, was die Kamera noch handlicher macht. Nachteil: Ein externes Mikrofon für Video-Aufnahmen (SEMA-1 Mikrofon Adapter Set) oder die Makro-LED-Leuchte (MAL-1) lässt sich hier nicht anschließen.

Leider ist die E-M10, anders als ihre Schwestermodelle, nicht gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Im Gegenzug bietet die Neue als erste OM-D ein eingebautes Ausklappblitzgerät, das auch als Master zum Auslösen externer Systemblitzgeräte dienen kann. Etwas reduziert wurde die Funktionalität des eingebauten Bildstabilisators: Der Sensor-Shift-Mechanismus der E-M10 arbeitet "nur" auf drei und nicht auf fünf Achsen wie bei der E-M1/E-M5.

Olympus OMD-D im Test

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Das hochwertige Gehäuse der OM-D E-M10 besteht aus einer Magnesiumlegierung. Der Sucherhöcker fällt flacher aus als bei den Schwestermodellen, weil der Zubehöranschluss an der Rückseite, unterhalb des Blitzschuhs, fehlt. Das Griffstück für den Daumen ist markant ausgeformt und bietet guten Halt.

Nicht verzichten aber muss man auf eingebaute WiFi-Funktionalität für die drahtlose Foto- und Live-Bild-Übertragung zu einem Smartphone oder Tablet inklusive Remote- bzw. Fernauslösefunktion. Besonderes Lob verdient der Aufbau der WLAN-Verbindung mittels QR-Code, der am Kameramonitor angezeigt und mit dem Smartphone abgescannt wird.

Sucher und Monitor

Die Olympus OM-D E-M10 ist mit einem elektronischen Sucher ausgestattet, dessen Eckdaten man bereits von der E-M5 kennt: 480 000 RGB-Bildpunkte und 100 Prozent Sucherfeld. Das Bildruckeln beim Kameraschwenk ist kaum merklich, ebenso das Farbrauschen bei wenig Licht. Ein Augensensor sorgt für das automatische Umschalten zwischen EVF und TFT-Monitor.

Die effektive Suchervergrößerung beträgt 0,57fach; etwas weniger als bei einer Nikon D7100. Die Messlatte liefert hier der EVF der E-M1 mit einer effektiven Vergrößerung von 0,74fach, was sogar den SLR-Sucher einer Vollformatkamera in den Schatten stellt. Außerdem bietet der E-M1-Sucher noch mehr Auflösung (786 667 RGB-Bildpunkte).

Olympus OMD-D im Test

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Monitor Der 3-Zoll-Monitor lässt sich über einen Gelenkmechanismus aus dem Gehäuse klappen, dann nach unten oder oben verschwenken. Über-Kopf-Fotografieren ist damit ebenso möglich wie das komfortable Fotografieren in Bodennähe.

Der TFT-Monitor mit einer Diagonale von 3 Zoll und 203 300 RGB-Bildpunkten lässt sich über ein Gelenk aus dem Gehäuse klappen, dann nach unten oder oben verschwenken. So lässt er sich zum Über-Kopf-Fotografieren ebenso verwenden wie zur Draufsicht nach Art eines Lichtschachtsuchers. Außerdem ist der Monitor touchfähig: Blättern im Bilderbestand auf der Speicherkarte ist ebenso möglich, wie das Zoomen in ein Bild mittels Schieberegler oder das Anwählen bestimmter Funktionen.

Besonders praktisch ist natürlich der Touch-AF: Berühren Sie mit der Fingerspitze einen Punkt im Motiv, und der Autofokus stellt darauf scharf; bei aktivierter Touch-Auslösung wird das Bild praktisch zeitgleich mit dem Fokussieren aufgezeichnet. Das können auch andere Kameras und Smartphones, nur macht es bei der E-M10 besonders viel Spaß, weil die Auslöseverzögerung so gering ist.

Gewohnt schneller Kontrast-AF

Der TruePic-VII-Bildsensor ermöglicht einen sagenhaft schnellen Kontrast-AF: 0,18/0,28 s beträgt die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit bei 1000/30 Lux; das liegt auf dem Niveau der E-M1 (0,17/0,32) und ist besser als bei vielen SLR-Kameras mit Phasen-AF.

Auch mit der Serienbildgeschwindigkeit kann man zufrieden sein: 5,2 B/s (28 in Serie) im JPEG-Modus und 7,5 B/s bei RAW (18 in Serie).Die E-M1 ist bei JPEGs zwar mehr als doppelt so schnell (11,2 B/s), schafft aber nur 10 in Serie; bei der E-M5 sind es 8,6 B/s und 15 in Serie.

Die Einschaltgeschwindigkeit liegt mit einer Sekunde auf dem Niveau der E-M1, ist im Vergleich zur E-M5 (1,8 s) also deutlich verkürzt. Im Gegensatz zur E-M1 verfügt die E-M10 nicht über einen kombinierten Phasen-/Kontrast-AF am Bildsensor (Dual Fast AF), sondern begnügt sich mit einem reinen Kontrast-AF mit 81 Messpunkten; Spot-AF ist ebenso möglich wie das Gruppieren von Messpunkten zu einem in alle Richtungen verschiebbaren Neunerblock.

Angesichts des gebotenen Auslösetempos vermisst man den Hybrid-AF der E-M1 im Betrieb mit Micro-Four-Thirds-Objektiven überhaupt nicht. Für die Adaption von Four-Thirds-Objektiven (E-Objektiven) bleibt das Topmodell E-M1 dagegen erste Wahl, weil diese Objektive für den Phasen-AF optimiert sind.

Auch an der Olympus OM-D E-M10 lassen sich E-Objektive adaptieren, wobei sämtliche Systemfunktionen erhalten bleiben. Nur muss man dann mit deutlichen Einbußen bei der AF-Geschwindigkeit rechnen. 

Olympus OMD-D im Test

© Olympus

Die Oberseite wird von den beiden Drehrädern dominiert; das vordere Rad umschließt den Auslöser. Rechts davon finden sich, griffgünstig gelegen, zwei Funktionstasten (Fn1/Fn2), die Videostarttaste (ebenfalls als Funktionstaste verwendbar) sowie die Bildwiedergabetaste. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt das Programmwahlrad.

Viele Belichtungsfunktionen

Über das Programmwahlrad links neben dem Sucher lassen sich bei der Olympus OM-D E-M10 Standardbelichtungsprogramme wie iAuto, P, A, S, M einstellen; auch der Videomodus (Full-HD mit 30 Vollbil-dern/s) wird damit vorgewählt. Zudem gibt es 24 Motivprogramme (Scenes).

Das Gleiche gilt für die Olympus typischen ART-Filter, ein rundes Dutzend an der Zahl; sie lassen sich beim Fotografieren wie Filmen verwenden. Ebenfalls möglich sind Mehrfachbelichtungen. Im HDR-Modus haben Sie die Wahl zwischen drei und sieben Stufenbelichtungen mit zwei oder drei Blenden Spreizung.

Ganz neu bei der E-M10 ist die am Programmwahlrad einstellbare Funktion "Photo Story": Hier können Sie zwischen zwei und fünf Bilder in ein vorgegebenes Layout hinein fotografieren und teilweise durch Effektrahmen aufpeppen. Die OM-D E-M10 stellt Verschlusszeiten zwischen 1/4000 und 60 s bereit.

Die Blitzsynchronisation erfolgt mit 1/250 s; Kurzzeitsynchronisation ist bis 1/4000 s möglich. Beim Blitzen in Zeit- oder Programmautomatik kann das untere Zeitlimit frei definiert werden. Wenn Sie hier z.B. 1/15 s einstellen, variiert die Kamera die Blitzsynchronisationszeit beim Aufhellblitzen zwischen 1/15 und 1/250 s, je nach Umgebungshelligkeit.

Zudem kann man wählen, ob Belichtungskorrektur und Blitzkompensation gemeinsam oder separat voneinander einzustellen sind. Von der E-M1 übernommen wurde die Funktion "Helllicht-/Schattenkorrektur". Wenn aktiviert, lässt sich auf Knopfdruck eine Gradationskurve in den Monitor bzw. Sucher einblenden.

Durch Drehen am vorderen bzw. hinteren Einstellrad kann man die Kurve um einen zentralen Ankerpunkt herum für die Lichter- und Schattenregionen gezielt verbiegen. Ganz ähnlich funktioniert der "Farbgestalter". Ist dieser aktiv, verändert man mit dem vorderen Drehrad die Farbabstimmung und mit dem hinteren die Farbsättigung.

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Olympus, Om-d, Dead Leaves
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Die Dead-Leaves-Kurven verlaufen bei ISO 200/400 auf einem sehr hohen, ab ISO 800 bis ISO 3200 noch immer auf hohem Niveau, wobei die Kurven von ISO…

Neuer Typ Langzeitbelichtung

Eine Spezialität der OM-D-Modelle sind die innovativen Methoden der Langzeit belichtung. Dazu dreht man das betreffende Einstellrad über die 60-Sekunden-Grenze hinaus auf "Live Bulb" oder "Live-Time". Bei Live-Bulb realisiert man eine Langzeitbelichtung über Drücken und Halten des Auslösers bzw. über die Feststellfunktion eines angeschlossenen Fernauslösers, während man bei Live-Time durch Betätigen des Auslösers den Verschluss öffnet und durch erneutes Drücken wieder schließt.

Während der Belichtung kann man am Monitor oder im EVF beobachten, wie sich das Bild "entwickelt". Das Zeitintervall für das Aktualisieren des Monitorbilds lässt sich zwischen 0,5 und 60 s einstellen.

Mit der Olympus OM-D E-M10 führt Olympus noch eine dritte Variante der Langzeitbelichtung ein, "Live Composite" genannt. Bei Live Composite gibt der Fotograf die Blende und die Belichtungszeit, etwa Blende 4 und 6 s vor. Anschließend nimmt die Kamera eine Bilderserie mit diesen Werten je Einzelbild auf, bis der Fotograf den Prozess beendet. Hierzu zeigt die Kamera am Monitor die Bildentstehung, und der Fotograf kann stoppen, wenn sein gewünschter Effekt erzielt ist.

Bei klassischen Langzeitbelichtungen fressen Lichter aus, und die Schatten sind am Ende unnatürlich hell. Beides vermeidet Live Composite, da mit dem ersten Bild die Grundhelligkeit festgelegt ist. Schatten wie Lichter bleiben unverändert und werden nicht immer weiter aufgehellt. Aus den Folgebildern kommen nur Differenzen zum ersten Bild ins Ergebnisbild. Dies können bewegte Scheinwerfer von Autos oder Sternspuren sein.

Flexibles Bedienkonzept

Die Olympus OM-D E-M10 bietet eine Fülle an Funktionen und lässt sich vielfältig konfigurieren. Aufnahme- und Wiedergabemenü weisen zwar zusammen nur 19 Einträge auf, doch dafür ist das Anwender- menü umso reichhaltiger bestückt - mit 95 Einträgen in 11 Kategorien.

Da sucht man anfangs eine Weile, um das Gewünschte zu finden, zumal sich die Übersetzer bei den Begriffen nicht immer um Eindeutigkeit bemüht haben. Beispiel: die neue Langzeitbelichtung "Live Composite". Will man im Anwendermenü die dazugehörigen Zeitintervalle einstellen, findet man den betreffenden Menüpunkt unter "Zusammengesetzte Aufnahmen".

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Live Composite ist eine neue Art der Langzeitbelichtung. Die Kamera rechnet in ein erstes Bild über eine Differenzbetrachtung die Lichter der…

Abgesehen davon überzeugt das Bedienkonzept: Mit zwei Rädern, eines für den Daumen, das zweite für den Zeigefinger, stellt man unter anderem Verschlusszeit, Blende und Belichtungskorrekturen ein; neben den zwei Funktionstasten (Fn1/Fn2) kann man die Video-Start-Taste und die Richtungstasten des 4-Wege-Schalters mit verschiedenen Funktionen bzw. Einstellmenüs belegen.

Wundern Sie sich übrigens nicht, wenn Sie im Anwender-Menü unter "Tasten Funktion" noch eine weitere Funktionstaste (L-Fn) entdecken, an der Kamera selbst aber nicht fündig werden: Diese Taste findet sich nur an bestimmten Objektiven wie dem 12-40 mm und 12-50 mm, nicht aber am Kit- Zoom 14-42 mm der E-M10. Mit der OK-Taste ruft man den praktischen Einstellmonitor auf, den es in drei Anzeigevarianten gibt:

Variante 1 nutzt den größten Teil der Monitorfläche zur Anzeige der Funktionsfelder, zwischen denen man per Richtungstaste, Einstellrad oder Touch-Funktion hin und her wechseln kann, um dann Einstellungen zu verändern.

Die zweite Variante ergänzt das Live-Bild am Monitor oder im EVF durch einen horizontalen und vertikalen Randbalken mit Informationen. Der vertikale Balken zeigt die Funktionsfelder, der horizontale Balken die Einstelloptionen. Die dritte Variante steht nur im Programm "iAuto" bereit: Hier kann man eine Reihe bunter Funktionsfelder und dazugehörige Schieberegler am rechten Bildrand einblenden. So lassen sich per "Fingerwisch" am Monitor unter anderem Farbsättigung, Farbtemperatur, Bildhelligkeit oder Schärfentiefe verändern.

Bildqualität auf hohem Niveau

Mit ihrem 16-Megapixel-Bildsensor ohne vorgeschaltetes Tiefpassfilter erreicht die Olympus OM-D E-M10 bei ISO 200 eine maximale Grenzauflösung von 1738 LP/BH, die bis ISO 800 nur um rund 90 LP/BH abfällt; bis ISO 6400 (1415 LP/BH) fällt der Auflösungsrückgang etwas deutlicher aus, und gelegentlich treten starke Artefakte auf. Die Dead-Leaves-Werte sind vor allem bei ISO 200 (1494 LP/BH) und ISO 400 (1416 LP/BH) sehr hoch, aber auch mit einer aggressiven Abstimmung erkauft. Zwischen ISO 800 und 3200 sind noch immer DL-Werte zwischen etwa 800 und 1156 LP/BH zu verzeichnen.

Die Texturverluste sind bis ISO 800 moderat und nehmen ab ISO 1600 merklich, ab ISO 3200 stark zu - hier zeigen sich die Limitierungen des Four-Thirds-Sensors im Vergleich zu einem gut abgestimmten APS-C-Format-Sensor am deutlichsten.

Beim Rauschen hält sich die Kamera bis ISO 800 angenehm zurück, auch bei ISO 1600/3200 bleibt das Rauschen akzeptabel (VN 1,2). Die Dynamik ist hoch: Sie reicht von 12 Blenden bei ISO 200 bis rund 10 Blenden bei ISO 1600/3200 und knapp 9 Blenden bei ISO 6400. ISO 400 ISO 800 ISO 1600 ISO 3200.

Fazit

Auch das neueste Mitglied der OM-D-Familie präsentiert sich als adäquate Alternative für alle, die eine spiegellose Systemkamera im Outfit einer klassischen Spiegelreflexkamera bevorzugen. Die Olympus OM-D E-M10 wirkt noch zierlicher als ihre Kolleginnen, besitzt aber ein nicht weniger hochwertiges Gehäuse - wenn man vom fehlenden Staub- und Spritzwasserschutz einmal absieht.

Ein willkommener Zugewinn ist das eingebaute Blitzgerät, auf das E-M1 und E-M5 verzichten müssen. Die geringe Auslöseverzögerung macht die Kamera zum perfekten Partner für Schnappschüsse und bewegte Motive; auch für die Reise ist die kleinste OM-D ideal.

Im Vergleich zum Topmodell E-M1 fehlt der E-M10 der zusätzliche Phasen-AF am Sensor, der allerdings nur nötig ist, wenn höchstmögliche Kompatibilität zu den E-Objektiven von Olympus angestrebt wird. Ansonsten kann man bedenkenlos zum neuen Basismodell der OM-D-Serie greifen.

Olympus OM-D E-M10

  
HerstellerOlympus
Preis600.00 ?
Wertung53.0 Punkte

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