Testbericht

Olympus mju-5010 - zierlich und leicht

  1. Olympus mju-5010 - zierlich und leicht
  2. Datenblatt
Olympus mju-5010

© Archiv

Olympus mju-5010

Dank 26 mm Weitwinkel (äquivalent Kleinbild) ermöglicht die 128 g leichte, 20 mm dünne Olympus μ-5010 Aufnahmen mit besonders großem Bildwinkel. Der 1/2,3-Zoll-Sensor hat 4288 x 3216, also knapp 14 Millionen sehr kleine Pixel und gleicht Kamerabewegungen aus, um Verwacklungsunschärfe entgegenzuwirken. Außerdem zeichnet die μ-5010 HD-Filme mit 1280 x 720 Pixeln bei 30 B/s auf und überträgt sie via miniHDMI-Schnittstelle direkt zum HD-Fernseher. Der interne Speicher (1 GB) lässt sich mit SD- oder SDHC-Karten erweitern. Das Funktionsspektrum umfasst Effekte wie Popart, Fish-Eye und Lochkamera, 14 wählbare Szenenprogramme, eine Motiverkennung, einen Beauty- und einen Panorama-Modus, in dem die Kamera beim Schwenken automatisch mehrere Fotos schießt und danach zusammensetzt. Wir brachten damit allerdings kein brauchbares Breitbild zusammen.

Der Fotograf hat nur wenige Möglichkeiten, manuell einzugreifen, wenn die Kameraautomatik versagt. Da beispielsweise der Autofokus in schwierigen Situationen allenfalls jedes zweite Mal richtig scharf stellt, fehlt der manuelle Fokus umso mehr. Die gemessene Auslöseverzögerung beträgt im Tageslicht 0,58 s im Weitwinkel und 0,4 s im Tele.

Das 2,7-Zoll-Display zeigt eine scharfe Vorschau und auf Wunsch Auflösung, Kompression, ISO-Wert, Weißabgleich, Gitterlinien und ein Histogramm an. Mit einem Tastendruck lässt sich die Menüleiste am rechten Bildrand einblenden, durch Drücken und Drehen des leichtgängigen Bedienrads der gewünschte Eintrag auswählen. Olympus integriert einen Kamera-Guide, der die wichtigsten Grundfunktionen der μ-5010erklärt.

Bildqualität: Der gute Kurtosis-Wert bei ISO 100 (0,4) weist auf eine ordentliche Detaildarstellung und Feinzeichnung hin, allerdings verstärkt sich der Texturverlust bei ISO 400 merklich. Zudem tritt ein ausgeprägtes Bildrauschen auf (2,8/3,1 VN bei ISO 100/400). Die Auflösung liegt im Weitwinkel zwischen 962 bis 1263 LP/BH (Linienpaare pro Bildhöhe, ISO 100), im Tele zwischen 821 bis 897 LP/BH - bei 14 Megapixeln ginge da mehr.

Fazit: Die Olympus μ-5010 spricht optisch an, ist besonders zierlich und leicht. Da die Schwester Olympus μ-7040 eine sichtbar bessere Bildqualität liefert und einen schnelleren Autofokus vorweisen kann, bietet sie das bessere Preis-Leistungsverhältnis - obwohl sie 30 Euro mehr kostet.

Olympus µ-5010

HerstellerOlympus
Preis170.00 €
Wertung46.0 Punkte
Testverfahren1.5

Mehr zum Thema

Canon EOS 1D X Mark II
Kamera

„Dual Pixel CMOS AF“, GPS, 4K-Video, CFast als schnelles Speichermedium und ein neuer 20-Megapixel-Bildsensor: die Canon EOS-1D X Mark II im Test.
Teaser ScanCorner
Bilderdienst

ColorFoto hat ScanCorner in einem anonymen Test ausprobiert. Der Dienst digitalisiert analoge Bilder wie Fotos, Dias & Co.
Fujifilm X T2
Kamera

Die Fujifilm X-T2 löst die X-T1 mit Detailverbesserungen ab. Bei einer Software würde das „großess Update“ heißen. Lohnt sich der Umstieg? Das…
Pentax K-70
Kamera

Pentax bringt die K-70 als Alternative zur K-3 II. Sie ist günstiger und leichter. Reicht sie auch bei der Bildqualität an die K-3 II heran? Der…
Nikon D3400
Einsteiger-DSLR

Mit SnapBridge-Funktion und 24-MP-APSC-Sensor ohne Tiefpassfilter tritt die Nikon D3400 als neues Einstiegsmodell die Nachfolge der D3300 an.