Testbericht

Olympus µ-Digital 1000

Olympus hält sich bei der µ-Digital 1000 an die bewährte Bedienstruktur. Positiv sind zudem das widerstandsfähige Gehäuse und die hohe Auflösung, enttäuschend der langsame Autofokus - trotzdem Kauftipp Spritzwasserschutz.

  1. Olympus µ-Digital 1000
  2. Datenblatt
Olympus µ-Digital 1000 Vorderseite

© Archiv

Olympus µ-Digital 1000 Vorderseite

Olympus protzt mit Pixeln im Piccologehäuse. 10 Megapixel im haifischflossenartig geformten Minigehäuse - das fällt auf. Bei schlechten Lichtverhältnissen rauscht der 2,5-Zoll-Monitor allerdings stark, was die Bildkontrolle erschwert. Die µ1000 hat einen Serienbildmodus, an den der Fotograf nur schwer herankommt. Er schaltet sich nur zu, wenn die Auflösung auf drei Megapixel reduziert und der Wackelhändchen-Modus eingeschaltet ist.  Dieser variiert die Empfindlichkeit eigenmächtig bis ISO 1600. Mit voller Auflösung und selbstgewählter Empfindlichkeit zeichnet die Olympus nur 0,3 Bilder/Sekunde auf. Das Zoom durchläuft zwar zügig, aber geräuschvoll den Brennweitenbereich von 35 bis 105 Millimetern. Gut andererseits: Olympus hat einige Menüpunkte wie die Empfindlichkeit und die Belichtungskorrektur ausgelagert und auf hochwertig gestaltete Schnellzugriffstasten gelegt. Im Guide-Modus erklärt die Kamera 13 wichtige Aufnahmesituationen und macht Lösungsvorschläge zu besseren Einstellungen, die sie auch gleich umsetzt. Das Batterie- und USB-Fach ist wie bei der tauchfesten Schwester (µ720SW) mit Gummidichtungen versehen, allerdings schützen sie in diesem Fall nur vor Spritzwasser. Neben der Batterie sitzt die winzige XD-Karte, aber ein kleiner Vorsatz arretiert den Akku, damit beim Kartenwechsel nichts herausfällt. Die Empfindlichkeit reicht von ISO 64 bis ISO 6400, allerdings reduziert sich die Auflösung ab einer Empfindlichkeit von ISO 3200 automatisch auf drei Megapixel.

Olympus µ-Digital 1000 Bedienelemente

© Archiv

Der Guide-Modus stellt für einige Aufnahmeprobleme unterschiedliche Lösungen vor, die sich automatisch nach der Auswahl einstellen.

Auf die hohen Empfindlichkeiten sollte verzichtet werden, da dann das Bildrauschen zu stark stört - typisch für Kompaktkameras. Bereits bei ISO 400 beträgt der Messwert 6,1 VN, was deutlich sichtbar ist. Dagegen kann der ISO-100-Wert mit 1,8 VN überzeugen. Die Auflösung ist hoch. Sie verliert zwar zu den Ecken rund 300 Linienpaare, doch findet der Abfall auf einem so hohen Niveau statt, dass der schlechteste Wert immer noch bei über 1000 LP/BH liegt. Die Auslöseverzögerung kann mit 0,93 Sekunden dagegen nicht überzeugen.

Olympus µ-Digital 1000 Auflösungsdiagramm

© Archiv

Olympus µ-Digital 1000

HerstellerOlympus
Preis330.00 €
Wertung55.0 Punkte
Testverfahren1.4

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