Einsteiger-Systemkamera

Olympus E-PM1 im Test: Leistung kompakt

Mit E-PM1 will Olympus gerade Einsteiger in das Lager der Systemkameras locken und zugleich die Bildqualität weiter verbessern. Ob sie die Versprechen halten kann, zeigt der Test.

  1. Olympus E-PM1 im Test: Leistung kompakt
  2. Datenblatt
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© Olympus

Die E-PM1 rundet die Olympus-Pen-Reihe der Micro-Four-Thirds-Kategorie nach unten ab und heißt deshalb oft auch einfach Pen Mini. Sie kostet mit 14-42-mm-Standardzoom knapp 600 Euro (UVP).

Gehäuse und Ausstattung

Pen E-PM1 verfügt über hochwertiges Metallgehäuse, gestaltet im Retrostil. Design ist Geschmackssache, aber die Olympus ist auf Grund ihrer Form etwas schlechter zu halten - die glatten Flächen rutschen leichter durch die Finger. An wichtigen Stellen sollte etwas Struktur sein.

Der Kamera liegt ein eigenständiges Blitzgerät bei, da ein integriertes Blitz fehlt. Die Olympus gibt die Schutzabdeckung auf Knopfdruck frei. Darunter erscheint ein Blitzfuß, in den die komplette Einheit gesteckt wird.

Olympus setzt auf einen 12-MP-Sensor im 17,3 x 13,0 mm großen Four-Thirds-Format und hat einen optischen Bildstabilisator eingebaut. Die E-PM1 muss sich mit fünf Bildern/Sekunde begnügen, schafft das aber für maximal zehn Bilder in Serie. Erhältlich ist sie in Schwarz, Weiß, Silber, Braun, Purpur oder Hellrosa. Sie verfügt über USB-, HDMI- sowie einen TV-Ausgang.

Dem aktuellen Trend zur "Bildbearbeitung" in der Kamera folgend hat Olympus PM1 Filter an Bord, die den Spieltrieb befriedigen und die spätere Bildbearbeitung am PC ersparen sollen. Wer auf Qualität Wert legt, verzichtet allerdings auf Spielereien und fotografiert im verlustfreien RAW-Format.

Sucher und Monitor

Der TFT-Bildschirm der Pen E-PM1 misst drei Zoll in der Diagonalen, löst aber nur 153.300  Bildpunkte auf und ist dazu nicht schwenkbar. Hier kann es lohnen, in einen als Zubehör erhältlichen optischen oder elektronischen Sucher aus dem Pen-Programm zu investieren, vor allem bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Bei der Bildwiedergabe blendet die Kamera auf Wunsch Histogramm, Lichterwarnung und Schattenwarnung ein.

Bedienung

Es gibt kein Einstellrad auf der Kameraoberseite und vergleichsweise wenig Direktzugriffe. Die Fülle von Einstellmöglichkeiten erschließt man sich in erster Linie über eine Reihe von Menüs. Sobald man in die Tiefen der einzelnen Menüs eindringt, wird erkennbar, dass es hier auch darum geht, mit schierer Funktionsmenge zu punkten.

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Verstehen Sie mich nicht falsch: Es macht Spaß, mit diesen Kameras zu spielen und herauszufinden, wozu denn die vielen verschiedenen Funktionen da sind. Aber mangels Direktzugriffen werden die meisten Einstell- und Korrekturmöglichkeiten wohl eher selten eingesetzt. Dieses Modell zielt offensichtlich eher auf Einsteiger denn SLR-Umsteiger.

Bildqualität

Bei ISO 100 löst die Olympus mehr als 1500 LP/BH auf, bei ISO 400 liegt sie bei knapp unter 1400 LP/BH. Darüber zeigt sich dann der Nachteil der kleineren Pixel, insbesondere beim Rauschen: bei ISO 3200 messen wir V/N von 2, bei ISO 6400 einen Wert von 3.

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Auch bei den Dynamikwerten sowie Feinzeichnung gilt: Mit zunehmender ISO-Zahl verliert Olympus gegenüber den aktuellen APC-S-Kollegen. Die niedrigen Kurtosiswerte von 1,3  bei ISO 6400 sind bei Olympus ein Rauscheffekt, aber kein Zeichen für eine wieder bessere Feinzeichnung. Wahrscheinlich nimmt Olympus das Rauschen erst raus, um es dann teilweise wieder über das Bild zu legen und so die Strukturlosigkeit glatter Flächen zu kaschieren.

Testfazit

Olympus rundet mit der E-PM1 die Pen-Reihe nach unten ab und bringt eine elegante Kamera auf den Markt, die auf kleinem Raum gute Bilder macht, solange man die Empfindlichkeit nicht zu weit nach oben dreht. Die Pen erhält den "Kauftipp Einsteiger".

Olympus Pen E-PM1

HerstellerOlympus
Preis350.00 €
Wertung40.5 Punkte
Testverfahren1.6

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