Testbericht

Olympus E-5 - SLR im RAW-Test

Mit 1700 Euro kostet das Spitzenmodell der Olympus-SLRs etwa 200 Euro weniger als Canons EOS 5D Mark II. Dafür hat die E-5 jedoch keinen Vollformat-, sondern einen kleineren Four-Thirds-Sensor mit 17,3 x 13 mm.

  1. Olympus E-5 - SLR im RAW-Test
  2. Datenblatt
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© Olympus

Angesichts dessen scheint es durchaus sinnvoll, dass sich Olympus mit 12,2 statt 21 MP begnügt. Haptisch kann die E-5 ohne weiteres mithalten: Das massive Magnesiumgehäuse liegt dank seiner griffigen Gummierung komfortabel in der Hand. Außerdem gehört neben dem gut funktionierenden Staubschutzsystem ein integrierter Blitz (LZ 9 bei ISO 100) zur Ausstattung, ebenso ein mechanischer Bildstabilisator, der sich in unterschiedlichen Modi betreiben lässt - beispielsweise auf die vertikale Achse beschränkt, um bei bewegten Objekten das "Mitziehen" zu ermöglichen. Positiv werten wir auch den dreh- und schwenkbaren, klaren 3-Zoll-Monitor, der für die Schwächen des 100%-Pentaprismensuchers mit nur 0,58-facher Vergrößerung entschädigt. Der Phasenautofokus hat 11 Kreuzsensoren und arbeitet besonders schnell (0,23/0,31 s bei 3000/30 Lux). Im Serienmodus schafft die Olympus 4,8 B/s, beim Filmen maximal HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel, 30 B/s). Für den Weißabgleich setzt die Kamera ein Hybridsystem ein, das die Infos des Bildsensors und eine Kalottenmessung des umgebenden Lichts miteinander verrechnet. BildqualitätDie größte Stärke der E-5 liegt im Detail: Sowohl im JPEG- als auch im RAW-Test tut sie sich mit einer sehr guten Textur hervor. Bei maximal 0,1 Kurtosis fallen die Verluste sogar in fein strukturierten Bildbereichen kaum oder gar nicht auf. Demgegenüber steht jedoch ein vergleichsweise starker Visual Noise bei höheren Empfindlichkeiten: So verstärkt sich das Rauschen von sichtbaren 2,0 VN bei ISO 800 auf störende 5,3 VN bei ISO 6400 und bleibt lediglich bei niedrigeren ISO-Zahlen im grünen Bereich. Auch der Objektkontrast schneidet mit 8,7 (ISO 100) bis 3,7 Blenden (ISO 6400) nur mäßig ab. Zudem beobachten wir im RAW-Test deutlich schlechtere DL-Werte bis ISO 800. Offensichtlich hebt Olympus in den JPEGs den Kontrast relativ stark, aber zugleich geschickt an, ohne beim Rauschen negativ aufzufallen.  Die Auflösung gewinnt durch RAW maßvoll um maximal 25% hinzu (1570 bis 1239 LP/BH).

Download: Tabelle

FazitHaptisch und optisch macht die Olympus E-5 einen sehr guten Eindruck. Bemerkenswert sind auch der schnelle Autofokus und die hervorragende Feinzeichnung im JPEG- wie im RAW-Format. Letzteres bringt eine höhere Auflösung, aber auch ein stärkeres Rauschen im höheren Empfindlichkeitsbereich.Den JPEG-basierten Test der Olympus E-5 finden Sie hier.www.olympus.de

Olympus E-5 RAW

HerstellerOlympus
Preis1400.00 €
Wertung49.5 Punkte
Testverfahren1.6

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