Testbericht

Olympus FE-300

Wie von Olympus gewohnt sticht die 290-Euro-Kamera mit ihrem ansehnlichen, schlanken Gehäuse sofort ins Auge. Die Bildqualität gewinnt durch die vorbildlich geringe Verzeichnung, erhält aber trotzdem wegen ihrer Defizite bei ISO 400 weniger Punkte im Test als Nikons 12-Megapixel-Pendant.

  1. Olympus FE-300
  2. Datenblatt
Olympus FE-300 Vorderseite

© Archiv

Olympus FE-300 Vorderseite

Olympus schickt mit der FE-300 eine schicke, kleine 12-Megapixel-Kamera ins Rennen. Das schmale, schwarze Metallgehäuse wirkt stabil und hochwertig. Mit 17 Aufnahmeprogrammen und wenigen manuellen Möglichkeiten richtet sie sich vor allem an Hobby-Fotografen, die weder Belichtung und Blende noch Schärfe, Kontrast oder Farbsättigung selbst steuern wollen. Auf einen manuellen Fokus, ein Aufnahmehistogramm und die Verwackelungswarnung muss man ebenfalls verzichten. Zudem tritt an die Stelle des optischen Bildstabilisators eine Verwackelungsreduktion, die auf einer erhöhten Empfindlichkeit und damit auf kürzeren Belichtungszeiten bei deutlich stärkerem Rauschen beruht. Die hohen Empfindlichkeiten, sprich ISO 3200 und 6400, funktionieren übrigens nur bis 3 Megapixel.

Olympus FE-300 Rückseite/ Display

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Olympus stattet die FE-300 mit zwei separaten Tasten für den Wechsel zwischen Foto- und Wiedergabemodus aus. Andererseits gibt's keinen Schnellzugriff für wichtige Parameter wie Empfindlichkeit und Weißabgleich.

Das mit 76 667 Pixeln pro Farbe gut auflösende Display zeigt auch bei schwachem Umgebungslicht eine realistische Vorschau. Die FE-300 besitzt aber nur einen Steckplatz für vergleichsweise teure XD-Picture-Speicherkarten. Die beiden Buttons zum Wechsel zwischen Wiedergabe- und Fotomodus sind ungewöhnlich - in der Regel gibt's dafür nur ein Bedienelement. Allerdings fehlt eine programmierbare Funktionstaste für den Schnellzugriff auf eine wichtige Einstellung. Zum Ändern von Empfindlichkeit, Auflösung und Weißabgleich bedarf es nämlich mindestens sieben Klicks: Zunächst muss der Nutzer das Menü öffnen, dann aus der Übersicht das Symbol für die entsprechende Menü-Ebene anspringen, diese mit "OK" auswählen und schließlich zur gewünschten Option und Einstellung navigieren. Umgekehrt zwingt die FE-300 dazu, mit der "Menü"-Taste Schritt für Schritt zur Übersicht zurückzukehren, um das Menü zu schließen. Dementsprechend ist es der Kamera nicht möglich, das Menü an einer selbst bestimmten Position zu öffnen. Die Auflösung der FE-300 liegt zwischen 792 und 1438 Linienpaaren pro Bildhöhe und damit etwas unter der der Nikon S700. Sie rauscht zwar bei niedriger Empfindlichkeit nur schwach, bei ISO 400 dagegen mit 5,4 VN, was für deutlich sichtbare Artefakte spricht. Die Randabschattung hält sich dagegen mit 0,3 (Tele) und 0,7 Blenden (Weitwinkel) in Grenzen. Vor allem aber fährt die FE-300 mit ihrer kaum sichtbaren Verzeichnung von 0,0 bis 0,1 Prozent den Bestwert ein - wir vermuten dahinter ein Korrekturverfahren der Kamera. Auch der Weißabgleich funktioniert einwandfrei. Trotzdem schneidet die Bildqualität etwas schlechter ab als die der S700. Mit ein Grund ist der geringe Objektkontrast bei ISO 400: Zwischen hellstem und dunkelstem darstellbaren Bereich liegen lediglich 6 Blenden. Im Tempotest fällt die lange Einschaltverzögerung von 2,4 s und die lahme Bildfolgezeit von 0,3 B/s bei 8 Bildern in Serie auf. Das Fokussieren und Auslösen nimmt 0,69 bis 0,9 s in Anspruch.

Auflösungsdiagramm Olympus FE-300

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Olympus FE-300

HerstellerOlympus
Preis220.00 €
Wertung53.0 Punkte
Testverfahren1.4

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